Übungsaufgaben zur Datenauswertung: Diagramme, Mittelwerte und Streuung
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Datenauswertung, Diagramm, Mittelwert, Median, Standardabweichung, Anteile, Zeitverlauf, Lesefallen, Auslastung, SQL, Übungsaufgaben, Prüfungsvorbereitung
tl/dr; (Bearbeitungszeit insgesamt 58 min, mehrere Aufgaben): Zwei Übungsaufgaben zur Datenauswertung: Du berechnest die Anteile der Bestellwege eines Fahrradhändlers über vier Monate, wählst ein passendes Diagramm für die Entwicklung, unterscheidest absolute und relative Veränderungen, berechnest Mittelwert, Median, Modus, Spannweite und Standardabweichung von Montagezeiten und ermittelst sie mit SQL. Danach deckst Du Lesefallen in einem Diagramm zum Stromverbrauch auf, berechnest Wochen- und Spitzenauslastung von Laborräumen für eine Investitionsentscheidung und beurteilst Temperaturreihen mit Mittelwert und Standardabweichung. Alle Beispiellösungen sind ausgeblendet und mit Punkteverteilung versehen [AI-Assisted]. (Zuletzt geändert am 29.10.2026)
Diese Übungsaufgaben gehören zum Artikel Daten auswerten und visualisieren: Diagramme, Mittelwerte und Streuung.
Hinweise zur Bearbeitung: Als FIDP oder FIDV musst Du zur Teil-2-Prüfung Aufgaben auf Kernkompetenz-Ebene lösen können, das sind Aufgabe 2.1 und Aufgabe 2.2. Gib bei Rechnungen den Rechenweg an und runde erst am Ende. Diagramme darfst Du als Skizze von Hand zeichnen; wichtig sind Titel, beschriftete Achsen mit Einheit, passende Werte und eine Legende. Schreib Deine Antwort zuerst vollständig auf, bevor Du die Beispiellösung aufklappst.
Du möchtest eigene Aufgaben zum Üben von einem KI-Sprachmodell generieren lassen?
Kopiere den Text in ein KI-Sprachmodell Deiner Wahl und passe Kompetenzstufe, Anzahl, Bearbeitungszeit und Szenario bei Bedarf an. Wie die Aufgaben aufgebaut sind, beschreibt der Artikel Wie sind die Aufgaben aufgebaut?. Prüfe die Ergebnisse mit dem Lehrartikel: KI-Sprachmodelle machen Fehler.
Erstelle neue Übungsaufgaben zum Thema „Datenauswertung: Diagramme,
Mittelwerte und Streuung“.
Bauplan: Halte Dich an Aufbau, Kompetenzstufen, Operatoren,
Anforderungsbereiche, Punkte und Zeitschätzung, die im Artikel
https://oer-informatik.de/aufgaben-aufbau beschrieben sind.
Fachliche Grundlage:
- https://oer-informatik.de/datenauswertung-statistik
- https://oer-informatik.de/sql-groupfunctions
- Stilbeispiel: https://oer-informatik.de/datenauswertung-statistik-uebungsaufgaben
Die Aufgaben sollen Inhalte zu diesen Schlagwörtern abdecken:
- Datenauswertung
- Diagramm
- Mittelwert
- Median
- Standardabweichung
- Anteile
- Zeitverlauf
- Lesefallen
- Auslastung
- SQL
Kompetenzstufe: Kernkompetenz (alternativ: Basiskompetenz, Profilkompetenz, Expertise)
Anzahl: 1 Aufgabe mit Teilaufgaben
Bearbeitungszeit in Minuten ca.: <5 bis 30 min>
Szenario: eines der Szenarien aus dem Bauplan
Vorgehen:
1. Lies zuerst die verlinkten Artikel. Kannst Du keine Webseiten
abrufen, sag mir das, statt zu raten.
2. Steht bei einer Angabe noch ein Platzhalter in <…>, frag mich
zuerst danach. Richte Punkte und Zahl der Teilaufgaben nach der
Bearbeitungszeit (ca. 0,9 min je Punkt).
3. Gib je Aufgabe Titel mit Kompetenzstufe, Ausgangssituation und
Teilaufgaben mit Operator und Punktzahl aus, dazu die geschätzte
Bearbeitungszeit.
4. Gib die Beispiellösungen mit Punkteverteilung erst aus, wenn ich
danach frage.
Aufgabe 2.1: Bestellwege und Montagezeiten bei CSB-Rad (Kernkompetenz)
(ca. 35 min Bearbeitungszeit)
Du bist Auszubildende*r bei der CSB-Rad GmbH in Bielefeld. Geschäftsführerin Sophie Bertram plant für 2027 das Personal im Vertriebsinnendienst und das neue Händlerportal, Werkstattleiter Bastian Ludwig die Montagekapazität. Controllerin Natalia Wróbel hat Dir aus dem Warenwirtschaftssystem gezählt, über welchen Weg die Bestellungen der letzten vier Monate eingegangen sind:
| Bestellweg | Juli | August | September | Oktober |
|---|---|---|---|---|
| Onlineshop | 380 | 410 | 470 | 545 |
| Händlerprogramm CSB-Order | 150 | 140 | 128 | 118 |
| Telefon | 104 | 101 | 102 | 103 |
| 66 | 69 | 60 | 64 |
a) Berechne für jeden Monat die Gesamtzahl der Bestellungen und den Anteil jedes Bestellwegs daran (in %, eine Nachkommastelle). (6 Punkte)
Geg.: Bestellungen je Bestellweg und Monat
Ges.: Monatssummen und relative Häufigkeiten
Monatssummen (2 Punkte): Juli 700, August 720, September 760, Oktober 830 Bestellungen.
Anteile (4 Punkte, je Monat 1 Punkt), z. B. Telefon im Juli: \frac{104}{700} \cdot 100\,\% \approx 14{,}9\,\%
| Anteil in % | Juli | August | September | Oktober |
|---|---|---|---|---|
| Onlineshop | 54,3 | 56,9 | 61,8 | 65,7 |
| CSB-Order | 21,4 | 19,4 | 16,8 | 14,2 |
| Telefon | 14,9 | 14,0 | 13,4 | 12,4 |
| 9,4 | 9,6 | 7,9 | 7,7 | |
| Summe | 100,0 | 99,9 | 99,9 | 100,0 |
Die Summen weichen nur durch Rundung von 100 % ab.
b) Sophie möchte im Strategietreffen zeigen, wie sich das Gewicht der Bestellwege von Juli bis Oktober verschoben hat. Natalia schlägt vier Kreisdiagramme vor, für jeden Monat eines. Entscheide, ob dieser Vorschlag die Frage gut beantwortet, schlage die Darstellung vor, die Du für am besten geeignet hältst, und skizziere sie mit Titel, Achsenbeschriftungen und Legende. (7 Punkte)
Entscheidung mit Begründung (2 Punkte): Vier Kreisdiagramme sind wenig geeignet. Jeder Kreis zeigt nur die Aufteilung eines Monats; um die Entwicklung zu sehen, muss man Winkel zwischen vier getrennten Kreisen vergleichen, und kleine Veränderungen (z. B. Telefon von 14,9 auf 12,4 %) sind kaum zu erkennen.
Vorschlag (1 Punkt): Gefragt ist eine Entwicklung über die Zeit, also ein Liniendiagramm der Anteile: x-Achse die Monate, y-Achse der Anteil in %, eine Linie je Bestellweg. Ebenfalls richtig: ein 100-%-gestapeltes Säulendiagramm mit einer Säule je Monat.
Skizze (4 Punkte: passende Werte 2, Achsen mit Größe und Einheit 1, Titel und Legende 1):
c) Cem Sarıkaya liest aus Deiner Auswertung: „Der Telefonanteil ist seit Juli um ein Sechstel gesunken. Dann können wir die telefonische Erreichbarkeit des Innendienstes ab Januar entsprechend kürzen.“ Beurteile diese Schlussfolgerung anhand der absoluten und der relativen Zahlen. (4 Punkte)
Beurteilung (4 Punkte), z. B.: Die Rechnung stimmt: Der Anteil sinkt von 14,9 % auf 12,4 %, das sind 2,5 Prozentpunkte oder relativ etwa \frac{2{,}5}{14{,}9} \approx 17\,\%. Die absolute Zahl der Telefonbestellungen bleibt aber mit 101 bis 104 je Monat praktisch gleich. Der Anteil sinkt nur, weil die Gesamtzahl durch den Onlineshop wächst (von 700 auf 830). Für die Personalplanung zählt die Arbeitsmenge, also die absolute Zahl: Die Telefonzeiten zu kürzen, ist durch die Daten nicht gedeckt. Außerdem sind vier Monate kurz; saisonale Schwankungen (Fahrradsaison) sollten über ein ganzes Jahr geprüft werden. Auffälliger ist der Rückgang bei CSB-Order (150 auf 118), der für die Planung des Händlerportals untersucht werden sollte.
d) In der Werkstatt wurden die Montagezeiten der letzten zehn Lastenräder notiert (in Minuten):
95, 40, 120, 40, 75, 85, 70, 80, 90, 105
da) Berechne Mittelwert, Median, Modus und Spannweite der Montagezeiten. (6 Punkte)
Geg.: zehn Montagezeiten in min
Ges.: \bar{x}, Median, Modus, Spannweite R
Mittelwert (2 Punkte):
\bar{x} = \frac{95 + 40 + 120 + 40 + 75 + 85 + 70 + 80 + 90 + 105}{10}\,\text{min} = \frac{800}{10}\,\text{min} = \underline{\underline{80{,}000\,\text{min}}}
Median (2 Punkte): sortiert 40, 40, 70, 75, 80, 85, 90, 95, 105, 120; bei zehn Werten Mittel der beiden mittleren:
\tilde{x} = \frac{80\,\text{min} + 85\,\text{min}}{2} = \underline{\underline{82{,}500\,\text{min}}}
Modus (1 Punkt): Der häufigste Wert ist \underline{\underline{40\,\text{min}}} (zweimal).
Spannweite (1 Punkt):
R = 120\,\text{min} - 40\,\text{min} = \underline{\underline{80{,}000\,\text{min}}}
db) Berechne die Standardabweichung der Montagezeiten (die zehn Werte sind die Grundgesamtheit). (5 Punkte)
Ges.: \sigma
Abweichungen vom Mittelwert 80 min und ihre Quadrate (3 Punkte):
| x_i in min | 95 | 40 | 120 | 40 | 75 | 85 | 70 | 80 | 90 | 105 | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| x_i - \bar{x} | 15 | -40 | 40 | -40 | -5 | 5 | -10 | 0 | 10 | 25 | 0 |
| (x_i - \bar{x})^2 | 225 | 1.600 | 1.600 | 1.600 | 25 | 25 | 100 | 0 | 100 | 625 | 5.900 |
Varianz und Standardabweichung (2 Punkte):
\sigma^2 = \frac{5.900\,\text{min}^2}{10} = 590\,\text{min}^2
\sigma = \sqrt{590\,\text{min}^2} \approx \underline{\underline{24{,}290\,\text{min}}}
(Zum Vergleich: Als Stichprobe mit n - 1 = 9 ergäbe sich \sqrt{5.900 / 9} \approx 25{,}604 min; hier ist das nicht gefragt, weil die zehn Werte laut Aufgabe die Grundgesamtheit sind.)
dc) Interpretiere die Ergebnisse für die Planung der Werkstatt. Bastian vermutet, dass die beiden Räder mit 40 Minuten vom Fertigungspartner schon vormontiert geliefert wurden. Beziehe das in Deine Interpretation ein. (4 Punkte)
Interpretation mit Bezug zur Planung (4 Punkte), z. B.: Eine Lastenradmontage dauert im Mittel 80 min, die Hälfte der Montagen höchstens 82,5 min. Die Standardabweichung von rund 24 min ist im Verhältnis zum Mittelwert groß (etwa 30 %), die Montagezeiten streuen also stark; eine Planung mit genau 80 min je Rad würde oft nicht aufgehen. Der Modus von 40 min ist hier nicht typisch, sondern entsteht durch die zwei auffällig kurzen Werte. Stammen diese von vormontierten Rädern, gehören sie zu einem anderen Ablauf und sollten getrennt ausgewertet werden: Ohne sie liegt der Mittelwert bei 90 min (Standardabweichung rund 15 min). Für die Planung von vollständig zu montierenden Lastenrädern sind also eher 90 min plus Puffer anzusetzen.
e) Die Montagezeiten werden künftig in der MariaDB-Datenbank in der Tabelle montage (montage_id, radtyp, dauer_min) erfasst. Notiere für MariaDB eine Abfrage, die je Radtyp die Anzahl der Montagen, den Mittelwert, die kürzeste und die längste Montagezeit sowie die Standardabweichung (Grundgesamtheit) ausgibt; Mittelwert und Standardabweichung sind auf eine Nachkommastelle zu runden. (6 Punkte)
Je richtiger Kennzahl (Anzahl, Mittelwert, Minimum, Maximum, Standardabweichung) 1 Punkt (5), GROUP BY radtyp 1 Punkt:
SELECT radtyp,
COUNT(*) AS anzahl,
ROUND(AVG(dauer_min), 1) AS mittelwert,
MIN(dauer_min) AS minimum,
MAX(dauer_min) AS maximum,
ROUND(STDDEV_POP(dauer_min), 1) AS standardabweichung
FROM montage
GROUP BY radtyp;Statt STDDEV_POP() sind in MariaDB auch STDDEV() und STD() richtig. Ergebnis mit den Daten aus d) und fünf Stadträdern (35, 42, 38, 45, 40 min):
| radtyp | anzahl | mittelwert | minimum | maximum | standardabweichung |
|---|---|---|---|---|---|
| Lastenrad | 10 | 80.0 | 40 | 120 | 24.3 |
| Stadtrad | 5 | 40.0 | 35 | 45 | 3.4 |
Den Median liefert MariaDB als Fensterfunktion: SELECT DISTINCT radtyp, MEDIAN(dauer_min) OVER (PARTITION BY radtyp) AS median FROM montage; (Lastenrad 82,5, Stadtrad 40). Tabelle, Daten und Abfragen zum Ausprobieren: src/montage.sql.
Aufgabe 2.2: Energiebericht, Laborbelegung und Klimawerte der Schul-IT (Kernkompetenz)
(ca. 23 min Bearbeitungszeit)
Die Schul-IT OWL betreibt im Untergeschoss von Gebäude B des Ratz und Rübe Berufskollegs (RRB) in Bielefeld den Serverraum mit den Virtualisierungshosts der Schulen. Du unterstützt Netzwerkadministratorin Svenja Krämer bei mehreren Auswertungen für die Planung 2027.
Ein Praktikant hat für die Monatsbesprechung den Stromverbrauch des Serverraums aus den Abrechnungen des Stromzählers (in kWh je Monat) als Diagramm aufbereitet und schreibt dazu: „Seit April hat sich der Verbrauch mehr als verzehnfacht!“
a) Nenne drei Gestaltungsmängel des Diagramms und erläutere jeweils, wie sie den Eindruck verzerren. (6 Punkte)
Je Mangel mit Erläuterung 2 Punkte, drei davon sind gefordert:
Abgeschnittene y-Achse: Die Säulen beginnen bei 6.000 statt bei 0. Dadurch sieht die Oktobersäule fast dreizehnmal so hoch aus wie die Aprilsäule, obwohl der Wert nur knapp 10 % größer ist.
Ungleiche Zeitabstände: Januar, April, September und Oktober stehen in gleichem Abstand nebeneinander, dazwischen fehlen Monate. Ein Verlauf wird vorgetäuscht, saisonale Schwankungen (z. B. Klimatisierung im Sommer) bleiben unsichtbar.
Fehlende Einheit: Die y-Achse heißt nur „Verbrauch“; ob kWh, MWh oder Euro gemeint sind, bleibt offen.
Wertender Titel ohne Zeitraum: „explodiert!“ ist eine Behauptung, keine Beschreibung; Zeitraum, Messstelle und Datenquelle fehlen.
Hervorhebung: Die rote Färbung nur einer Säule lenkt den Blick zusätzlich auf den gewünschten Eindruck.
b) Berechne die tatsächliche Veränderung von April bis Oktober in Prozent und formuliere einen sachlichen Titel für ein korrigiertes Diagramm. (3 Punkte)
Rechnung (2 Punkte):
\frac{6.640\,\text{kWh} - 6.050\,\text{kWh}}{6.050\,\text{kWh}} \cdot 100\,\% = \frac{590\,\text{kWh}}{6.050\,\text{kWh}} \cdot 100\,\% \approx \underline{\underline{9{,}752\,\%}}
Der Verbrauch ist also um knapp 10 % gestiegen, nicht auf das Zehnfache. Gegenüber Januar (6.480 kWh) sind es nur rund 2,5 %.
Titel (1 Punkt), z. B.: „Stromverbrauch Serverraum B je Monat in kWh, Januar bis Oktober 2026“ (dann mit allen zehn Monaten und y-Achse ab 0).
c) Bevor der Schulträger neue Laborrechner bestellt, soll die Belegung der Fachräume untersucht werden. Das Raumbuchungsportal liefert für eine typische Unterrichtswoche die gebuchten Stunden je Raum und Tag; jeder Raum steht täglich 8 Stunden zur Verfügung.
| Raum (Raumtyp) | Mo | Di | Mi | Do | Fr |
|---|---|---|---|---|---|
| B101 (IT-Labor) | 7 | 8 | 8 | 6 | 4 |
| B102 (IT-Labor) | 3 | 6 | 8 | 2 | 1 |
| B103 (IT-Labor) | 8 | 7 | 8 | 7 | 5 |
| B110 (Netzwerklabor) | 6 | 8 | 5 | 8 | 3 |
| B111 (Netzwerklabor) | 2 | 0 | 4 | 1 | 3 |
| C010 (Medienraum) | 1 | 3 | 0 | 2 | 2 |
ca) Ermittle je Raumtyp die Auslastung über die ganze Woche und den Wochentag mit der höchsten Belegung samt der Auslastung an diesem Tag. (7 Punkte)
Verfügbar sind je Raum 5 · 8 h = 40 h pro Woche und 8 h pro Tag (Rechenweg 1 Punkt). Je Raumtyp Wochenauslastung 1 Punkt und stärkster Tag 1 Punkt:
| Raumtyp | Räume | belegt / verfügbar pro Woche | Wochenauslastung | stärkster Tag | Auslastung an diesem Tag |
|---|---|---|---|---|---|
| IT-Labor | 3 | 88 h / 120 h | 73,3 % | Mittwoch (24 h von 24 h) | 100,0 % |
| Netzwerklabor | 2 | 40 h / 80 h | 50,0 % | Mittwoch und Donnerstag (je 9 h von 16 h) | 56,3 % |
| Medienraum | 1 | 8 h / 40 h | 20,0 % | Dienstag (3 h von 8 h) | 37,5 % |
Beispiel IT-Labor: \frac{33 + 20 + 35}{3 \cdot 40} \cdot 100\,\% = \frac{88\,\text{h}}{120\,\text{h}} \cdot 100\,\% \approx 73{,}3\,\%.
cb) Die Schulleitung erwägt zwei Varianten: (A) den Medienraum C010 mit neuen Rechnern zu einem vierten IT-Labor auszubauen oder (B) keine Rechner zu kaufen und stattdessen die Buchungen gleichmäßiger über die Woche und die Räume zu verteilen. Entscheide Dich begründet für eine Variante oder eine Kombination; beziehe Durchschnitts- und Spitzenwerte ein. (5 Punkte)
Begründete Entscheidung mit Bezug zu Durchschnitt und Spitze (5 Punkte), z. B.:
Im Durchschnitt reichen die IT-Labore (73,3 %), am Mittwoch sind sie aber vollständig belegt; dann kann keine weitere Klasse in ein IT-Labor. Der Durchschnitt verdeckt diesen Engpass. Gleichzeitig ist Platz vorhanden: Montag (6 h frei), Donnerstag (9 h) und Freitag (14 h frei). Das Netzwerklabor B111 ist mit 10 h und der Medienraum mit 8 h in der Woche kaum genutzt.
Empfehlung: zuerst Variante B, also einzelne Mittwochsbuchungen auf Donnerstag oder Freitag verlegen und prüfen, ob Kurse ohne besondere Laborausstattung in B111 oder C010 passen. Lässt der Stundenplan das nicht zu (z. B. weil Lehrkräfte oder Klassen nur mittwochs können), ist Variante A sinnvoll, weil C010 ohnehin zu 80 % frei steht. Eine Woche ist als Datengrundlage knapp; vor einer Investition sollte über mehrere Wochen ausgewertet werden.
d) Für die Planung der Klimatisierung hat Svenja die Zulufttemperatur vor zwei Rack-Reihen vier Wochen lang aufgezeichnet. Für die Zuluft gilt ein empfohlener Bereich von 18 bis 27 °C (Empfehlung der ASHRAE für Rechenzentren).
| Messstelle | Mittelwert | Standardabweichung |
|---|---|---|
| Rack-Reihe 1 | 24,8 °C | 0,6 °C |
| Rack-Reihe 2 | 22,1 °C | 2,3 °C |
Ein Kollege meint: „Reihe 1 ist im Schnitt fast 3 Grad wärmer, also müssen wir dort nachbessern.“ Beurteile diese Aussage mithilfe beider Kenngrößen. (4 Punkte)
Beurteilung (4 Punkte), z. B.: Der Mittelwert allein sagt nichts darüber, wie oft der Bereich verlassen wird; dafür braucht man die Streuung. Bei ungefähr normalverteilten Werten liegen rund 95 % der Messungen im Bereich \bar{x} \pm 2\sigma:
Reihe 1: 24,8 °C ± 1,2 °C, also 23,6 bis 26,0 °C. Die Zuluft ist wärmer, aber sehr gleichmäßig und bleibt sicher unter 27 °C.
Reihe 2: 22,1 °C ± 4,6 °C, also 17,5 bis 26,7 °C. Trotz des niedrigeren Mittelwerts unterschreitet die Zuluft hier zeitweise 18 °C und kommt auch an 27 °C heran.
Die Aussage ist also falsch herum: Handlungsbedarf besteht eher bei Reihe 2, deren Temperatur stark schwankt (z. B. durch Luftkurzschlüsse, fehlende Blindabdeckungen oder ungünstig verteilte Last). Reihe 1 ist unkritisch; ihre etwas höhere Zulufttemperatur kann sogar Kühlenergie sparen.
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