Übungsaufgaben zu Switches
https://bildung.social/@oerinformatik/
https://oer-informatik.de/switches-uebungsaufgaben
Switch, MAC-Adresstabelle, Managed Switch, Industrie-Switch, PoE-Budget, Spanning Tree, Root Bridge, Link Aggregation, Port-Security, Übungsaufgaben, Prüfungsvorbereitung
tl/dr; (Bearbeitungszeit insgesamt 82 min, mehrere Aufgaben): Zwei umfangreiche Übungsaufgaben: Switches für ein Werksgelände auswählen (MAC-Tabelle, Managed und Layer-3-Switch, Funktionen eines Managed Switches zuordnen, ACL-Fehlersuche, Datenblattvergleich mit PoE-Budget, Industrie-Switch, Link Aggregation, Auto-Negotiation und Duplex-Fehler) und ein Schulnetz redundant und sicher betreiben (Root Bridge, Spanning-Tree-Ausgabe auswerten, Verhalten bei Faserausfall, LACP-Bündel und Lastverteilung, QoS, Fehlersuche bei Port-Security, Absicherung des Management-Zugangs, Out-of-Band-Management, Port-Mirroring). Alle Lösungen sind ausgeblendet und mit Punkteverteilung versehen [AI-Assisted]. (Zuletzt geändert am 28.10.2026)
Diese Übungsaufgaben gehören zum Artikel Switches: Funktionsweise, Auswahl, Redundanz und Absicherung.
Hinweise zur Bearbeitung: Als FISY, FIDV oder ISE musst Du zur Teil-2-Prüfung Aufgaben auf Kernkompetenz-Ebene lösen können, das sind Aufgabe 2.1 und Aufgabe 2.2. Schreib Deine Lösung zuerst vollständig auf, bevor Du die Beispiellösung aufklappst.
Du möchtest eigene Aufgaben zum Üben von einem KI-Sprachmodell generieren lassen?
Kopiere den Text in ein KI-Sprachmodell Deiner Wahl und passe Kompetenzstufe, Anzahl, Bearbeitungszeit und Szenario bei Bedarf an. Wie die Aufgaben aufgebaut sind, beschreibt der Artikel Wie sind die Aufgaben aufgebaut?. Prüfe die Ergebnisse mit dem Lehrartikel: KI-Sprachmodelle machen Fehler.
Erstelle neue Übungsaufgaben zum Thema „Switches“.
Bauplan: Halte Dich an Aufbau, Kompetenzstufen, Operatoren,
Anforderungsbereiche, Punkte und Zeitschätzung, die im Artikel
https://oer-informatik.de/aufgaben-aufbau beschrieben sind.
Fachliche Grundlage:
- https://oer-informatik.de/switches
- https://oer-informatik.de/strukturierte-verkabelung
- https://oer-informatik.de/osi-modell-protokolle
- Stilbeispiel: https://oer-informatik.de/switches-uebungsaufgaben
Die Aufgaben sollen Inhalte zu diesen Schlagwörtern abdecken:
- Switch
- MAC-Adresstabelle
- Managed Switch
- Industrie-Switch
- PoE-Budget
- Spanning Tree
- Root Bridge
- Link Aggregation
- Port-Security
Kompetenzstufe: Kernkompetenz (alternativ: Basiskompetenz, Profilkompetenz, Expertise)
Anzahl: 1 Aufgabe mit Teilaufgaben
Bearbeitungszeit in Minuten ca.: <5 bis 30 min>
Szenario: eines der Szenarien aus dem Bauplan
Vorgehen:
1. Lies zuerst die verlinkten Artikel. Kannst Du keine Webseiten
abrufen, sag mir das, statt zu raten.
2. Steht bei einer Angabe noch ein Platzhalter in <…>, frag mich
zuerst danach. Richte Punkte und Zahl der Teilaufgaben nach der
Bearbeitungszeit (ca. 0,9 min je Punkt).
3. Gib je Aufgabe Titel mit Kompetenzstufe, Ausgangssituation und
Teilaufgaben mit Operator und Punktzahl aus, dazu die geschätzte
Bearbeitungszeit.
4. Gib die Beispiellösungen mit Punkteverteilung erst aus, wenn ich
danach frage.
Aufgabe 2.1: Switches für das Werksgelände in Sennestadt (Kernkompetenz)
(ca. 38 min Bearbeitungszeit)
Die CSB-Rad GmbH lässt ihr Werksgelände in Bielefeld-Sennestadt neu verkabeln (Bürogebäude mit Serverschrank, Werkstatthalle, Lagerhalle, dazu ein Versandcontainer auf dem Hof). Cem Sarıkaya, Geschäftsführer Technik und IT, bittet Dich, die aktiven Netzkomponenten auszuwählen.
a) In der Werkstatt hängt noch ein alter Switch mit acht Ports, dessen MAC-Adresstabelle nach einem Neustart leer ist. Angeschlossen sind:
| Port | Gerät | MAC-Adresse (Ende) |
|---|---|---|
| 1 | Diagnose-PC | …:11 |
| 3 | Werkstatt-Tablet (Dockingstation) | …:23 |
| 5 | Etikettendrucker | …:55 |
| 8 | Uplink zum Etagenverteiler (dahinter u. a. der Router …:01) |
– |
Ermittle für die folgenden Frames, welcher Eintrag in der MAC-Adresstabelle entsteht und an welche Ports der Switch den Frame weiterleitet. (5 Punkte)
| Nr. | Quelle → Ziel | neuer Eintrag | weitergeleitet an Port(s) |
|---|---|---|---|
| 1 | Diagnose-PC → Etikettendrucker | ||
| 2 | Etikettendrucker → Diagnose-PC | ||
| 3 | Werkstatt-Tablet → Broadcast (ARP-Anfrage) | ||
| 4 | Router → Werkstatt-Tablet | ||
| 5 | Diagnose-PC → Router |
b) Der alte Switch ist „unmanaged“. Für die neue Verkabelung stehen managed und unmanaged Switches zur Wahl. Gib an, welche Art Du auswählst, und begründe Deine Entscheidung. (3 Punkte)
c) Für die neuen Managed Switches sind unter anderem QoS, IEEE 802.1X, Port-Security und PoE-Management vorgesehen. Ordne jeder der folgenden Situationen auf dem Werksgelände die passende Funktion zu und begründe kurz, wie sie das Problem löst. (4 Punkte)
- Während Bastian Ludwig große Konstruktionsdateien vom Rahmenwerk OWL herunterlädt, werden Telefonate in der Werkstatt abgehackt.
- Leiharbeitskräfte melden sich in der Saison an wechselnden Plätzen an und sollen nur das Lager-Netz erreichen.
- Die Dose des Etikettendruckers in der Halle ist frei zugänglich; dort soll nie ein anderes Gerät arbeiten können.
- Eine Kamera an der Hofeinfahrt hängt sich gelegentlich auf; bisher muss jemand mit der Leiter hinauf und den Stecker ziehen.
a) Je Zeile 1 Punkt (0,5 Eintrag, 0,5 Ports):
| Nr. | Quelle → Ziel | neuer Eintrag | weitergeleitet an Port(s) |
|---|---|---|---|
| 1 | Diagnose-PC → Etikettendrucker | …:11 an Port 1 |
2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 (Ziel unbekannt: fluten) |
| 2 | Etikettendrucker → Diagnose-PC | …:55 an Port 5 |
1 |
| 3 | Werkstatt-Tablet → Broadcast | …:23 an Port 3 |
1, 2, 4, 5, 6, 7, 8 (Broadcast: fluten) |
| 4 | Router → Werkstatt-Tablet | …:01 an Port 8 |
3 |
| 5 | Diagnose-PC → Router | – (Eintrag für …:11 wird nur aufgefrischt) |
8 |
b) Managed Switches (1 Punkt), weil die Netze von Büro, Werkstatt, Lager und Kameras in VLANs getrennt werden sollen, Ports gegen fremde Geräte gesichert und Auslastung und Ausfälle überwacht werden müssen; das ist nur mit konfigurierbaren Switches möglich (2 Punkte).
c) Je Situation 1 Punkt:
QoS: Sprachpakete werden gekennzeichnet und vor dem Download weitergeleitet; Gespräche bleiben verständlich, obwohl die Leitung ausgelastet ist.
IEEE 802.1X: Die Person meldet sich mit ihrem Konto an; der RADIUS-Server lässt sie zu und weist ihr unabhängig von der Dose das Lager-VLAN zu.
Port-Security: Am Port ist nur die MAC-Adresse des Etikettendruckers erlaubt; ein anderes Gerät wird gesperrt bzw. gemeldet.
PoE-Management: Die Administration schaltet die Stromversorgung des Kamera-Ports aus der Ferne kurz ab und wieder ein; die Kamera startet neu, ohne dass jemand hinaufsteigen muss.
d) Im Serverschrank des Bürogebäudes routet ein Layer-3-Switch als Core-Switch zwischen den VLANs und filtert dabei mit einer Zugriffsliste (ACL), die er von oben nach unten abarbeitet; die erste passende Regel gilt. Die Kameras liegen im Netz 172.20.45.0/24, der Videorekorder (NVR) mit der Adresse 172.20.41.20 holt die Bilder per RTSP (TCP-Port 554) bei den Kameras ab. Sonst soll kein Verkehr ins Kamera-Netz hinein oder aus ihm heraus möglich sein. Emre Aksoy hat folgende Regeln eingetragen:
| Nr. | Quelle | Ziel | Protokoll/Port | Aktion |
|---|---|---|---|---|
| 10 | beliebig | 172.20.45.0/24 |
alle | verwerfen |
| 20 | 172.20.41.20 |
172.20.45.0/24 |
TCP, Zielport 554 | erlauben |
| 30 | 172.20.45.0/24 |
beliebig | alle | verwerfen |
| 40 | beliebig | beliebig | alle | erlauben |
Seitdem zeigt der Videorekorder keine Bilder mehr. Ermittle die beiden Fehler in der Regelliste und gib eine korrigierte Liste an. (5 Punkte)
e) Für den Etagenverteiler der Lagerhalle (19-Zoll-Schrank im beheizten Technikraum, 5 °C bis 35 °C) gelten folgende Anforderungen: 6 Access Points (IEEE 802.3at), 8 Kameras (IEEE 802.3af), 1 Leitstand-PC, 2 Etikettendrucker und 2 Ladestationen für Handscanner (alle 1 Gbit/s), Uplink zum Core-Switch über Glasfaser mit 10 Gbit/s, eine Glasfaserverbindung mit 1 Gbit/s zum Versandcontainer, VLANs.
| Merkmal | NetBasic 24P | NetPro 24P-4X | NetPro 48P-4X | FieldLink 8P-IND | DeskLink 8 |
|---|---|---|---|---|---|
| Management | unmanaged | managed, Layer 2 | managed, Layer 2 | managed, Layer 2 | unmanaged |
| RJ45-Ports | 24 × 1 Gbit/s PoE+ | 24 × 1 Gbit/s PoE+ | 48 × 1 Gbit/s PoE+ | 8 × 1 Gbit/s PoE+ | 8 × 1 Gbit/s, kein PoE |
| Glasfaser | 2 × SFP (1 Gbit/s) | 4 × SFP+ (1/10 Gbit/s) | 4 × SFP+ (1/10 Gbit/s) | 2 × SFP (1 Gbit/s) | – |
| PoE-Budget | 190 W | 370 W | 740 W | 240 W | – |
| Betriebstemperatur | 0 °C bis 40 °C | 0 °C bis 45 °C | 0 °C bis 45 °C | −40 °C bis +75 °C, lüfterlos | 0 °C bis 40 °C |
| Bauform, Versorgung | 19 Zoll, 230 V | 19 Zoll, 230 V | 19 Zoll, 230 V | Hutschiene, IP30, 2 × 24 V DC, EMV nach Industrienorm | Desktop, Steckernetzteil |
| Preis | 640 € | 1.890 € | 3.250 € | 1.240 € | 69 € |
ea) Berechne das PoE-Budget, das der Switch im ungünstigsten Fall bereitstellen muss. (2 Punkte)
eb) Entscheide Dich für ein Modell für den Etagenverteiler der Lagerhalle und begründe Deine Auswahl mit drei Argumenten. (4 Punkte)
ec) Später sollen über den gewählten Switch zusätzlich zwei Türleser an den Hallentoren versorgt werden (IEEE 802.3at, laut Datenblatt 25,5 W am Gerät). Prüfe, ob PoE-Budget und Ports dafür reichen, und begründe, mit welcher Leistung je Türleser Du rechnest. (3 Punkte)
d) Fehler (je 1,5 Punkte):
Reihenfolge: Regel 10 verwirft jeden Verkehr ins Kamera-Netz, bevor Regel 20 geprüft wird; auch der Abruf durch den NVR trifft zuerst Regel 10. Die Erlaubnisregel muss vor der Verbotsregel stehen.
Antworten fehlen: Die ACL arbeitet zustandslos. Die Antworten der Kameras (Quellport 554) an den NVR treffen Regel 30 und werden verworfen; es fehlt eine Regel, die sie erlaubt.
Korrigierte Liste (2 Punkte), z. B.:
| Nr. | Quelle | Ziel | Protokoll/Port | Aktion |
|---|---|---|---|---|
| 10 | 172.20.41.20 |
172.20.45.0/24 |
TCP, Zielport 554 | erlauben |
| 20 | 172.20.45.0/24 |
172.20.41.20 |
TCP, Quellport 554, nur bestehende Verbindungen | erlauben |
| 30 | beliebig | 172.20.45.0/24 |
alle | verwerfen |
| 40 | 172.20.45.0/24 |
beliebig | alle | verwerfen |
| 50 | beliebig | beliebig | alle | erlauben |
ea)
Geg.: 6 Access Points mit IEEE 802.3at (30 W je Port am Switch), 8 Kameras mit IEEE 802.3af (15,4 W je Port)
Ges.: PoE-Budget P_{\mathrm{PoE}}
P_{\mathrm{PoE}} = 6 \cdot 30\,\mathrm{W} + 8 \cdot 15{,}4\,\mathrm{W} = 180\,\mathrm{W} + 123{,}2\,\mathrm{W} = \underline{\underline{303{,}2\,\mathrm{W}}}
(je Summand 1 Punkt)
eb) NetPro 24P-4X (1 Punkt). Argumente (je 1 Punkt):
managed, also VLANs möglich (NetBasic und DeskLink scheiden aus);
24 RJ45-Ports reichen für 19 Geräte mit Reserve; PoE-Budget 370 W > 303,2 W (NetBasic: nur 190 W);
4 × SFP+: ein Port für den 10-Gbit/s-Uplink, einer für die 1-Gbit/s-Verbindung zum Container, Reserve für einen zweiten Uplink;
Temperaturbereich passt zum beheizten Technikraum; günstiger als das überdimensionierte 48-Port-Modell.
ec) Je Türleser wird mit der Leistung gerechnet, die der Switch-Port nach IEEE 802.3at höchstens bereitstellen muss: 30 W, nicht 25,5 W, denn die Differenz geht in der Leitung verloren (1 Punkt).
P_{\mathrm{neu}} = 303{,}2\,\mathrm{W} + 2 \cdot 30\,\mathrm{W} = \underline{\underline{363{,}2\,\mathrm{W}}} < 370\,\mathrm{W}
Das Budget reicht, die Reserve beträgt aber nur noch 6,8 W (1 Punkt). Ports: 19 + 2 = 21 von 24 RJ45-Ports belegt, es bleiben drei frei (1 Punkt).
f) Der Uplink der Lagerhalle wird bisher mit einer 10-Gbit/s-Leitung geplant.
fa) Ermittle die Datenrate, mit der der Uplink im ungünstigsten Fall belastet werden kann, wenn alle 19 Geräte und die Verbindung zum Container gleichzeitig mit voller Geschwindigkeit senden. Bestimme, wie viele 10-Gbit/s-Leitungen dafür nötig wären. (3 Punkte)
fb) Nenne die Technik, mit der mehrere Leitungen zu einer logischen Verbindung zusammengefasst werden. (1 Punkt)
g) Im Versandcontainer auf dem Hof (80 m von der Lagerhalle, unbeheizt, im Sommer bis 45 °C, im Winter bis −15 °C, staubig) sollen der Packplatz-PC, ein Etikettendrucker und eine Außenkamera (PoE) angeschlossen werden. Die Verbindung zur Lagerhalle erfolgt über Glasfaser.
Prüfe die fünf Modelle aus der Tabelle der Reihe nach gegen die Bedingungen im Container: Schließe jedes ungeeignete Modell mit dem entscheidenden Grund aus und gib an, welches Modell übrig bleibt und was bei seiner Montage zusätzlich zu beachten ist. (5 Punkte)
h) Bei der Inbetriebnahme der Lagerhalle fallen zwei Anschlüsse auf. Am Leitstand-PC (Linux) liefert ethtool folgende Ausgabe (Auszug):
$ ethtool enp3s0
Settings for enp3s0:
Supported link modes: 10baseT/Half 10baseT/Full
100baseT/Half 100baseT/Full
1000baseT/Full
Advertised link modes: 100baseT/Full
Link partner advertised link modes: 10baseT/Half 10baseT/Full
100baseT/Half 100baseT/Full
1000baseT/Full
Speed: 100Mb/s
Duplex: Full
Auto-negotiation: on
Link detected: yes
Für den Port des zweiten Etikettendruckers zeigt der Switch (Auszug):
Port 14 Etikettendrucker-2
Link : up
Auto-negotiation : enabled (no negotiation received from partner)
Speed / Duplex : 100M / half
Rx CRC errors : 418
Late collisions : 2307
Am Drucker selbst ist im Menü fest „100 Mbit/s Vollduplex“ eingestellt.
ha) Ermittle aus der ethtool-Ausgabe die tatsächliche Geschwindigkeit des Leitstand-PCs, begründe sie und gib an, wie Du den Fehler behebst. (3 Punkte)
hb) Erkläre, wie die feste Einstellung am Drucker zu der Anzeige am Switch führt, welche Folgen das für den Druckbetrieb hat und wie Du den Fehler beseitigst. (4 Punkte)
fa)
Geg.: 19 Geräte mit je 1 Gbit/s, Containerverbindung 1 Gbit/s, Uplink-Leitungen mit je 10 Gbit/s
Ges.: maximale Datenrate r und Zahl der Leitungen n
r = 19 \cdot 1\,\mathrm{Gbit/s} + 1\,\mathrm{Gbit/s} = \underline{\underline{20\,\mathrm{Gbit/s}}}
n = \left\lceil \frac{20\,\mathrm{Gbit/s}}{10\,\mathrm{Gbit/s}} \right\rceil = \underline{\underline{2}}
(2 Punkte für die Datenrate, 1 Punkt für die Zahl der Leitungen; also eine zusätzliche Leitung zum geplanten Uplink.)
fb) Link Aggregation (LACP, IEEE 802.3ad/802.1AX; auch Port-Channel, EtherChannel, Trunking/Bonding) (1 Punkt).
g) Ausschluss (je Zeile 1 Punkt), z. B.:
NetBasic 24P: nur 0 °C bis 40 °C, 19-Zoll-Gerät mit Lüfter ohne Schutz gegen Staub; außerdem unmanaged.
NetPro 24P-4X und NetPro 48P-4X: 0 °C bis 45 °C reicht im Winter nicht (−15 °C); 19-Zoll-Bauform mit Lüftern, für drei Geräte völlig überdimensioniert.
DeskLink 8: kein Glasfaseranschluss, kein PoE für die Außenkamera, Temperaturbereich zu klein.
Übrig bleibt der FieldLink 8P-IND (1 Punkt): −40 °C bis +75 °C, lüfterlos (saugt keinen Staub an), zwei SFP-Ports für die Glasfaser, PoE+ für die Kamera, acht Ports reichen. Zu beachten (1 Punkt): Das Gehäuse in IP30 schützt nur gegen Fremdkörper ab 2,5 mm, nicht gegen Staub. Der Switch gehört deshalb auf eine Hutschiene in einem staubgeschützten Verteilerkasten (z. B. IP54), dazu ein 24-V-Netzteil (redundant zwei Einspeisungen möglich), das ebenfalls für Temperatur und Staub geeignet ist.
ha) Bei der Auto-Negotiation teilen sich beide Seiten mit, welche Geschwindigkeiten und Duplexverfahren sie anbieten, und wählen den höchsten gemeinsamen Modus (1 Punkt). Die Netzwerkkarte könnte 1000baseT/Full, bietet aber nur 100baseT/Full an („Advertised link modes“); der Switch bietet bis 1000baseT/Full an, gemeinsam ist also nur 100 Mbit/s Vollduplex (1 Punkt). Abhilfe: wieder alle Modi anbieten, z. B. sudo ethtool -s enp3s0 autoneg on advertise 0x03f, und die Einstellung dauerhaft in der Netzwerkkonfiguration (z. B. NetworkManager) ändern; bleibt es danach bei 100 Mbit/s, das Kabel prüfen (1 Punkt).
hb) Mit fester Einstellung sendet der Drucker keine Auto-Negotiation-Informationen (1 Punkt). Der Switch erkennt am Signal nur die Geschwindigkeit (100 Mbit/s), nicht das Duplexverfahren, und muss dann Halbduplex annehmen (1 Punkt). Es entsteht ein Duplex-Mismatch: Der Drucker sendet, wann er will, der Switch wertet gleichzeitiges Senden als Kollision; späte Kollisionen und CRC-Fehler führen zu verworfenen und wiederholten Frames, Druckaufträge kommen langsam oder brechen ab (1 Punkt). Zur Einordnung der Zähler: Typisch sind beim Duplex-Mismatch späte Kollisionen auf der Halbduplex-Seite (hier der Switch-Port), während die Vollduplex-Seite (hier der Drucker) vor allem FCS- bzw. CRC-Fehler und Runts sieht, weil der Switch seine Frames bei einer vermeintlichen Kollision abbricht. Die vielen Rx-CRC-Fehler am Switch sind daher eher untypisch; die Gegenseite ist von CRC-Fehlern meist stärker betroffen. Am Befund Duplex-Mismatch ändert das nichts. Abhilfe: Drucker auf automatische Aushandlung stellen; geht das nicht, auf beiden Seiten dieselben festen Werte (100 Mbit/s, Vollduplex) einstellen (1 Punkt).
Aufgabe 2.2: Das Schulnetz redundant und sicher betreiben (Kernkompetenz)
(ca. 44 min Bearbeitungszeit)
Vor dem Barcamp überprüft Svenja Krämer, Netzwerkadministratorin der Schul-IT OWL, gemeinsam mit Dir das Netz des Ratz und Rübe Berufskollegs. Die Gebäudeverteiler-Switches der drei Gebäude sind redundant miteinander verbunden:
a) Alle drei Switches arbeiten mit Rapid Spanning Tree (RSTP) und den Werkseinstellungen:
| Switch | Bridge-Priorität | MAC-Adresse |
|---|---|---|
| SW-B0 | 32768 | 70:B5:E8:0B:10:00 |
| SW-A0 | 32768 | 70:B5:E8:0A:10:00 |
| SW-C0 | 32768 | 70:B5:E8:0C:10:00 |
Emre Aksoy meint: „Root Bridge wird doch automatisch der Switch mit den schnellsten Leitungen, also SW-B0.“ Nimm Stellung zu seiner Aussage und bestimme, welcher Switch tatsächlich Root Bridge ist. (4 Punkte)
b) Auf SW-C0 liefert die Abfrage des Spanning Trees folgende Ausgabe:
SW-C0# show spanning-tree
Spanning tree enabled, protocol RSTP
Root ID Priority 32768 Address 70:B5:E8:0A:10:00
Root path cost 4000 Root port Te1/0/49
Bridge ID Priority 32768 Address 70:B5:E8:0C:10:00
Interface Role State Cost Link
Gi1/0/48 Alternate Discarding 20000 1 Gbit/s
Te1/0/49 Root Forwarding 2000 10 Gbit/s
Werte die Ausgabe aus: Beschreibe, über welchen Weg SW-C0 die Root Bridge erreicht, wie die Pfadkosten von 4000 zustande kommen und warum gerade Gi1/0/48 keine Daten weiterleitet. (4 Punkte)
c) Während der Keynote wird die Faser zwischen SW-B0 und SW-C0 bei Bauarbeiten durchtrennt. Beschreibe, welcher Port von SW-C0 danach welche Rolle übernimmt, wie hoch die Pfadkosten zur Root Bridge dann sind und wie schnell der Stream in Gebäude C wieder läuft. (4 Punkte)
a) Die Aussage stimmt nicht (1 Punkt): Die Root Bridge wird allein über die Bridge-ID aus Priorität und MAC-Adresse gewählt; die kleinste gewinnt, die Bandbreite spielt dabei keine Rolle (1 Punkt). Da alle Prioritäten gleich sind, entscheidet die kleinste MAC-Adresse: SW-A0 (…:0A:… < …:0B:… < …:0C:…) (1 Punkt). Die Bandbreite wirkt erst über die Pfadkosten auf die Wahl der Root Ports; soll SW-B0 Root werden, muss seine Priorität gesenkt werden (1 Punkt).
b) Weg (1 Punkt): SW-C0 erreicht die Root Bridge SW-A0 über seinen Root Port Te1/0/49, also über SW-B0. Kosten (1 Punkt): 2000 für die 10-Gbit/s-Faser C0–B0 plus 2000 für die Faser B0–A0 ergibt 4000. Gi1/0/48 (2 Punkte): Der direkte Weg über die 1-Gbit/s-Leitung kostet 20000 und ist teurer; auf dieser Leitung ist der Port der Root Bridge Designated Port. Der Port von SW-C0 ist deshalb Alternate Port und verwirft Frames, damit keine Schleife entsteht; er bleibt als Ersatzweg bereit.
c) Te1/0/49 verliert den Link (1 Punkt). Der bisherige Alternate Port Gi1/0/48 wird Root Port und leitet weiter (1 Punkt). Pfadkosten zur Root: 20000 über die direkte 1-Gbit/s-Leitung (1 Punkt). Weil RSTP den Alternate Port schon vorbereitet hat, schaltet es ohne die Wartezeiten des klassischen STP (dort 30 bis 50 s) innerhalb von Sekundenbruchteilen bis wenigen Sekunden um; der Stream stockt nur kurz, muss aber mit 1 Gbit/s auskommen (1 Punkt).
d) Zwischen SW-B0 und SW-A0 liegt bisher eine 10-Gbit/s-Faser. Emre Aksoy möchte eine zweite Faser in Betrieb nehmen und beide per LACP bündeln: „Dann kopieren wir die 1,8 TB Aula-Aufzeichnungen nach dem Barcamp in der halben Zeit auf den Server in Gebäude B.“ Kopiert wird mit einer einzigen rsync-Verbindung von einem Aufnahme-NAS in der Aula (Gebäude A).
da) Berechne, wie lange die Kopie über eine einzelne 10-Gbit/s-Faser mindestens dauert (Protokoll-Overhead vernachlässigen, 1 TB = 10¹² Byte). (2 Punkte)
db) Bewerte Emres Aussage. Gehe darauf ein, nach welchem Prinzip ein LACP-Bündel die Frames auf seine Leitungen verteilt. (3 Punkte)
dc) Das Bündel ist eingerichtet. Während der Keynote reißt genau die Faser, auf die der Hash den laufenden Stream vom Encoder zum Streaming-Server gelegt hat. Beschreibe, was mit diesem Stream geschieht, und begründe mit Deinen Ergebnissen aus db und diesem Fall, ob Du das Bündel empfiehlst und was bei der Verlegung der zweiten Faser zu beachten ist. (5 Punkte)
e) Die Keynote wird aus der Aula live gestreamt. Erläutere, wie QoS auf den Switches dabei helfen kann. (2 Punkte)
da)
Geg.: Datenmenge 1,8 TB, Datenrate 10 Gbit/s
Ges.: Übertragungsdauer t
t = \frac{1{,}8 \cdot 10^{12}\,\mathrm{Byte} \cdot 8\,\mathrm{bit/Byte}}{10 \cdot 10^{9}\,\mathrm{bit/s}} = \frac{1{,}44 \cdot 10^{13}\,\mathrm{bit}}{10^{10}\,\mathrm{bit/s}} = 1440\,\mathrm{s} = \underline{\underline{24\,\mathrm{min}}}
(1 Punkt Umrechnung in Bit, 1 Punkt Ergebnis)
db) LACP verteilt nicht Frame für Frame abwechselnd, sondern ordnet jede Verbindung (jeden Datenfluss) über einen Hashwert aus MAC-/IP-Adressen und ggf. Ports genau einer Leitung des Bündels zu, damit die Frames in der richtigen Reihenfolge ankommen (1 Punkt). Die eine rsync-Verbindung läuft deshalb vollständig über eine Faser und bleibt bei höchstens 10 Gbit/s; die Kopie dauert weiterhin rund 24 Minuten, Emres Aussage ist falsch (1 Punkt). Das Bündel bringt mehr Gesamtdurchsatz erst bei vielen parallelen Verbindungen (Gäste, Stream, mehrere Kopien gleichzeitig), die sich auf beide Fasern verteilen (1 Punkt).
dc) Ablauf (3 Punkte): Der Switch erkennt den Ausfall des Bündelmitglieds (Link down sofort, sonst über ausbleibende LACP-Nachrichten) und nimmt die Faser aus dem Bündel (1 Punkt). Der Hash verteilt die Verbindungen neu auf die verbleibende Faser; der Stream läuft dort weiter (1 Punkt). Verloren gehen nur die Frames, die gerade unterwegs waren; TCP wiederholt sie bzw. der Puffer des Players überbrückt die Lücke, das Publikum merkt meist nichts. Danach stehen nur noch 10 Gbit/s zur Verfügung, für den Stream mehr als genug (1 Punkt).
Empfehlung (2 Punkte), z. B.: Das Bündel lohnt sich – nicht weil eine einzelne Übertragung schneller wird (siehe db), sondern weil beide Fasern genutzt werden und der Ausfall einer Faser fast unterbrechungsfrei abgefangen wird (1 Punkt). Die zweite Faser sollte über einen anderen Weg (andere Trasse bzw. anderes Kabel) verlegt werden; liegen beide im selben Kabel, trennt ein Bagger beide gleichzeitig (1 Punkt).
e) QoS kennzeichnet und priorisiert Datenverkehr (z. B. nach IEEE 802.1p im VLAN-Tag oder DSCP im IP-Header): Die Frames des Streams werden bei hoher Last zuerst weitergeleitet, damit Bild und Ton nicht stocken, während z. B. Downloads im Gäste-WLAN warten müssen (2 Punkte).
f) Der Infomonitor im Foyer hängt am Port Gi1/0/18 von SW-A0. Weil die Netzwerkdose hinter dem Monitor frei zugänglich ist, hat Svenja Krämer dort Port-Security eingerichtet. Am Vorabend des Barcamps wird der defekte Mini-Player des Monitors gegen ein Ersatzgerät getauscht – seitdem bleibt der Bildschirm schwarz. Auf SW-A0 findest Du:
SW-A0# show running-config interface Gi1/0/18
interface GigabitEthernet1/0/18
description Infomonitor Foyer
switchport access vlan 120
switchport mode access
switchport port-security
switchport port-security maximum 1
switchport port-security mac-address sticky
switchport port-security mac-address sticky b827.eb4c.07e2
switchport port-security violation shutdown
SW-A0# show logging | include Gi1/0/18
Mar 12 17:42:06: %PORT_SECURITY-2-PSECURE_VIOLATION: Security violation occurred,
caused by MAC address dca6.325e.910b on port GigabitEthernet1/0/18.
Mar 12 17:42:06: %PM-4-ERR_DISABLE: psecure-violation error detected on Gi1/0/18,
putting Gi1/0/18 in err-disable state
SW-A0# show interfaces status err-disabled
Port Name Status Reason
Gi1/0/18 Infomonitor Foyer err-disabled psecure-violation
fa) Erkläre anhand der Ausgaben Schritt für Schritt, warum der Monitor seit dem Tausch kein Netz hat. Gehe dabei auf maximum 1 und mac-address sticky ein. (3 Punkte)
fb) Beschreibe, wie Du den Ersatz-Player in Betrieb nimmst, ohne die Absicherung des Ports aufzugeben, und wie Du prüfst, dass der Port danach wieder geschützt ist. (4 Punkte)
fc) Für die frei zugänglichen Monitor-Ports stehen die Modi protect, restrict und shutdown zur Wahl. Vergleiche die drei Modi und entscheide begründet, welchen Du für diese Ports einsetzt. (4 Punkte)
fa) Je Schritt 1 Punkt:
Als der alte Mini-Player zum ersten Mal am Port hing, hat sich der Switch dessen MAC-Adresse
b827.eb4c.07e2gemerkt und wegenmac-address stickyfest in die Konfiguration geschrieben. Mitmaximum 1ist am Infomonitor-Port nur dieses eine Gerät erlaubt.Der Ersatz-Player bringt eine andere MAC-Adresse mit (
dca6.325e.910b); für den Switch ist das ein fremdes Gerät an der Monitor-Dose, also eine Sicherheitsverletzung (erste Logzeile).Wegen
violation shutdownhat der Switch den Port in den Zustand „err-disabled“ versetzt; auch nach dem Umstecken bleibt er gesperrt, weil keine automatische Wiederherstellung eingerichtet ist – der Monitor bleibt schwarz.
fb) Je Schritt 1 Punkt:
den gemerkten Eintrag des alten Players entfernen, z. B.
no switchport port-security mac-address sticky b827.eb4c.07e2in der Konfiguration des Ports (oderclear port-security sticky interface Gi1/0/18);den Port zurücksetzen (
shutdown, danachno shutdown), damit er den Zustand „err-disabled“ verlässt; der Switch lernt jetzt die MAC-Adresse des Ersatz-Players als neuen Sticky-Eintrag;prüfen, z. B. mit
show port-security interface Gi1/0/18, dass Port-Security aktiv ist, genau die Adressedca6.325e.910beingetragen ist und der Port wieder „Secure-up“ meldet; zum Test kurz ein anderes Gerät anschließen bzw. auf die Sperre achten;die Konfiguration speichern (z. B.
copy running-config startup-config), damit der neue Eintrag einen Neustart übersteht.
fc) Vergleich (je Modus 1 Punkt):
protect: Frames fremder MAC-Adressen werden still verworfen, es gibt weder Meldung noch Zähler; das berechtigte Gerät arbeitet weiter.restrict: Frames fremder Adressen werden verworfen, zusätzlich erzeugt der Switch eine Syslog-/SNMP-Meldung und erhöht den Verletzungszähler; das berechtigte Gerät arbeitet weiter.shutdown: Der ganze Port wird gesperrt (err-disabled), auch für das berechtigte Gerät, bis ein Admin ihn freigibt oder eine eingerichtete Wiederherstellung greift.
Entscheidung (1 Punkt), z. B. restrict: Ein Fremdgerät bekommt keinen Zugang, der Monitor zeigt während des Barcamps weiter an und die Administration erfährt trotzdem vom Versuch. Ebenso vertretbar ist shutdown mit automatischer Wiederherstellung nach einigen Minuten, wenn Sicherheit vor Verfügbarkeit gehen soll. protect ist ungeeignet, weil Angriffe unbemerkt bleiben.
g) Beim Testlauf im Gäste-WLAN stößt eine Schülerin zufällig auf die Anmeldeseite von SW-C0 (http://10.110.0.13). Svenja Krämer sieht sich daraufhin die Verwaltungseinstellungen der Switches an:
| Einstellung | aktueller Stand |
|---|---|
| Anmeldung | ein gemeinsames Konto schulit für alle Admins, Kennwort auf einem Zettel im Serverschrank |
| Konfigurationssicherung | nächtlich per TFTP auf den Info-Server im Server-VLAN |
| ungenutzte Ports | aktiv, im Standard-VLAN 1 |
| Firmware | Stand 2021, der Hersteller meldet eine Sicherheitslücke in der Weboberfläche |
| Protokollierung | nur im Speicher des Switches, nach einem Neustart gelöscht |
ga) Erläutere, welche Gefahren sich daraus ergeben, dass ein Gast die Anmeldeseite erreicht. (2 Punkte)
gb) Bewerte die fünf Einstellungen und schlage jeweils eine sichere Alternative vor. (5 Punkte)
gc) Wenige Tage später ändert Svenja per SSH die Trunk-Einstellungen von SW-C0. Mitten in der Änderung bricht ihre Sitzung ab: Sie hat das VLAN, über das sie selbst verbunden ist, vom Uplink entfernt. SW-C0 besitzt einen eigenen Management-Port. Erläutere, wie ein getrenntes Managementnetz an diesem Port die Situation entschärft hätte, und nenne einen Nachteil dieser Lösung. (3 Punkte)
gd) Während der Keynote ruckelt der Stream. Svenja schließt ihr Notebook mit Wireshark an einen freien Port von SW-A0 an, sieht dort aber vom Verkehr des Encoders nichts. Erkläre, woran das liegt und was sie an SW-A0 einrichten muss. (3 Punkte)
ga) Der Gast kann das Standardkennwort ausprobieren oder Kennwörter durchprobieren; mit Zugriff könnte er VLANs ändern, Ports abschalten, Verkehr auf einen eigenen Port spiegeln oder das Netz lahmlegen (1 Punkt). Da die Seite per HTTP unverschlüsselt erreichbar ist, kann jemand im selben Netz außerdem die Anmeldedaten der Administration mitlesen (1 Punkt).
gb) Je Einstellung 1 Punkt, z. B.:
Gemeinsames Konto mit notiertem Kennwort: Änderungen sind keiner Person zuzuordnen, das Kennwort kennt jeder mit Zugang zum Schrank → persönliche Konten (z. B. über RADIUS bzw. TACACS+), Kennwörter im Passwortmanager.
TFTP überträgt die Konfiguration samt Kennwort-Hashes und SNMP-Zugangsdaten unverschlüsselt und ohne Anmeldung → Sicherung per SCP bzw. SFTP auf ein geschütztes Ziel.
Aktive ungenutzte Ports in VLAN 1: Wer eine freie Dose findet, ist im Netz, oft im VLAN der Switch-Verwaltung → ungenutzte Ports abschalten und einem leeren „Parkplatz“-VLAN zuordnen.
Veraltete Firmware mit bekannter Lücke: Angriffe über die Weboberfläche sind öffentlich beschrieben → Firmware zeitnah aktualisieren, bis dahin die Weboberfläche abschalten.
Protokolle nur lokal: Nach einem Absturz oder Angriff fehlen die Spuren → Meldungen per Syslog an einen zentralen Server senden, Uhrzeit per NTP abgleichen.
gc) Beim Out-of-Band-Management läuft die Verwaltung über den eigenen Management-Port und ein physisch getrenntes Netz, unabhängig von Uplinks und VLANs der Nutzdaten (1 Punkt). Hätte Svenja sich darüber angemeldet, hätte die Änderung am Trunk ihre Sitzung nicht getrennt, und sie hätte den Fehler sofort zurücknehmen können (1 Punkt). Nachteil (1 Punkt), z. B.: zusätzliche Leitungen und Switches für das Managementnetz, höhere Kosten; das Managementnetz muss selbst abgesichert und von den Admin-Arbeitsplätzen erreichbar sein.
gd) Ein Switch leitet Unicast-Frames nur an den Port weiter, hinter dem die Ziel-MAC-Adresse laut MAC-Tabelle liegt; am Port des Notebooks kommen nur Broadcasts und der eigene Verkehr an (1,5 Punkte). Abhilfe: Port-Mirroring (SPAN) einrichten, sodass SW-A0 den Verkehr des Encoder-Ports (bzw. seines VLANs) zusätzlich auf den Port des Notebooks kopiert (1,5 Punkte).
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Grundlagen zum Nachlesen: Switches: Funktionsweise, Auswahl, Redundanz und Absicherung
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