Green IT: nachhaltig beschaffen, betreiben und entsorgen
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Green IT, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Lebenszyklus, Refurbishing, Remarketing, Datenlöschung, Elektroschrott, ElektroG, Umweltzeichen, Rebound-Effekt
tl/dr; (ca. 13 min Lesezeit): IT verbraucht Strom, Rohstoffe und Wasser – von der Herstellung über den Betrieb bis zur Entsorgung. Du lernst, was Green IT bedeutet und welche Ziele sie verfolgt, welche ökologischen Aspekte bei einer Neuanschaffung zu beachten sind, wie Du den Energieverbrauch am Arbeitsplatz und im Rechenzentrum senkst und woran Du sparsame, langlebige Geräte erkennst. Außerdem geht es um Refurbishing und Remarketing, um das sichere Löschen von Daten vor der Weitergabe und um die fachgerechte Entsorgung [AI-Assisted]. (Zuletzt geändert am 27.10.2026)
Dieser Artikel ist Teil einer Artikelreihe zur IT-Ausstattung: Hardware-Komponenten / Leistung und Energiebedarf / Green IT / Übungsaufgaben zu Green IT
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Als Grundlagen zu Green IT kann ich nach Durchlesen des Artikels…
… ökologische Aspekte beschreiben, die bei der Neuanschaffung von Geräten und Maschinen zu beachten sind.
… Vorschläge machen, wie sich der Energieverbrauch und die Energiekosten eines IT-Arbeitsplatzes senken lassen.
… die monatlichen Energiekosten eines Geräts aus Leistung, Nutzungsdauer und Strompreis berechnen.
… gängige Umwelt- und Effizienzkennzeichnungen für IT-Geräte zuordnen.
Darüber hinaus kann ich als Kernwissen für alle Fachrichtungen…
… erläutern, was sich hinter Green IT verbirgt, und Ziele von Green IT nennen.
… Vorschläge unterbreiten, wie ein Unternehmen Green IT in Beschaffung, Betrieb und Entsorgung umsetzt.
… Refurbishing und Remarketing erläutern und je ein Beispiel geben.
… begründen, ob ein Verfahren zum Löschen von Daten vor der Weitergabe eines Geräts sicher ist.
… begründen, warum eine längere Nutzungsdauer oft mehr Umwelt schont als ein sparsameres Neugerät, und den Rebound-Effekt erläutern.
Ein Notebook verbraucht im Büro vielleicht 20 Watt – das wirkt harmlos. Doch bevor es auf dem Schreibtisch steht, wurden Metalle abgebaut, Chips in energiehungrigen Fabriken gefertigt und Bauteile um die halbe Welt transportiert. Hinter jeder Cloud-Anwendung stehen Rechenzentren, die rund um die Uhr Strom und Kühlung brauchen. Und am Ende seines Lebens wird das Gerät zu Elektroschrott, der wertvolle, aber auch giftige Stoffe enthält. Green IT nimmt diesen gesamten Weg in den Blick.
Was ist Green IT?
Green IT (grüne IT) bezeichnet alle Bestrebungen, Informations- und Kommunikationstechnik über ihren gesamten Lebenszyklus – Herstellung, Nutzung und Entsorgung – umwelt- und ressourcenschonend zu gestalten und einzusetzen. Green-IT-Produkte benötigen für Herstellung, Betrieb und Entsorgung weniger Energie und Ressourcen als herkömmliche Lösungen.
Man unterscheidet zwei Blickrichtungen:
- Green in der IT: Die IT selbst wird sparsamer – energieeffiziente Geräte, gut ausgelastete Server, längere Nutzung, umweltgerechte Entsorgung.
- Green durch IT: IT hilft, in anderen Bereichen Energie und Ressourcen zu sparen – Videokonferenz statt Dienstreise, papierlose Prozesse, Tourenplanung, intelligente Heizungs- und Lichtsteuerung.
Die wichtigsten Ziele von Green IT:
- Energieverbrauch senken und Energie effizienter nutzen,
- Ressourcen schonen (Metalle und seltene Erden, Wasser, Papier),
- Treibhausgase verringern und damit das Klima schützen,
- Elektroschrott vermeiden, indem Geräte länger genutzt, repariert und wiederverwendet werden,
- Schadstoffe in Herstellung, Betrieb und Entsorgung vermeiden.
Oft sinken dabei auch die Kosten (Strom, Kühlung, Anschaffungen), und das Unternehmen verbessert sein Image bei Kundschaft, Bewerber*innen und Geldgebern. Viele größere Unternehmen müssen außerdem über ihre Nachhaltigkeit berichten.
Wie Green IT bei der Digitalisierung von Geschäftsprozessen mitgedacht wird, zeigt der Artikel Geschäftsprozesse digitalisieren und optimieren.
Der Lebenszyklus eines Geräts
| Phase | Umweltwirkung | Green-IT-Maßnahmen |
|---|---|---|
| Herstellung | Rohstoffabbau, energie- und wasserintensive Chipfertigung, Transport | Bedarf prüfen, langlebige und reparierbare Geräte wählen, aufbereitete Geräte kaufen |
| Nutzung | Stromverbrauch (Gerät, Netz, Rechenzentrum, Kühlung) | Energiesparfunktionen, Abschalten, Virtualisierung, Ökostrom, effiziente Software |
| Entsorgung | Elektroschrott, Schadstoffe, verlorene Rohstoffe | Weiterverwendung, Spende oder Verkauf, Rückgabe an zertifizierte Entsorger, Recycling |
Bei Notebooks, Tablets und Smartphones entsteht der größte Teil der Treibhausgasemissionen bei der Herstellung, nicht im Betrieb. Ein sparsameres Neugerät gleicht die Herstellungsemissionen oft erst nach vielen Jahren aus. Deshalb gilt: Länger nutzen ist meist die wirksamste Maßnahme. Bei Servern und anderen Geräten, die rund um die Uhr laufen, fällt der Betrieb stärker ins Gewicht; hier lohnt sich der Austausch gegen deutlich effizientere Technik eher.
Ökologische Aspekte bei einer Neuanschaffung
Bei der Beschaffung zählen nicht nur Preis und Leistung. Ökologische Aspekte sind z. B.:
- Energieverbrauch im Betrieb: Ein neues Gerät verbraucht oft weniger Strom (sparsamere Prozessoren, effiziente Netzteile, Monitore mit besserer Energieeffizienzklasse).
- Ressourcenverbrauch bei der Herstellung: Jedes neue Gerät verbraucht Rohstoffe, Energie und Wasser – das spricht für eine längere Nutzung des alten Geräts.
- Entsorgung des Altgeräts: Ein Neukauf erzeugt Elektroschrott, wenn das alte Gerät nicht weiterverwendet wird.
- Langlebigkeit und Reparierbarkeit: austauschbarer Akku, verfügbare Ersatzteile, lange Versorgung mit Updates, Aufrüstbarkeit (Arbeitsspeicher, SSD).
- Emissionen am Arbeitsplatz: Geräusch, Wärme, Feinstaub (z. B. bei Laserdruckern), Schadstoffe in Materialien.
- Material- und Ausschusseffizienz: Eine neue Fertigungsmaschine kann weniger Ausschuss erzeugen und damit Material sparen.
- Verpackung und Transport: Mehrwegverpackung, Lieferung gebündelt, Herstellung und Lieferweg.
Seit dem 20. Juni 2025 gelten in der EU Ökodesign-Anforderungen für Smartphones und Tablets: Hersteller müssen u. a. Ersatzteile bis zu sieben Jahre nach Verkaufsende bereithalten und mindestens fünf Jahre lang Updates liefern; ein Label zeigt Energieeffizienz, Akkulebensdauer und Reparierbarkeit.
Umwelt- und Effizienzkennzeichnungen
| Kennzeichnung | Bedeutung |
|---|---|
| EU-Energielabel | Energieeffizienzklassen A (beste) bis G, u. a. für Monitore und Fernseher, seit 2025 auch für Smartphones und Tablets (mit Reparierbarkeitsklasse) |
| Blauer Engel | deutsches Umweltzeichen; für Computer, Drucker und andere Geräte stehen u. a. geringer Energieverbrauch, Langlebigkeit, Reparierbarkeit und wenig Schadstoffe dahinter; auch für ressourceneffiziente Software |
| TCO Certified | internationale Nachhaltigkeitszertifizierung für IT-Produkte (Umwelt- und Sozialkriterien in der Herstellung, Ergonomie, Langlebigkeit) |
| EPEAT | Bewertungssystem für umweltfreundliche Elektronik, v. a. im öffentlichen Einkauf |
| 80 PLUS (Bronze, Silber, Gold, Platinum, Titanium) | Wirkungsgrad von Netzteilen; ein Gold-Netzteil wandelt mindestens rund 87–90 % der aufgenommenen Energie in nutzbare Leistung um |
Energie sparen am Arbeitsplatz und im Rechenzentrum
Am Arbeitsplatz:
- Energiesparfunktionen nutzen: Bildschirm aus nach wenigen Minuten, Ruhezustand nach längerer Pause, automatisches Herunterfahren am Abend.
- Schaltbare Steckdosenleisten, damit Geräte außerhalb der Arbeitszeit keinen Standby-Strom ziehen.
- Monitore mit guter Energieeffizienzklasse, Helligkeit an die Umgebung anpassen.
- Notebooks oder Thin Clients statt leistungsstarker Desktop-PCs, wenn die Arbeit es zulässt.
- Netzteile mit hohem Wirkungsgrad (80 PLUS).
- Zentrale Multifunktionsgeräte statt vieler Arbeitsplatzdrucker; doppelseitig und nur bei Bedarf drucken.
Die monatlichen Energiekosten berechnest Du aus Leistung, Nutzungsdauer und Strompreis: K = P \cdot t \cdot \text{Preis}. Ein PC mit 60 W, der an 21 Arbeitstagen je 8 Stunden läuft, verbraucht 60\ \text{W} \cdot 168\ \text{h} = 10{,}08\ \text{kWh} und kostet bei 0,30 €/kWh rund 3,02 € im Monat. Mehr dazu im Artikel Leistung und Energiebedarf.
Im Rechenzentrum und Serverraum:
- Virtualisierung und Konsolidierung: wenige gut ausgelastete Server statt vieler halb leerer (siehe Virtualisierung).
- Effiziente Kühlung (Warm- und Kaltgang trennen, höhere Zulufttemperatur, freie Kühlung mit Außenluft), Abwärme nutzen (z. B. zum Heizen).
- Strom aus erneuerbaren Energien.
- Kennzahl PUE (Power Usage Effectiveness) = gesamter Energiebedarf des Rechenzentrums ÷ Energiebedarf der IT-Geräte. Je näher an 1,0, desto weniger Energie geht für Kühlung und Stromversorgung verloren. In Deutschland schreibt das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) für Rechenzentren Höchstwerte der PUE, Abwärmenutzung und einen Anteil erneuerbarer Energien vor.
Software und Daten: Auch Software verursacht Energieverbrauch: effiziente Algorithmen und Datenbankabfragen, Bilder und Videos komprimieren, nicht mehr benötigte Daten löschen, keine unnötigen Abfragen im Sekundentakt, Software, die auch auf älteren Geräten läuft.
Vorsicht: Rebound-Effekt
Wird etwas effizienter und billiger, wird es oft mehr genutzt – die Einsparung wird dadurch teilweise oder ganz wieder aufgezehrt. Beispiel: Ein Unternehmen ersetzt Dienstreisen durch Videokonferenzen, hält aber nun doppelt so viele Meetings, alle in hoher Auflösung und mit Kamera. Green IT fragt deshalb immer auch: Wird diese Funktion, dieses Gerät, diese Datenmenge wirklich gebraucht?
Geräte weiterverwenden: Refurbishing und Remarketing
Nicht mehr benötigte, aber funktionsfähige Geräte sollten möglichst weiterverwendet werden:
- Refurbishing (Aufbereitung): Gebrauchte Geräte werden geprüft, gereinigt, sicher gelöscht, bei Bedarf repariert oder aufgerüstet (z. B. neuer Akku, SSD statt Festplatte, mehr Arbeitsspeicher) und mit neuem Betriebssystem wieder einsatzbereit gemacht. Beispiel: Ein Dienstleister bereitet die Leasingrückläufer eines Unternehmens auf; sie gehen mit Garantie an Schulen.
- Remarketing (Wiedervermarktung): Gebrauchte oder aufbereitete Geräte, Komponenten oder Lizenzen werden wieder verkauft – über Händler, Plattformen, an Beschäftigte oder an Partnerunternehmen. Beispiel: Ein Unternehmen verkauft 50 aufbereitete Notebooks über einen Refurbishing-Händler und erzielt damit noch einen Restwert.
Auch Spenden an Schulen oder Vereine und die interne Weiterverwendung (das Entwicklungs-Notebook wird Schulungsrechner) verlängern die Nutzungsdauer. Beim Weitergeben von Software gelten die Lizenzbedingungen: Gebrauchte Lizenzen dürfen unter bestimmten Bedingungen weiterverkauft werden, die eigene Nutzung muss dann enden.
Daten sicher löschen vor der Weitergabe
Bevor ein Gerät das Unternehmen verlässt, müssen alle Daten unwiederbringlich gelöscht werden. Personenbezogene Daten zu schützen ist nach der DSGVO Pflicht, und auch Geschäftsgeheimnisse, Zugangsdaten und Lizenzschlüssel dürfen nicht in fremde Hände geraten.
| Vorgehen | sicher? | Begründung |
|---|---|---|
| Dateien löschen und Papierkorb leeren | unsicher | Nur der Verweis im Dateisystem wird entfernt; die Daten bleiben auf dem Datenträger und lassen sich mit Wiederherstellungsprogrammen zurückholen. |
| Schnellformatierung, Betriebssystem neu installieren | unsicher | Es wird nur ein neues, leeres Dateisystem angelegt; der größte Teil der alten Daten bleibt lesbar. |
| Festplatte (HDD) vollständig mit Löschsoftware überschreiben, mit Protokoll | sicher | Jeder Sektor wird mit Zufallsdaten oder Nullen überschrieben; ein Durchgang genügt bei aktuellen Festplatten. |
| SSD mit der Löschfunktion des Herstellers bzw. des Laufwerks (Secure Erase, Sanitize) löschen | sicher | Normales Überschreiben erreicht bei SSDs wegen interner Verwaltung (Wear Leveling, Reserveblöcke) nicht alle Speicherzellen; die eingebaute Funktion löscht alle Zellen bzw. den internen Schlüssel. |
| Datenträger war vollständig verschlüsselt; Schlüssel wird vernichtet (kryptografisches Löschen) | sicher | Ohne Schlüssel sind die Daten nicht mehr lesbar; ergänzend wird der Datenträger gelöscht. |
| Datenträger ausbauen und physisch vernichten (Schreddern nach DIN 66399) | sicher | Datenträger ist zerstört; das Gerät kann aber nur mit neuem Datenträger weiterverwendet werden. |
Das Löschen wird dokumentiert (Löschprotokoll mit Seriennummer, Verfahren, Datum, verantwortlicher Person). Beauftragt ein Unternehmen einen Dienstleister, braucht es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung und einen Nachweis über die Löschung. Hinweise gibt der Baustein CON.6 „Löschen und Vernichten“ im IT-Grundschutz-Kompendium des BSI.
Fachgerecht entsorgen
Was nicht mehr weiterverwendet werden kann, ist Elektroschrott und gehört nicht in den Restmüll. In Deutschland regelt das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) die Rücknahme: Private geben Altgeräte kostenlos bei kommunalen Sammelstellen oder im Handel zurück, Unternehmen über Hersteller-Rücknahmesysteme oder zertifizierte Entsorgungsfachbetriebe. Akkus und Batterien werden vorher entnommen und getrennt zurückgegeben. Das Löschen der Daten bleibt Aufgabe der bisherigen Besitzer*innen. Beim Recycling werden Metalle wie Kupfer, Gold oder Kobalt zurückgewonnen und Schadstoffe sicher entsorgt.
Green IT im Unternehmen umsetzen
Ein Unternehmen oder eine Schule kann Green IT z. B. so verankern:
- Beschaffungsrichtlinie: Energieeffizienz, Umweltzeichen, Reparierbarkeit und Update-Zeitraum als Kriterien (z. B. in einer Nutzwertanalyse); Bedarf vor jedem Kauf prüfen; aufbereitete Geräte bevorzugen.
- Nutzungsdauer verlängern: Geräte aufrüsten statt ersetzen, Reparatur vor Neukauf, Leasingverträge mit längerer Laufzeit.
- Betrieb: zentrale Energiesparrichtlinien für alle Rechner, Server virtualisieren, Cloud-Anbieter mit Ökostrom und guter PUE wählen.
- Arbeitsorganisation: Videokonferenzen statt Dienstreisen, papierlose Prozesse, Homeoffice-Tage.
- Weitergabe und Entsorgung: Prozess für Refurbishing, Spende oder Verkauf mit zertifizierter Datenlöschung; Rest über zertifizierte Entsorger.
- Sensibilisieren und messen: Beschäftigte informieren, Verbrauch messen und Kennzahlen (z. B. kWh je Arbeitsplatz, Nutzungsdauer der Geräte) regelmäßig auswerten.
Typische Fehler
- Green IT nur als „Strom sparen“ verstanden. Herstellung und Entsorgung gehören dazu.
- Neukauf immer als ökologisch bessere Lösung dargestellt. Ein sparsameres Gerät gleicht die Umweltlast seiner Herstellung oft erst nach Jahren aus.
- Refurbishing und Remarketing verwechselt. Refurbishing bereitet ein Gerät technisch auf; Remarketing verkauft es weiter.
- Formatieren als sicheres Löschen bezeichnet. Schnellformatieren und Papierkorb leeren entfernen nur die Verwaltungsinformationen.
- Leistung und Energie verwechselt. Watt ist die Leistung, Kilowattstunden sind die Energie, die bezahlt wird.
Leitfragen
- Was versteht man unter Green IT, und welche Ziele verfolgt sie?
Green IT umfasst alle Bestrebungen, IT über den gesamten Lebenszyklus (Herstellung, Nutzung, Entsorgung) umwelt- und ressourcenschonend zu gestalten und zu nutzen. Ziele: Energieverbrauch senken, Ressourcen schonen, Treibhausgase verringern, Elektroschrott und Schadstoffe vermeiden; siehe Abschnitt „Was ist Green IT?“.
- Was ist der Unterschied zwischen „Green in der IT“ und „Green durch IT“?
„Green in der IT“ macht die IT selbst sparsamer (effiziente Geräte, Virtualisierung). „Green durch IT“ nutzt IT, um anderswo Ressourcen zu sparen (Videokonferenz statt Reise, papierlose Prozesse); siehe Abschnitt „Was ist Green IT?“.
- Welche ökologischen Aspekte sind bei einer Neuanschaffung zu beachten?
Energieverbrauch im Betrieb, Rohstoff- und Energieverbrauch der Herstellung, Entsorgung des Altgeräts, Langlebigkeit und Reparierbarkeit, Emissionen am Arbeitsplatz, Material- und Ausschusseffizienz, Verpackung und Transport; siehe Abschnitt „Ökologische Aspekte“.
- Mit welchen Maßnahmen senkst Du den Energieverbrauch eines Büroarbeitsplatzes?
Energiesparfunktionen, schaltbare Steckdosenleisten gegen Standby, Monitore mit guter Effizienzklasse, Thin Clients oder Notebooks, effiziente Netzteile, zentrale Drucker; siehe Abschnitt „Energie sparen“.
- Was bedeuten Refurbishing und Remarketing?
Refurbishing ist die technische Aufbereitung gebrauchter Geräte (prüfen, löschen, reparieren, aufrüsten). Remarketing ist ihre Wiedervermarktung, z. B. Verkauf über einen Händler; siehe Abschnitt „Geräte weiterverwenden“.
- Warum ist Formatieren kein sicheres Löschen, und was ist bei SSDs zu beachten?
Eine Schnellformatierung legt nur ein neues Dateisystem an; die alten Daten bleiben lesbar. Bei SSDs erreicht Überschreiben wegen Wear Leveling nicht alle Zellen; sicher ist die eingebaute Löschfunktion (Secure Erase, Sanitize), kryptografisches Löschen oder physische Vernichtung; siehe Abschnitt „Daten sicher löschen“.
- Was ist der Rebound-Effekt?
Effizienzgewinne führen zu mehr Nutzung, sodass die Einsparung teilweise oder ganz wieder aufgezehrt wird, z. B. viel mehr Videokonferenzen in hoher Auflösung; siehe Abschnitt „Rebound-Effekt“.
Links und weitere Informationen
Übungen: Übungsaufgaben zu Green IT
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Weiterführendes: Bundesumweltministerium: Green IT, Umweltbundesamt: Unterrichtsmaterial Green IT, Blauer Engel, BSI IT-Grundschutz-Kompendium, Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG)
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