Übungsaufgaben zum Routing

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https://oer-informatik.de/routing-uebungsaufgaben

Routing, Routingtabelle, Default-Route, Longest Prefix Match, statisches Routing, OSPF, RIP, VRRP, Layer-3-Switch, Fehlersuche, Übungsaufgaben, Prüfungsvorbereitung

tl/dr; (Bearbeitungszeit insgesamt 88 min, mehrere Aufgaben): Fünf Übungsaufgaben zum Routing: Im Büro eines App-Start-ups ermittelst Du für mehrere Ziele, ob ein PC direkt oder über das Gateway sendet und welche ARP-Anfragen er braucht, und liest die Routingtabelle des Büro-Routers. Für einen Fahrradhändler mit Zentrale, Lager und Showroom vervollständigst Du Routingtabellen mit VPN-Tunnel und Layer-3-Switch und wendest den Longest Prefix Match an. Im Glasfasernetz eines Schulträgers findest Du Fehler in einer Routingtabelle, passt die Routen bei einem Leitungsausfall an, vergleichst RIP und OSPF in einem Ring aus vier Standorten und findest eine falsche Referenzbandbreite. Zum Schluss analysierst Du eine Störung an zwei Lager-Switches, die sich per VRRP ein Gateway teilen. Alle Beispiellösungen sind ausgeblendet und mit Punkteverteilung versehen [AI-Assisted]. (Zuletzt geändert am 28.10.2026)

Diese Übungsaufgaben gehören zum Artikel Routing: Routingtabellen, statisches und dynamisches Routing, Gateway-Redundanz.

Hinweise zur Bearbeitung: Als FISY oder FIDV musst Du zur Teil-2-Prüfung Aufgaben auf Kernkompetenz-Ebene lösen können, das ist Aufgabe 2.1. Von FISY wird zusätzlich erwartet, dass ihnen Aufgaben auf Profilkompetenz-Ebene (Aufgabe 3.1, Aufgabe 3.2, Aufgabe 3.3 und Aufgabe 3.4) keine Probleme bereiten. Netzwerkpläne sind als Tabelle und als Grafik angegeben. Bei Routingtabellen ist „Next-Hop“ immer die Adresse des Nachbarn im gemeinsamen Netz, bei direkt verbundenen Netzen steht „direkt“. „Erläutern“ und „begründen“ verlangen ganze Sätze mit Bezug zur Situation. Schreib Deine Antwort zuerst vollständig auf, bevor Du die Beispiellösung aufklappst; andere sachlich richtige Antworten sind ebenfalls richtig.

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Kopiere den Text in ein KI-Sprachmodell Deiner Wahl und passe Kompetenzstufe, Anzahl, Bearbeitungszeit und Szenario bei Bedarf an. Wie die Aufgaben aufgebaut sind, beschreibt der Artikel Wie sind die Aufgaben aufgebaut?. Prüfe die Ergebnisse mit dem Lehrartikel: KI-Sprachmodelle machen Fehler.

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Bauplan: Halte Dich an Aufbau, Kompetenzstufen, Operatoren,
Anforderungsbereiche, Punkte und Zeitschätzung, die im Artikel
https://oer-informatik.de/aufgaben-aufbau beschrieben sind.

Fachliche Grundlage:
- https://oer-informatik.de/routing
- Stilbeispiel: https://oer-informatik.de/routing-uebungsaufgaben

Die Aufgaben sollen Inhalte zu diesen Schlagwörtern abdecken:
- Routing
- Routingtabelle
- Default-Route
- Longest Prefix Match
- statisches Routing
- OSPF
- RIP
- VRRP
- Layer-3-Switch
- Fehlersuche

Kompetenzstufe: Profilkompetenz (alternativ: Basiskompetenz, Kernkompetenz, Expertise)
Anzahl: 1 Aufgabe mit Teilaufgaben
Bearbeitungszeit in Minuten ca.: <5 bis 30 min>
Szenario: eines der Szenarien aus dem Bauplan

Vorgehen:
1. Lies zuerst die verlinkten Artikel. Kannst Du keine Webseiten
   abrufen, sag mir das, statt zu raten.
2. Steht bei einer Angabe noch ein Platzhalter in <…>, frag mich
   zuerst danach. Richte Punkte und Zahl der Teilaufgaben nach der
   Bearbeitungszeit (ca. 0,9 min je Punkt).
3. Gib je Aufgabe Titel mit Kompetenzstufe, Ausgangssituation und
   Teilaufgaben mit Operator und Punktzahl aus, dazu die geschätzte
   Bearbeitungszeit.
4. Gib die Beispiellösungen mit Punkteverteilung erst aus, wenn ich
   danach frage.

Aufgabe 2.1: Wege aus dem Büro eines App-Start-ups (Kernkompetenz)

(ca. 20 min Bearbeitungszeit)

Die Let’s Meet GmbH betreibt ihr Büro am Jahnplatz in Bielefeld; ihre App-Server stehen in einem gemieteten Serverschrank in einem Bielefelder Rechenzentrum. Der Büro-Router R-LM verbindet das Büronetz, das Servernetz der Entwicklung, einen VPN-Tunnel zum Rechenzentrum und den Internetanschluss. Du unterstützt Entwicklungsleiter Yusuf Demir bei der Dokumentation.

Schnittstellen des Büro-Routers R-LM
Schnittstelle Adresse verbunden mit
eth0 172.18.5.254/23 Büronetz 172.18.4.0/23
eth1 172.18.6.6/29 Servernetz der Entwicklung 172.18.6.0/29
tun0 10.255.0.1/30 VPN-Tunnel zum Router im Rechenzentrum (10.255.0.2), dahinter 10.99.0.0/16
wan0 192.0.2.10/30 Provider (192.0.2.9)
Routingtabelle von R-LM
Zielnetz Maske Next-Hop Interface
172.18.4.0 255.255.254.0 direkt eth0
172.18.6.0 255.255.255.248 direkt eth1
10.255.0.0 255.255.255.252 direkt tun0
10.99.0.0 255.255.0.0 10.255.0.2 tun0
192.0.2.8 255.255.255.252 direkt wan0
0.0.0.0 0.0.0.0 192.0.2.9 wan0

a) Der Empfangs-PC hat die Adresse 172.18.4.37/23 und das Standardgateway 172.18.5.254. Er soll Pakete an die vier Ziele in der Tabelle senden. Ermittle jeweils die Netzadresse des Ziels mit der Maske des PCs, entscheide, ob der PC direkt oder über das Standardgateway sendet, und gib an, wessen MAC-Adresse als Ziel im Ethernet-Frame steht. (6 Punkte)

Zustellung durch den Empfangs-PC
Ziel Zieladresse Netzadresse (Maske des PCs) direkt oder Gateway Ziel-MAC gehört zu
neuer Etagendrucker 172.18.5.200
App-Server im Rechenzentrum 10.99.4.20
Entwicklungsserver 172.18.6.3
interner DNS-Server 172.18.4.10

Die eigene Netzadresse des PCs ist 172.18.4.0 (im dritten Oktett 4 UND 254 = 4). Je Zeile 1,5 Punkte:

Zieladresse Netzadresse direkt oder Gateway Ziel-MAC gehört zu
172.18.5.200 172.18.4.0 (5 UND 254 = 4) direkt, gleiches Netz Drucker
10.99.4.20 10.99.4.0 Gateway R-LM (eth0)
172.18.6.3 172.18.6.0 (6 UND 254 = 6) Gateway, obwohl die Adresse ähnlich aussieht R-LM (eth0)
172.18.4.10 172.18.4.0 direkt DNS-Server

Die Ziel-IP-Adresse im Paket bleibt in allen Fällen die des eigentlichen Ziels; nur die Ziel-MAC im Frame zeigt bei fremden Netzen auf den Router.

b) Der PC wurde gerade neu gestartet, sein ARP-Cache ist leer. Gib an, nach welchen IP-Adressen er per ARP fragen muss, um alle vier Pakete aus a) zu verschicken, und begründe, warum keine ARP-Anfrage nach 10.99.4.20 darunter ist. (3 Punkte)

Drei ARP-Anfragen genügen (2 Punkte): nach 172.18.5.200 (Drucker), nach 172.18.4.10 (DNS-Server) und einmal nach 172.18.5.254 (Gateway); die Antwort des Gateways gilt für beide Pakete an fremde Netze.

Begründung (1 Punkt): ARP-Anfragen sind Broadcasts und erreichen nur das eigene Netz. 10.99.4.20 liegt nicht im Büronetz, der PC braucht dafür nur die MAC-Adresse des nächsten Routers; die MAC-Adressen auf den weiteren Abschnitten ermitteln die Router selbst.

c) Bestimme für die folgenden Zieladressen, welchen Eintrag R-LM verwendet, und gib Next-Hop und Interface an. (6 Punkte)

Weiterleitung durch R-LM
Zieladresse Eintrag (Zielnetz/Präfix) Next-Hop Interface
172.18.6.3
10.99.4.20
198.51.100.200

Je Zeile 2 Punkte.

Zieladresse Eintrag Next-Hop Interface
172.18.6.3 172.18.6.0/29 (.0 bis .7) direkt (Zustellung an den Server) eth1
10.99.4.20 10.99.0.0/16 10.255.0.2 tun0
198.51.100.200 0.0.0.0/0 (kein genauerer Eintrag) 192.0.2.9 wan0

d) Nach einem Firmware-Update von R-LM erreichen alle Büro-PCs zwar die Entwicklungsserver und die App-Server im Rechenzentrum, aber keine Webseiten mehr. In der Routingtabelle fehlt ein Eintrag. Erläutere die Ursache und gib den fehlenden Eintrag an. (3 Punkte)

Es fehlt die Default-Route (1 Punkt). Für interne Ziele gibt es eigene Einträge, für alle Adressen im Internet aber keinen passenden Eintrag mehr; R-LM verwirft diese Pakete („Ziel nicht erreichbar“) (1 Punkt). Fehlender Eintrag: Zielnetz 0.0.0.0, Maske 0.0.0.0, Next-Hop 192.0.2.9, Interface wan0 (1 Punkt).

e) Damit die App-Server im Rechenzentrum dem Empfangs-PC antworten können, muss auch der Router im Rechenzentrum einen passenden Eintrag haben. Gib diesen Eintrag an. (2 Punkte)

Zielnetz 172.18.4.0, Maske 255.255.254.0 (bzw. /23), Next-Hop 10.255.0.1 über das Tunnel-Interface (je 1 Punkt für Zielnetz mit Maske und Next-Hop). Alternativ ist eine zusammengefasste Route 172.18.0.0/16 → 10.255.0.1 richtig, wenn auch das Servernetz 172.18.6.0/29 erreichbar sein soll.

f) Yusuf Demir fragt, ob R-LM ein dynamisches Routingprotokoll nutzen sollte. Begründe eine Entscheidung für dieses Büro. (2 Punkte)

Statisches Routing genügt (1 Punkt): Es gibt nur wenige Netze und zu jedem Ziel nur einen Weg (Tunnel bzw. Provider); ein Routingprotokoll brächte keinen Ausweichweg, aber zusätzlichen Konfigurations- und Absicherungsaufwand (1 Punkt).

Aufgabe 3.1: Routing zwischen Zentrale, Lager und Showroom (Profilkompetenz)

(ca. 18 min Bearbeitungszeit)

Die CSB-Rad GmbH setzt ihr neues Adresskonzept 172.20.0.0/16 um. Am Standort Sennestadt trennt der Router R-EXT den Internetanschluss von der DMZ, der Router R-INT verbindet DMZ, das LAN der Zentrale, den Layer-3-Switch SW-LAG im Lager und über einen VPN-Tunnel den neuen Showroom in der Bielefelder Innenstadt. Der Showroom hat einen eigenen Internetanschluss. Geschäftsführer Cem Sarıkaya übergibt Dir den Netzwerkplan:

Netzwerkplan der CSB-Rad GmbH
Gerät Schnittstelle Adresse verbunden mit
R-EXT wan0 192.0.2.2/30 Provider Sennestadt (192.0.2.1)
R-EXT dmz0 198.51.100.49/29 DMZ 198.51.100.48/29
R-INT dmz0 198.51.100.54/29 DMZ
R-INT eth1 172.20.63.254/19 LAN Zentrale 172.20.32.0/19 (Büro, Werkstatt, Dateiserver nas-sen)
R-INT eth2 172.20.224.5/30 SW-LAG (172.20.224.6)
R-INT tun0 172.20.224.1/30 VPN-Tunnel zu R-SHOW (172.20.224.2)
SW-LAG ge0 172.20.224.6/30 R-INT
SW-LAG vlan10 172.20.67.254/22 Lager-PCs
SW-LAG vlan20 172.20.69.254/23 Scanner und Sensoren
SW-LAG vlan30 172.20.70.254/24 Lagerserver (172.20.70.15) und Drucker
R-SHOW eth1 172.20.127.254/19 LAN Showroom 172.20.96.0/19
R-SHOW tun0 172.20.224.2/30 VPN-Tunnel zu R-INT
R-SHOW dsl0 192.0.2.130/30 Provider Innenstadt (192.0.2.129)
Netzwerkplan der CSB-Rad GmbH mit R-EXT, DMZ, R-INT, Lager-Switch SW-LAG und VPN-Tunnel zum Showroom (mit KI erstellt)

a) Vervollständige die Routingtabelle von R-INT. Fasse die drei Lager-VLANs in einem Eintrag zusammen. Alle Ziele im Internet sollen über R-EXT erreicht werden. (8 Punkte)

Routingtabelle von R-INT (Auszug)
Zielnetz Maske Next-Hop Interface
198.51.100.48 255.255.255.248 direkt dmz0
172.20.32.0 255.255.224.0 direkt eth1
172.20.224.0 255.255.255.252 direkt tun0

Je Zeile 2 Punkte.

Zielnetz Maske Next-Hop Interface
172.20.224.4 255.255.255.252 direkt eth2
172.20.64.0 255.255.248.0 172.20.224.6 eth2
172.20.96.0 255.255.224.0 172.20.224.2 tun0
0.0.0.0 0.0.0.0 198.51.100.49 dmz0

Die Lager-VLANs 172.20.64.0/22, 172.20.68.0/23 und 172.20.70.0/24 liegen alle im Netz 172.20.64.0/21 (172.20.64.0 bis 172.20.71.255), das Cem Sarıkaya dem Lager zugewiesen hat.

b) R-SHOW hat folgende Routingtabelle:

Routingtabelle von R-SHOW
Zielnetz Maske Next-Hop Interface
172.20.96.0 255.255.224.0 direkt eth1
172.20.224.0 255.255.255.252 direkt tun0
192.0.2.128 255.255.255.252 direkt dsl0
172.20.0.0 255.255.0.0 172.20.224.1 tun0
0.0.0.0 0.0.0.0 192.0.2.129 dsl0

Gib für die Ziele 172.20.70.15 (Lagerserver), 172.20.97.40 (Kassen-PC im Showroom) und 203.0.113.80 (Webdienst im Internet) an, welchen Eintrag R-SHOW verwendet, und erläutere die Auswahlregel, nach der R-SHOW entscheidet, wenn mehrere Einträge passen. (6 Punkte)

  • 172.20.70.15: passt zu 172.20.0.0/16 und 0.0.0.0/0 → 172.20.0.0/16 über 172.20.224.1 (tun0) (1 Punkt)

  • 172.20.97.40: passt zu 172.20.96.0/19, 172.20.0.0/16 und 0.0.0.0/0 → 172.20.96.0/19, direkt über eth1 (1 Punkt)

  • 203.0.113.80: passt nur zu 0.0.0.0/0 → 192.0.2.129 (dsl0) (1 Punkt)

Auswahlregel (3 Punkte): Passen mehrere Einträge, verwendet der Router den Eintrag mit dem längsten passenden Präfix (Longest Prefix Match), also das genaueste Netz. Deshalb überdeckt die zusammengefasste Route /16 nicht das eigene, direkt verbundene /19, und die Default-Route /0 gilt nur, wenn nichts anderes passt.

c) SW-LAG soll außer seinen VLAN-Netzen und dem Transfernetz nur eine Default-Route 0.0.0.0/0 → 172.20.224.5 erhalten. Begründe, warum das genügt, und erläutere, warum R-INT trotzdem eine eigene Route zum Lager braucht. (3 Punkte)

SW-LAG hat nur einen Weg aus dem Lager hinaus, nämlich über R-INT; alle nicht direkt verbundenen Ziele (Zentrale, Showroom, DMZ, Internet) liegen in dieser Richtung, also reicht ein einziger Eintrag (2 Punkte). R-INT hat dagegen mehrere Wege (LAN, Tunnel, DMZ); ohne Route 172.20.64.0/21 → 172.20.224.6 würde er Antworten an das Lager über die Default-Route zu R-EXT schicken, wo sie verloren gehen (1 Punkt).

d) Ein Lager-PC (VLAN 10) druckt auf einem Drucker in VLAN 30. Erläutere, welches Gerät dabei routet und wie der Layer-3-Switch das umsetzt. (3 Punkte)

Der Layer-3-Switch SW-LAG routet selbst; das Paket muss nicht zu R-INT (1 Punkt). Für jedes VLAN hat er eine virtuelle Schnittstelle (SVI) mit der Gateway-Adresse des VLANs (z. B. 172.20.67.254 für VLAN 10); der Lager-PC schickt das Paket an dieses Gateway, der Switch erkennt das Zielnetz 172.20.70.0/24 als direkt verbunden und leitet es in VLAN 30 an den Drucker weiter (2 Punkte).

Aufgabe 3.2: Fehler und Ausfall im Glasfasernetz der Schulen (Profilkompetenz)

(ca. 16 min Bearbeitungszeit)

Die Schul-IT OWL verbindet die Bielefelder Schulen über eigene Glasfaserleitungen mit ihrem Rechenzentrum. Netzwerkadministratorin Svenja Krämer betreut mit Dir den Ausschnitt mit dem Rechenzentrum, dem Ratz und Rübe Berufskolleg (RRB) und dem Hansa-Gymnasium (HGB). Zwischen RRB und HGB gibt es eine Reserveleitung. Alle Router arbeiten bisher mit statischem Routing; das Rechenzentrum stellt den Internetzugang über seine Firewall (10.10.255.1) bereit.

Netzwerkplan des Ausschnitts
Router Schnittstelle Adresse verbunden mit
R-RZ eth0 10.10.255.254/16 Rechenzentrum 10.10.0.0/16 (Server, Firewall 10.10.255.1)
R-RZ ge1 10.255.0.1/30 R-RRB
R-RZ ge2 10.255.0.5/30 R-HGB
R-RRB eth0 10.50.255.254/16 Schulnetze RRB 10.50.0.0/16
R-RRB ge1 10.255.0.2/30 R-RZ
R-RRB ge3 10.255.0.9/30 R-HGB (Reserveleitung)
R-HGB eth0 10.51.255.254/16 Schulnetze HGB 10.51.0.0/16
R-HGB ge2 10.255.0.6/30 R-RZ
R-HGB ge3 10.255.0.10/30 R-RRB (Reserveleitung)
Netzwerkplan des Glasfasernetzes mit R-RZ, R-RRB und R-HGB, Transfernetzen und Reserveleitung (mit KI erstellt)

Die Schulrouter haben je eine Default-Route zum Rechenzentrum (R-RRB: 0.0.0.0/0 → 10.255.0.1, R-HGB: 0.0.0.0/0 → 10.255.0.5).

a) Am RRB erreichen nur Geräte mit Adressen 10.50.0.x die Server im Rechenzentrum, alle anderen Netze des RRB (z. B. die Infomonitore in 10.50.20.0/24) nicht. Vom HGB aus ist überhaupt nichts im Rechenzentrum erreichbar. Die Routingtabelle von R-RZ lautet:

Routingtabelle von R-RZ
Zielnetz Maske Next-Hop Interface
10.10.0.0 255.255.0.0 direkt eth0
10.255.0.0 255.255.255.252 direkt ge1
10.255.0.4 255.255.255.252 direkt ge2
10.50.0.0 255.255.255.0 10.255.0.2 ge1
10.51.0.0 255.255.0.0 10.255.0.5 ge2
0.0.0.0 0.0.0.0 10.10.255.1 eth0

Erläutere die beiden Fehler, die die Störungen verursachen, und wie sie behoben werden. (6 Punkte)

Je Fehler 3 Punkte (Fehler 1, Erläuterung der Auswirkung 1, Behebung 1):

  • Falsche Maske beim RRB: Der Eintrag 10.50.0.0/255.255.255.0 deckt nur 10.50.0.0 bis 10.50.0.255 ab. Antworten an alle anderen RRB-Netze (z. B. 10.50.20.14) passen nur zur Default-Route und gehen zur Firewall ins Internet; die Anfragen kommen zwar an, die Antworten nicht zurück. Behebung: Maske 255.255.0.0 (/16).

  • Falscher Next-Hop beim HGB: 10.255.0.5 ist die eigene Adresse von R-RZ an ge2, nicht die des Nachbarn. Der Eintrag ist unbrauchbar, Pakete an das HGB werden nicht zugestellt. Behebung: Next-Hop 10.255.0.6 (R-HGB).

b) Nach der Korrektur fällt die Leitung zwischen R-RZ und R-RRB durch Bauarbeiten aus. Der Verkehr des RRB soll vorübergehend über die Reserveleitung und das HGB laufen. Gib für R-RZ, R-RRB und R-HGB jeweils den Eintrag an, der geändert oder ergänzt werden muss, und begründe kurz, warum auch R-HGB einen neuen Eintrag braucht. (6 Punkte)

Je Router 1,5 Punkte, Begründung 1,5 Punkte.

Router Eintrag Änderung
R-RZ 10.50.0.0/16 → 10.255.0.6 (ge2) Next-Hop statt 10.255.0.2
R-RRB 0.0.0.0/0 → 10.255.0.10 (ge3) Default-Route statt 10.255.0.1
R-HGB 10.50.0.0/16 → 10.255.0.9 (ge3) neu

Begründung: R-HGB kennt das RRB bisher nicht und würde Pakete aus dem Rechenzentrum an 10.50.x.x über seine Default-Route zurück zum Rechenzentrum schicken; sie würden zwischen R-RZ und R-HGB kreisen, bis die TTL 0 erreicht.

c) Svenja Krämer schlägt vor, auf ein dynamisches Routingprotokoll umzustellen. Bewerte den Vorschlag für dieses Netz mit zwei Vorteilen und einem Nachteil. (3 Punkte)

Je Gesichtspunkt 1 Punkt, z. B.:

  • Vorteil: Fällt eine Leitung aus, erkennen die Router das selbst und nutzen nach wenigen Sekunden die Reserveleitung; niemand muss nachts an drei Routern Einträge ändern wie in b).

  • Vorteil: Neue Schulen werden einmal am eigenen Router eingerichtet, alle anderen lernen deren Netze automatisch; Tippfehler wie in a) können in den übrigen Tabellen nicht mehr entstehen.

  • Nachteil: Das Protokoll muss eingerichtet, verstanden und abgesichert werden (z. B. Authentifizierung der Nachbarn, damit kein fremdes Gerät Routen einspeist); Fehler sind schwerer zu durchschauen als bei einer festen Tabelle.

Fazit: Bei mehreren Schulen mit Reserveleitungen überwiegen die Vorteile.

d) Erläutere, wie sich ohne Routingprotokoll vorab ein automatisch genutzter Ausweichweg einrichten lässt, und nenne einen Nachteil dieser Lösung. (2 Punkte)

Mit einer „Floating Static Route“: Der Ausweichweg wird zusätzlich als statische Route mit höherer administrativer Distanz eingetragen; sie wird nur aktiv, wenn die Hauptroute wegfällt, weil deren Schnittstelle ausfällt (1 Punkt). Nachteil: Fällt die Leitung nicht an der eigenen Schnittstelle, sondern dahinter aus (z. B. beim Provider oder an einem Medienkonverter), merkt der Router das nicht; außerdem müssen alle Ausweichrouten auf allen Routern gepflegt werden (1 Punkt).

Aufgabe 3.3: Den schnellsten Weg finden – RIP oder OSPF? (Profilkompetenz)

(ca. 19 min Bearbeitungszeit)

Nach dem Bauschaden aus Aufgabe 3.2 b wird die alte Direktleitung zwischen R-RZ und R-RRB nicht wieder in Betrieb genommen. Stattdessen schließt die Schul-IT OWL das Medienzentrum (Router R-MZ) an, das neue Leitungen zum RRB und zum Rechenzentrum erhält, und stellt auf dynamisches Routing um. Die Leitungen bilden nun einen Ring:

Leitungen nach dem Umbau
Leitung Bandbreite
R-RZ – R-HGB 10 Gbit/s
R-HGB – R-RRB 1 Gbit/s (bisherige Reserveleitung, nicht erneuert)
R-RRB – R-MZ 10 Gbit/s (neu)
R-MZ – R-RZ 10 Gbit/s (neu)

Svenja Krämer möchte, dass die großen Datenmengen der Videoaufzeichnungen des RRB vollständig über den schnellsten Weg ins Rechenzentrum laufen.

a) Erkläre die Funktion der Metrik beim Routing. (3 Punkte)

Kennt ein Router mehrere Wege zu einem Zielnetz, berechnet das Routingprotokoll für jeden Weg eine Metrik, eine Kennzahl für dessen „Kosten“ (1 Punkt). Der Router trägt den Weg mit der kleinsten Metrik in die Routingtabelle ein (1 Punkt). Was in die Metrik eingeht, legt das Protokoll fest, z. B. die Zahl der Router (Hop-Count bei RIP) oder die Bandbreite (Kosten bei OSPF) (1 Punkt).

b) Bestimme mit Rechnung, welchen Weg oder welche Wege die Pakete vom RRB zum Rechenzentrum nehmen, wenn RIP eingesetzt wird und wenn OSPF mit einer Referenzbandbreite von 100 Gbit/s eingesetzt wird (Kosten = Referenzbandbreite : Bandbreite der Leitung). Beurteile jeweils, ob Svenja Krämers Wunsch erfüllt wird. (6 Punkte)

Geg.: Wege RRB → RZ: über HGB (1 Gbit/s + 10 Gbit/s) oder über MZ (10 Gbit/s + 10 Gbit/s); Referenzbandbreite 100 Gbit/s

Ges.: gewählter Weg bei RIP und OSPF

RIP (2 Punkte): Beide Wege haben 2 Hops, die Metrik ist gleich. RIP kann die Wege nicht unterscheiden; je nach Gerät nutzt es den zuerst gelernten oder verteilt den Verkehr auf beide, sodass Daten auch über die 1-Gbit/s-Leitung laufen.

OSPF (3 Punkte):

K = \frac{B_{\text{Ref}}}{B} \qquad K_{1\,\text{G}} = \frac{100\ \text{Gbit/s}}{1\ \text{Gbit/s}} = 100 \qquad K_{10\,\text{G}} = \frac{100\ \text{Gbit/s}}{10\ \text{Gbit/s}} = 10

K_{\text{über HGB}} = 100 + 10 = \underline{\underline{110}} \qquad K_{\text{über MZ}} = 10 + 10 = \underline{\underline{20}}

OSPF wählt eindeutig den Weg über das Medienzentrum.

Urteil (1 Punkt): Nur mit OSPF wird der Wunsch erfüllt; mit RIP landet zumindest ein Teil der Videodaten auf der langsamen Leitung.

c) Nach der Umstellung auf OSPF zeigt das Monitoring, dass etwa die Hälfte der Videodaten trotzdem über die 1-Gbit/s-Leitung zum HGB läuft. Auf allen Routern ist noch die Werkseinstellung aktiv: Die Kosten werden mit einer Referenzbandbreite von 100 Mbit/s berechnet, Ergebnisse unter 1 werden auf 1 gesetzt. Erkläre die Beobachtung mit einer Rechnung und gib die Abhilfe an. (5 Punkte)

Rechnung (2 Punkte):

\frac{100\ \text{Mbit/s}}{1\ \text{Gbit/s}} = 0{,}1 \rightarrow 1 \qquad \frac{100\ \text{Mbit/s}}{10\ \text{Gbit/s}} = 0{,}01 \rightarrow 1

K_{\text{über HGB}} = 1 + 1 = 2 \qquad K_{\text{über MZ}} = 1 + 1 = 2

Erklärung (2 Punkte): Mit der Werkseinstellung haben alle Leitungen ab 100 Mbit/s dieselben Kosten; OSPF sieht zwei gleich gute Wege und verteilt den Verkehr auf beide (Equal-Cost Multipath). Deshalb läuft etwa die Hälfte über die langsame Leitung.

Abhilfe (1 Punkt): Die Referenzbandbreite auf allen Routern einheitlich auf mindestens 100 Gbit/s anheben (oder die Kosten der Schnittstellen von Hand setzen); dann ergeben sich die Kosten aus b).

d) Beschreibe zwei weitere Unterschiede zwischen Distance-Vector- und Link-State-Protokollen. (4 Punkte)

Je Unterschied 2 Punkte, z. B.:

  • Wissen: Distance-Vector-Router kennen nur Entfernung und Richtung zu jedem Netz (von den Nachbarn übernommen), Link-State-Router die vollständige Topologie und berechnen den kürzesten Weg selbst (Dijkstra).

  • Austausch: RIP sendet regelmäßig die ganze Tabelle an die Nachbarn; OSPF sendet kurze Zustandsmeldungen bei Änderungen.

  • Konvergenz: Link-State reagiert schnell auf Änderungen; Distance-Vector braucht länger und kann Routing-Schleifen bilden (Count to Infinity).

  • Grenzen und Ressourcen: RIP ist auf 15 Hops begrenzt und braucht wenig Rechenleistung; OSPF skaliert auf große Netze, braucht aber mehr Speicher und CPU.

e) Auch nach der Korrektur aus c) laufen alle Pakete vom RRB ins Rechenzentrum über das HGB. Auf R-RRB findest Du die statische Route 10.10.0.0/16 → 10.255.0.10, die ein Kollege während des Bauschadens eingetragen hat. Erläutere, warum sie Vorrang vor der OSPF-Route hat, und gib die Abhilfe an. (3 Punkte)

Beide Einträge haben dasselbe Präfix /16. Dann entscheidet die administrative Distanz, also die Vertrauenswürdigkeit der Quelle: Statische Routen haben üblicherweise 1, OSPF 110; der kleinere Wert gewinnt, die statische Route verdrängt die OSPF-Route (2 Punkte). Abhilfe: die alte statische Route löschen (oder ihr eine höhere administrative Distanz als OSPF geben, wenn sie als Ausweichweg bleiben soll) (1 Punkt).

Aufgabe 3.4: Ein Standardgateway, das nicht ausfallen darf (Profilkompetenz)

(ca. 15 min Bearbeitungszeit)

Im Lager der CSB-Rad GmbH (Aufgabe 3.1) hängen Versand und Inventur am VLAN 10. Damit ein Defekt des Layer-3-Switches nicht den Versand stoppt, hat Cem Sarıkaya einen zweiten Layer-3-Switch eingebaut. SW-LAG1 und SW-LAG2 stellen für VLAN 10 per VRRP (VRID 10) die bisherige Gateway-Adresse 172.20.67.254 als virtuelle Adresse bereit; jeder Switch hat eine eigene Uplink-Leitung zu R-INT, und R-INT kennt das Lager über beide Uplinks. Die Lager-PCs und Handscanner arbeiten mit der Warenwirtschaft (172.20.33.20) im LAN der Zentrale.

Netzwerkplan des Lagers
Gerät Schnittstelle Adresse verbunden mit
R-INT eth2 172.20.224.5/30 SW-LAG1
R-INT eth3 172.20.224.9/30 SW-LAG2
SW-LAG1 ge0 172.20.224.6/30 R-INT (Uplink)
SW-LAG1 vlan10 172.20.67.252/22, virtuell 172.20.67.254 Lager-PCs und Handscanner 172.20.64.0/22
SW-LAG2 ge0 172.20.224.10/30 R-INT (Uplink)
SW-LAG2 vlan10 172.20.67.253/22, virtuell 172.20.67.254 Lager-PCs und Handscanner 172.20.64.0/22
Netzwerkplan des Lagers der CSB-Rad GmbH mit R-INT, zwei Layer-3-Switches an getrennten Uplinks und dem virtuellen Gateway 172.20.67.254 in VLAN 10 (mit KI erstellt)
VRRP-Einstellungen der Lager-Switches
Einstellung SW-LAG1 SW-LAG2
VRID 10 10
virtuelle Adresse 172.20.67.254 172.20.67.254
Priorität 150 100
Preemption ein ein
Advertisement-Intervall 0,5 s 0,5 s
Tracking Uplink ge0; bei Ausfall Priorität − 40 –

Am Montag wurde bei Umbauarbeiten das Uplink-Kabel von SW-LAG1 versehentlich gezogen. Bis es 40 Minuten später auffiel, meldeten alle Handscanner „Warenwirtschaft nicht erreichbar“, obwohl SW-LAG2 einwandfrei lief.

a) Erläutere anhand der Einstellungen, warum SW-LAG2 die Gateway-Rolle nicht übernommen hat. Rechne dazu die Prioritäten vor und während der Störung nach. (4 Punkte)

  • Vor der Störung: SW-LAG1 hat 150, SW-LAG2 100; SW-LAG1 ist Master und beantwortet ARP-Anfragen nach 172.20.67.254 (1 Punkt).

  • Während der Störung senkt das Tracking die Priorität von SW-LAG1 auf 150 − 40 = 110 (1 Punkt). Das ist immer noch mehr als 100; SW-LAG1 bleibt Master und sendet weiter Advertisements, also sieht SW-LAG2 keinen Grund zur Übernahme (1 Punkt).

  • Die Scanner schicken ihre Pakete daher weiter an SW-LAG1, der ohne Uplink keinen Weg zur Zentrale hat; die Pakete gehen verloren. Die Absenkung ist schlicht zu klein gewählt (1 Punkt).

b) Gib einen Wert für die Prioritätsabsenkung an, der das Problem behebt, und weise rechnerisch nach, dass SW-LAG2 dann übernimmt. Beschreibe außerdem, was geschieht, sobald das Uplink-Kabel wieder steckt. (4 Punkte)

  • Die Absenkung muss größer als 150 − 100 = 50 sein, z. B. 60 (1 Punkt). Dann gilt bei Uplink-Ausfall 150 − 60 = 90 < 100 (1 Punkt).

  • Weil auf SW-LAG2 Preemption eingeschaltet ist, übernimmt er mit der nun höheren Priorität die Master-Rolle und damit die virtuelle Adresse; die Scanner erreichen die Warenwirtschaft über den Uplink von SW-LAG2 (1 Punkt).

  • Steckt das Kabel wieder, steigt die Priorität von SW-LAG1 auf 150. Mit Preemption holt er sich die Master-Rolle zurück, SW-LAG2 wird wieder Backup (1 Punkt).

Ebenfalls richtig: Priorität von SW-LAG1 z. B. auf 120 senken und die Absenkung bei 40 lassen (120 − 40 = 80 < 100).

c) Cem Sarıkaya hat als virtuelle Adresse bewusst 172.20.67.254 gewählt, die bisherige Gateway-Adresse des einzelnen Lager-Switches. Erläutere den Vorteil dieser Wahl für den Umbau und gib an, welche MAC-Adresse ein Handscanner auf seine ARP-Anfrage nach 172.20.67.254 erhält (Aufbau 00:00:5e:00:01:<VRID hexadezimal>). (3 Punkte)

  • Vorteil (2 Punkte): Auf den Lager-PCs, den Handscannern und im DHCP-Bereich muss nichts geändert werden; alle Geräte behalten ihr bisheriges Standardgateway. Der Umbau lässt sich ohne Ausfall und ohne Umkonfigurieren hunderter Geräte durchführen. Die echten Adressen .252 und .253 braucht nur die Verwaltung der Switches.

  • MAC-Adresse (1 Punkt): VRID 10 ist hexadezimal 0a, also 00:00:5e:00:01:0a. Diese Antwort kommt immer vom aktuellen Master; nach einer Umschaltung bleibt sie gleich.

d) Fällt SW-LAG1 vollständig aus (z. B. Netzteil defekt), muss SW-LAG2 zunächst feststellen, dass keine Advertisements mehr ankommen. Berechne das Master-Down-Intervall von SW-LAG2 nach RFC 9568: Master-Down-Intervall = 3 · Advertisement-Intervall + Skew-Zeit mit Skew-Zeit = (256 − Priorität) · Advertisement-Intervall : 256. (2 Punkte)

Geg.: Advertisement-Intervall 0,5 s; Priorität SW-LAG2 100

Ges.: Master-Down-Intervall

t_{\text{Skew}} = \frac{(256 - 100) \cdot 0{,}5\ \text{s}}{256} \approx 0{,}305\ \text{s} \quad \text{(1 Punkt)}

t_{\text{MD}} = 3 \cdot 0{,}5\ \text{s} + 0{,}305\ \text{s} \approx \underline{\underline{1{,}805\ \text{s}}} \quad \text{(1 Punkt)}

Nach knapp zwei Sekunden übernimmt SW-LAG2; laufende Verbindungen der Scanner überstehen das in der Regel.

e) Die Geschäftsführung fragt, ob ein ausgeschalteter Ersatz-Switch im Regal (Cold Standby) nicht genügt hätte. Vergleiche diese Lösung mit VRRP für den Versand im Lager und nenne ein weiteres Protokoll mit derselben Aufgabe wie VRRP. (3 Punkte)

Vergleich (2 Punkte): Ein Ersatzgerät im Regal ist günstiger im Betrieb und einfacher zu konfigurieren, aber bei einem Defekt muss erst jemand den Ausfall bemerken, das Gerät tauschen und die Konfiguration einspielen; der Versand steht Minuten bis Stunden still. Mit VRRP laufen beide Switches ständig, die Umschaltung geschieht automatisch in rund zwei Sekunden, und ein Switch lässt sich sogar im laufenden Betrieb warten. Für den Versand, der auf die Scanner angewiesen ist, ist VRRP deshalb die bessere Wahl.

Weiteres Protokoll (1 Punkt): HSRP (Hot Standby Router Protocol, Cisco); auch GLBP (Cisco, mit Lastverteilung) oder CARP (z. B. unter OpenBSD und pfSense) sind richtig.


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Dieser Artikel und seine Texte, Bilder, Grafiken, Code und sonstiger Inhalt sind - sofern nicht anders angegeben - lizenziert unter CC BY 4.0. Nennung gemäß TULLU-Regel bitte wie folgt: “Übungsaufgaben zum Routing” von oer-informatik.de (H. Stein), Lizenz: CC BY 4.0. Der Artikel wurde unter https://oer-informatik.de/routing-uebungsaufgaben veröffentlicht, die Quelltexte sind in weiterverarbeitbarer Form verfügbar im Repository unter https://gitlab.com/oer-informatik/netzwerk/adressierung-protokolle. Erstellt mit KI-Assistenz; von mir umfassend redaktionell überarbeitet, geprüft und freigegeben. Stand: 28.10.2026.

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