Wie sind die Aufgaben aufgebaut? Kompetenzstufen, Operatoren, Punkte und Zeit
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https://oer-informatik.de/aufgaben-aufbau
Aufgabenkonstruktion, Kompetenzstufen, Operatoren, Anforderungsbereiche, Bewertung, Punkteverteilung, Bearbeitungszeit, Beispiellösung, KI-Prompt, Übungsaufgaben
tl/dr; (ca. 16 min Lesezeit): Alle Übungsaufgaben auf oer-informatik.de folgen demselben Muster: eine Ausgangssituation aus einem Szenario, Teilaufgaben mit Operator und Punktzahl, vier Kompetenzstufen, eine Mischung aus Anforderungsbereichen und ausgeblendete Beispiellösungen mit Bewertungshinweisen. Hier erfährst Du, wie Punkte und Bearbeitungszeit zusammenhängen, woran Du gute Antworten erkennst und wie Du Dir mit einem Prompt weitere Aufgaben im selben Stil erzeugen lässt [AI-Assisted]. (Zuletzt geändert am 28.10.2026)
Auf oer-informatik.de gibt es zu vielen Artikeln eine eigene Seite mit Übungsaufgaben. Ob es um SQL-Abfragen, Kryptografie, UML-Diagramme, Subnetting oder die USV im Serverraum geht: Die Aufgaben sehen sich ähnlich, weil sie nach einem festen Muster mit KI-Hilfe gebaut sind. Dieser Artikel beschreibt dieses Muster und hilft Dir in drei Situationen:
Beim Erstellen eigener Aufgaben: Lehrkräfte, Lerngruppen oder ein KI-Sprachmodell können neue Aufgaben im selben Stil bauen. Jede Übungsseite enthält dafür einen ausgeblendeten Prompt, der auf diesen Artikel verweist.
Beim Üben: Du erkennst, was eine Teilaufgabe von Dir will und wie viel Zeit Du Dir nehmen solltest.
Beim Selbstbewerten: Du verstehst, wie die Punkte in den Beispiellösungen zustande kommen.
Wie ist eine Übungsseite aufgebaut?
Jede Übungsseite gehört zu mindestens einem Lehrartikel und hat immer dieselbe Reihenfolge:
Kurzfassung (tl/dr) mit der geschätzten Bearbeitungszeit und einem Satz zu den Inhalten. Dieser Teil ergibt natürlich nur für veröffentlichte Aufgaben hier Sinn und kann für eigene Aufgaben übersprungen werden. Besteht die Seite aus mehreren längeren Aufgaben, steht dort die Gesamtzeit, und jede Aufgabe trägt zusätzlich ihre eigene Zeit, z. B. (ca. 28 min Bearbeitungszeit).
Verweis auf den Lehrartikel, zu dem die Aufgaben gehören, oft ergänzt um Artikel, auf denen das Thema aufbaut. Diese Referenz wird wichtig, wenn Du eigene Aufgaben bauen willst – sie benötigen eine inhaltliche Basis. Im einfachsten Fall ist das ein Thema; wenn Du das Thema konkret eingrenzen willst, ist das ein Artikel wie in meinen Beispielen.
Hinweise zur Bearbeitung: welche Aufgaben zu welcher Kompetenzstufe gehören, welche Operatoren was verlangen und dass Du Deine Antwort erst vollständig aufschreibst, bevor Du die Beispiellösung aufklappst. Manchmal wird auch noch auf eine bestimmte Notationshilfe verwiesen, ggf. auf das Tabellenbuch, eine Formelsammlung, einen handgeschriebenen Lernzettel (als cheat sheet) oder auf zugelassene Taschenrechner.
Ein ausgeblendeter Prompt, mit dem Du Dir weitere Aufgaben zum Thema erzeugen lassen kannst. Er steht immer vor den eigentlichen Aufgaben und enthält das Thema mit Schlagwörtern umrissen, einen Link zu einem Grundlagenartikel und Hinweise, wie umfangreich und für welche Kompetenzstufe die Aufgaben erstellt werden sollen (siehe Abschnitt „Weitere Aufgaben mit einem KI-Sprachmodell erzeugen“).
Die Aufgaben, aufsteigend nach Kompetenzstufe sortiert und nummeriert als
Aufgabe K.i: K ist die Stufe, i die laufende Nummer innerhalb der Stufe. „Aufgabe 2.3“ ist also die dritte Aufgabe auf Stufe 2. Mehr zu den Stufen folgt unten.
Wie ist eine einzelne Aufgabe aufgebaut?
Eine Aufgabe besteht aus einer Ausgangssituation und mehreren Teilaufgaben. Die Ausgangssituation erzählt in drei bis sechs Sätzen, wo Du stehst: in welchem Betrieb, mit welchen Personen, vor welchem Problem. Darauf beziehen sich alle Teilaufgaben, und eine gute Antwort nimmt diesen Bezug auf.
Die Teilaufgaben heißen a), b), c) …; gehören mehrere eng zusammen, werden sie mit aa), ab) … untergliedert, und vor der Gruppe steht ein kurzer Zwischentext mit neuen Informationen. Jede Teilaufgabe beginnt mit einem Operator (Nenne, Beschreibe, Berechne, Beurteile …) und endet mit ihrer Punktzahl. Oft gibt es Material dazu: eine Tabelle zum Ausfüllen, einen Codeauszug, eine Konfigurationsdatei, eine Log-Ausgabe, einen englischsprachigen Text, einen Datenblattausschnitt, ein Diagramm oder eine Aussage einer Person aus dem Szenario, zu der Du Stellung nehmen sollst.
Das Grundgerüst sieht so aus:
### Aufgabe 2.1: <sprechender Titel aus der Situation> (Kernkompetenz)
_(ca. 27 min Bearbeitungszeit)_
<Ausgangssituation: Betrieb, Personen, Problem – 3 bis 6 Sätze>
**a)** Nenne zwei … **(2 Punkte)**
<Button „Beispiellösung ein-/ausblenden“ + ausgeblendete Lösung>
**b)** Erläutere, warum … **(4 Punkte)**
<Zwischentext mit neuem Material, z. B. Tabelle, Code, Log>
**ca)** Ergänze die Tabelle. **(6 Punkte)**
**cb)** Beurteile den Vorschlag von … **(4 Punkte)**Zu jeder Teilaufgabe gibt es eine eigene, ausgeblendete Beispiellösung. Sie enthält die erwartete Antwort, sagt, wofür es wie viele Punkte gibt, und nennt bei offenen Aufgaben weitere richtige Möglichkeiten.
Welche Aufgabenformen kommen vor?
Damit Du nicht nur eine Art von Frage trainierst, mischen die Aufgaben eines Themas verschiedene Formen:
| Aufgabenform | Was Du tust | typische Operatoren |
|---|---|---|
| offene Kurzantwort | Begriffe, Werte oder Befehle angeben | nennen, angeben |
| offene Langantwort | einen Sachverhalt in ganzen Sätzen mit Bezug zur Situation darstellen | beschreiben, erläutern, erklären |
| gebundene Aufgabe | zutreffende Aussagen ankreuzen, Begriffe zuordnen, Schritte in eine Reihenfolge bringen | kennzeichnen, ankreuzen, zuordnen, ordnen |
| Tabelle ausfüllen | leere Zellen einer vorgegebenen Tabelle füllen | ergänzen, vervollständigen, eintragen |
| Fehler finden | Fehler in Code, Konfiguration, Notizen oder einer Anleitung finden und korrigieren | finden, korrigieren, prüfen |
| Rechnen | Rechenweg mit Gegeben, Gesucht, Formel, Umformung und Ergebnis | berechnen, ermitteln, bestimmen |
| Modellieren und Programmieren | Diagramm, Abfrage, Pseudocode oder Code erstellen oder ergänzen | erstellen, zeichnen, entwerfen, implementieren |
| Code verstehen | Schreibtischtest, Ausgabe vorhersagen, Wirkung eines Befehls erklären | ermitteln, analysieren, beschreiben |
| Stellungnahme | einen Vorschlag einer Person begründet bewerten und eine Alternative empfehlen | beurteilen, bewerten, Stellung nehmen, entscheiden |
| englischer Fachtext | Informationen aus einem englischen Text entnehmen und auf Deutsch anwenden | nennen, erläutern, begründen |
Das ist natürlich keine abschließende Liste und kann beliebig erweitert werden. Nicht jede Aufgabenform eignet sich für jedes Thema. Manchmal bieten sich für bestimmte Themen auch besondere Aufgabenformate an.
Vier Kompetenzstufen: Für wen ist welche Aufgabe?
Jede Aufgabe trägt im Titel eine Kompetenzstufe. Sie sagt, auf welchem Stand der Ausbildung Du die Aufgabe sicher lösen können solltest:
| Stufe | Name | Bedeutung | typischer Umfang |
|---|---|---|---|
| 1 | Basiskompetenz | für alle IT-Berufe gleich; Stoff etwa der ersten Ausbildungshälfte | 10 bis 20 Punkte, ca. 5 kürzere Teilaufgaben, auch gebundene |
| 2 | Kernkompetenz | Breitenwissen am Ausbildungsende, ohne Spezialisierung auf eine Fachrichtung | 25 bis 35 Punkte, ca. 6 Teilaufgaben |
| 3 | Profilkompetenz | berufsspezifisches Wissen am Ausbildungsende (z. B. Anwendungsentwicklung, Systemintegration) | 25 bis 35 Punkte, ca. 7 Teilaufgaben, mehr Material |
| 4 | Expertise | geht darüber hinaus; anspruchsvolle Transfer- und Bewertungsaufgaben | frei, meist ab 30 Punkten |
Welche Stufe bei einem Thema gilt, steht am Anfang der Hinweise zur Bearbeitung jeder Übungsseite. Die Stufen bauen aufeinander auf: Wer Profilkompetenz braucht, sollte auch die Aufgaben der Stufen 1 und 2 beherrschen.
Höhere Stufen sind nicht einfach „mehr vom Gleichen“. Sie unterscheiden sich darin,
wie viel Material Du auswerten musst (eine Tabelle oder Konfigurationsdatei mit mehreren Fehlern statt einer einzelnen Frage),
wie stark Du Wissen auf eine neue Situation übertragen musst,
wie oft Du begründet entscheiden oder bewerten sollst und
wie viele Themen in einer Aufgabe zusammenkommen (z. B. Verschlüsselung, Zertifikate und Datensicherung in einem Szenario).
Operatoren und Anforderungsbereiche
Der Operator am Anfang einer Teilaufgabe sagt Dir, was Du tun sollst und wie ausführlich die Antwort sein muss. Die Operatoren lassen sich drei Anforderungsbereichen zuordnen, einer vereinfachten Lernzieltaxonomie (nach den Anforderungsbereichen der Kultusministerkonferenz, ähnlich den Stufen von Bloom bzw. Anderson und Krathwohl):
| Anforderungsbereich | Was verlangt ist | Operatoren | erwartete Antwort |
|---|---|---|---|
| I – Wiedergeben | Gelerntes abrufen, Begriffe und Werte angeben, zuordnen | nennen, angeben, ankreuzen, kennzeichnen, zuordnen, eintragen | Stichworte, Werte, Kreuze; keine Erklärung nötig |
| II – Anwenden und Erklären | Wissen auf die Situation übertragen, Zusammenhänge darstellen, rechnen, erstellen | beschreiben, erläutern, erklären, berechnen, ermitteln, ergänzen, vervollständigen, erstellen, zeichnen, vergleichen | ganze Sätze mit Bezug zur Situation; nachvollziehbarer Rechenweg; vollständiges Diagramm oder vollständiger Code |
| III – Beurteilen und Gestalten | Lösungen bewerten, begründet entscheiden, Fehler finden, eigene Lösungen entwickeln | beurteilen, bewerten, Stellung nehmen, begründen, entscheiden, vorschlagen, entwickeln, korrigieren | eigene, begründete Position mit Argumenten aus der Situation; Vor- und Nachteile abwägen |
Einige Operatoren genauer:
Nennen verlangt nur den Begriff. „Nenne zwei Schutzziele“ ist mit „Vertraulichkeit, Integrität“ vollständig beantwortet.
Beschreiben verlangt einen zusammenhängenden Sachverhalt in eigenen Worten, z. B. die Schritte eines Ablaufs.
Erläutern verlangt zusätzlich Gründe, Zusammenhänge oder ein Beispiel – meist aus der Ausgangssituation. Ein „weil …“ gehört fast immer dazu.
Berechnen verlangt einen nachvollziehbaren Rechenweg mit Einheiten, nicht nur das Ergebnis.
Beurteilen und Stellung nehmen verlangen eine eigene Position („Der Vorschlag ist ungeeignet, weil …“) mit Argumenten. Wer nur Fakten aufzählt, ohne zu entscheiden, verschenkt Punkte.
Wie sind die Anforderungsbereiche verteilt?
Auf der Basisstufe nutze ich einen größeren Anteil des reinen Wiedergebens, auf Kern- und Profilstufe wächst der Anteil an Anwenden und Beurteilen. Das Diagramm zeigt die Verteilung in den bisher veröffentlichten Übungsaufgaben (563 Aufgaben; jede Teilaufgabe ist nach ihrem ersten Operator zugeordnet).
Als Faustregel für eigene Aufgaben (bezogen auf die Punkte einer Aufgabe):
| Stufe | Bereich I | Bereich II | Bereich III |
|---|---|---|---|
| Basiskompetenz | ca. 40 % | ca. 45 % | ca. 15 % |
| Kernkompetenz | ca. 20 % | ca. 60 % | ca. 20 % |
| Profilkompetenz | ca. 20 % | ca. 55 % | ca. 25 % |
| Expertise | ca. 10 % | ca. 50 % | ca. 40 % |
Punkte und Bewertungskriterien
Wie viele Punkte bekommt eine Teilaufgabe?
Mit wie vielen Punkten eine Teilaufgabe bewertet wird, hängt natürlich stark vom Inhalt ab und reicht von 2 bis 4 Punkten bei sehr kleinen Aufgaben zur Wissensreproduktion bis hin zu 10 bis 30 Punkten für komplexere Analyse- und Modellierungsaufgaben. Die Punktzahl folgt dem erwarteten Umfang der Antwort:
| Operator bzw. Form | übliche Punkte | Punkteregel |
|---|---|---|
| nennen, angeben | 2 bis 4 | 1 Punkt je genanntem Begriff oder Wert |
| ankreuzen, kennzeichnen | 2 bis 4 | 1 Punkt je richtigem Kreuz; ein falsches Kreuz kostet 1 Punkt (nicht unter 0) |
| zuordnen, Reihenfolge | 3 bis 6 | 1 Punkt je richtiger Zuordnung bzw. je richtig platziertem Schritt (oft halbe Punkte bei vielen Elementen) |
| beschreiben, erklären, erläutern | 3 bis 6 | 1 bis 2 Punkte je Aspekt: Aussage 1 Punkt, Begründung bzw. Situationsbezug 1 Punkt |
| begründen, beurteilen, Stellung nehmen | 3 bis 6 | 1 Punkt je tragfähigem Argument, 1 Punkt für die begründete Entscheidung bzw. Alternative |
| berechnen | 3 bis 15 | Ansatz bzw. Formel, Rechenweg mit Einheiten, Ergebnis; Folgefehler werden nicht doppelt abgezogen |
| Tabelle ergänzen | 4 bis 8 | 1 Punkt je Zeile oder je zwei Zellen |
| erstellen, zeichnen, implementieren | 5 bis 30 | Punkte je Bestandteil (z. B. Tabelle und JOIN-Bedingung, Klasse mit Attributen, Beziehung mit Multiplizität, Schleife mit Abbruchbedingung, Diagrammknoten und -kanten) |
Was steht in einer Beispiellösung?
Beispiellösungen sind keine reinen Musterantworten, sondern Bewertungshilfen. Sie enthalten:
die erwartete Antwort – bei offenen Fragen als eine mögliche Formulierung, oft mit „z. B.“,
die Punkteverteilung direkt an den Aspekten, etwa „(1 Punkt)“ hinter jedem Argument,
Alternativen, die ebenfalls volle Punkte geben, und typische Fehler, die keine Punkte geben,
bei Code und SQL das vollständige Ergebnis (z. B. die Ergebnistabelle einer Abfrage), damit Du Deine Lösung vergleichen kannst,
bei Rechnungen den vollständigen Rechenweg: Gegeben und Gesucht, Formel in Grundform, Umformung, Werte mit Einheiten, Ergebnis gerundet und doppelt unterstrichen.
Grundsätzlich gilt: Andere fachlich richtige Antworten sind ebenfalls richtig. Bewerte Dich ehrlich nach den Aspekten, nicht nach dem Wortlaut. Eine Antwort ohne Bezug zur Situation („Verschlüsselung schützt Daten“) bekommt bei „Erläutere“ meist nur die Hälfte der Punkte.
Wie lange dauert eine Aufgabe?
Die Zeitangaben auf den Übungsseiten sind Schätzungen. Sie beruhen auf einer einfachen Faustregel: Bei einer normalen Klassenarbeit von 60 Minuten vergebe ich üblicherweise 70 bis 80 Punkte. Bei Abschlussprüfungen ist das Zeitraster noch etwas knapper: für 100 Punkte hat man 90 Minuten Bearbeitungszeit.
t \approx \text{Punkte} \cdot 0{,}75\ \mathrm{min}\ \text{bis}\ \text{Punkte} \cdot 0{,}9\ \mathrm{min}
Für die Zeitangaben auf den Übungsseiten rechne ich mit dem oberen Wert, also 0,9 min je Punkt. Dazu kommen zwei Korrekturen:
Schwierigkeit: Sehr einfache Aufgaben bekommen den Faktor 0,7, sehr komplexe (viel Material, mehrere verschränkte Schritte) den Faktor 1,5. Die allermeisten Aufgaben liegen bei 1,0.
Lesestoff: Gibt es viel zu lesen – lange Ausgangssituationen, Codeauszüge, Tabellen, englische Texte –, reicht die Punktezeit nicht. Gerechnet wird mit ungefähr 170 gelesenen Wörtern pro Minute. Wäre allein das Lesen länger als die Punktezeit, wird die Lesezeit angesetzt und ein Drittel der Punktezeit dazugerechnet.
Einige Beispiele:
| Aufgabe | Punkte | Faktor | Rechnung | Zeit |
|---|---|---|---|---|
| typische Basisaufgabe | 15 | 1,0 | 15 · 0,9 min | ca. 14 min |
| sehr einfache Basisaufgabe | 15 | 0,7 | 15 · 0,9 min · 0,7 | ca. 10 min |
| typische Kern- oder Profilaufgabe | 30 | 1,0 | 30 · 0,9 min | ca. 27 min |
| sehr komplexe Profilaufgabe | 30 | 1,5 | 30 · 0,9 min · 1,5 | ca. 41 min |
Plane beim Üben ruhig etwas mehr Zeit ein, besonders am Anfang. Wenn Du allerdings regelmäßig doppelt so lange brauchst, lohnt sich ein Blick zurück in den Lehrartikel.
Szenarien und Personen
Die Aufgaben spielen in wiederkehrenden, ausgedachten Szenarien in Bielefeld und Umgebung. So lernst Du die Betriebe und Personen nach und nach kennen, und eine Aufgabe zu Datenbanken passt zu einer Aufgabe zur IT-Sicherheit im selben Betrieb:
Let’s Meet GmbH – eine App, über die sich Menschen zu gemeinsamen Freizeitaktivitäten verabreden; Datenschutz und der Schutz Minderjähriger spielen eine große Rolle.
Barcamp am Ratz und Rübe Berufskolleg (RRB) – Planung und Durchführung eines Barcamp-Kongresses mit Software (Sessionplanung, Check-in) und Technik (Netz, Monitore, Türschilder).
Mitfahr-App „RatzFahrt“ – Schüler*innen des RRB bilden Fahrgemeinschaften zu den Berufsschultagen.
CSB-Rad GmbH – ein Onlineshop für Fahrräder und Komponenten mit individueller Fertigung bei Partnerbetrieben.
Du übernimmst meist die Rolle einer bzw. eines Auszubildenden im Betrieb. Die Personen in den Szenarien sind so vielfältig wie die Gesellschaft. Passt kein Szenario zu einem Thema, darf eine Aufgabe auch in einem anderen Betrieb spielen.
Checkliste für neue Aufgaben
Wenn Du selbst Aufgaben erstellst – allein, in der Lerngruppe oder als Lehrkraft –, helfen diese Fragen:
Abdeckung: Kommen alle wichtigen Aspekte des Lehrartikels in den Aufgaben des Themas mindestens einmal vor? Kommen verschiedene Aufgabenformen vor?
Situation: Gibt es eine glaubwürdige Ausgangssituation, auf die sich die Teilaufgaben beziehen? Lässt sich jede Teilaufgabe nur mit Blick auf die Situation vollständig beantworten?
Operatoren: Beginnt jede Teilaufgabe mit genau einem Operator, der zur erwarteten Antwort passt? Ist die Mischung der Anforderungsbereiche passend zur Stufe?
Punkte: Hat jede Teilaufgabe eine Punktzahl, die zur Zahl der erwarteten Aspekte passt? Ist die Summe stimmig zur Stufe?
Lösbarkeit: Ist die Aufgabe eindeutig? Sind alle nötigen Angaben (Werte, Tabellen, Code) vorhanden? Sind Code und SQL ausprobiert?
Beispiellösung: Gibt es zu jeder Teilaufgabe eine Lösung mit Punkteverteilung und Alternativen?
Eigenständigkeit: Sind Situation, Daten, Tabellen und Formulierungen selbst ausgedacht und nicht aus fremden Aufgabensammlungen übernommen?
Weitere Aufgaben mit einem KI-Sprachmodell erzeugen
Auf jeder Übungsseite findest Du vor den Aufgaben einen ausgeblendeten Bereich „Prompt für weitere Übungsaufgaben“. Den Text darin kannst Du in ein KI-Sprachmodell Deiner Wahl kopieren. Der Prompt ist immer gleich aufgebaut:
Er verweist auf diesen Artikel als Bauplan für Aufbau, Stufen, Operatoren, Punkte und Zeit.
Er verweist auf den oder die Lehrartikel als fachliche Grundlage und auf die Übungsseite als Stilbeispiel.
Er nennt die Inhalte, die die neuen Aufgaben abdecken sollen, als Stichpunktliste. Du kannst Punkte streichen oder ergänzen, wenn Du gezielt etwas üben willst.
Er lässt Dich Stufe, Anzahl und Szenario wählen.
Er fordert die Beispiellösungen erst auf Nachfrage an, damit Du nicht versehentlich spickst.
So sieht die allgemeine Vorlage aus; auf den Übungsseiten sind Thema, Links und Inhalte schon eingetragen:
Erstelle neue Übungsaufgaben zum Thema „<Thema>“.
Bauplan: Halte Dich an Aufbau, Kompetenzstufen, Operatoren,
Anforderungsbereiche, Punkte und Zeitschätzung, die im Artikel
https://oer-informatik.de/aufgaben-aufbau beschrieben sind.
Fachliche Grundlage:
- https://oer-informatik.de/<lehrartikel>
Stilbeispiel: https://oer-informatik.de/<lehrartikel>-uebungsaufgaben
Die Aufgaben sollen diese Inhalte abdecken:
- <Inhalt 1>
- <Inhalt 2>
- <Inhalt 3>
Kompetenzstufe: <Basiskompetenz | Kernkompetenz | Profilkompetenz | Expertise>
Anzahl: <1 | 2 | 3> Aufgaben
Szenario: <eines der Szenarien aus dem Bauplan oder ein eigenes>
Vorgehen:
1. Lies zuerst die verlinkten Artikel. Kannst Du keine Webseiten
abrufen, sag mir das, statt zu raten.
2. Gib je Aufgabe Titel mit Kompetenzstufe, Ausgangssituation und
Teilaufgaben mit Operator und Punktzahl aus, dazu die geschätzte
Bearbeitungszeit.
3. Gib die Beispiellösungen mit Punkteverteilung erst aus, wenn ich
danach frage.
Prüfe die Ergebnisse kritisch. KI-Sprachmodelle erfinden gelegentlich Fakten, verrechnen sich oder vergeben Punkte, die nicht zur Antwort passen. Vergleiche die Beispiellösungen mit dem Lehrartikel, probiere Code und SQL aus und frage nach, wenn Dir etwas merkwürdig vorkommt. Gib keine personenbezogenen Daten in den Prompt ein.
Links und weitere Informationen
Englischsprachige Fachtexte und Datenblätter auswerten (Artikel aus derselben Reihe zu Fachmethoden)
als Nachschlagewerk: Deutscher Bildungsserver: Bildungsstandards der KMK mit Operatoren und Anforderungsbereichen
zur Vertiefung: Lernzieltaxonomie nach Bloom sowie Anderson und Krathwohl (Wikipedia)
Hinweis zur Nachnutzung als Open Educational Resource (OER)
Dieser Artikel und seine Texte, Bilder, Grafiken, Code und sonstiger Inhalt sind - sofern nicht anders angegeben - lizenziert unter CC BY 4.0. Nennung gemäß TULLU-Regel bitte wie folgt: “Wie sind die Aufgaben aufgebaut? Kompetenzstufen, Operatoren, Punkte und Zeit” von oer-informatik.de (H. Stein), Lizenz: CC BY 4.0. Der Artikel wurde unter https://oer-informatik.de/aufgaben-aufbau veröffentlicht, die Quelltexte sind in weiterverarbeitbarer Form verfügbar im Repository unter https://gitlab.com/oer-informatik/methoden/fachmethoden. Erstellt mit KI-Assistenz; von mir umfassend redaktionell überarbeitet, geprüft und freigegeben. Stand: 28.10.2026.
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