Übungsaufgaben zur E-Rechnung

https://bildung.social/@oerinformatik/

https://oer-informatik.de/e-rechnung-uebungsaufgaben

E-Rechnung, EN 16931, XRechnung, ZUGFeRD, XML, CII, UBL, Validierung, Übungsaufgaben, Prüfungsvorbereitung

tl/dr; (Bearbeitungszeit insgesamt 135 min, mehrere Aufgaben): Vier umfangreiche Übungsaufgaben zur elektronischen Rechnung: englische Fachtexte auswerten, entscheiden, wann eine E-Rechnung Pflicht ist, einen Testplan für die eigene Implementierung beurteilen, XML-Rechnungen in den Syntaxen CII und UBL analysieren, einen automatisierten Rechnungseingang planen, Kundschaft bei der Einführung beraten, Lösungsvarianten vergleichen, eine XRechnung rechnerisch prüfen und die Aufbewahrung bewerten. Alle Lösungen sind ausgeblendet und mit Punkteverteilung versehen [AI-Assisted]. (Zuletzt geändert am 29.10.2026)

Diese Übungsaufgaben gehören zum Artikel Elektronische Rechnungen (E-Rechnung): Daten statt Papier und PDF. Die XML-Grundlagen findest Du im Artikel Einstieg in XML.

Wortwolke mit Begriffen der Übungsaufgaben zur E-Rechnung, u. a. E-Rechnung, XRechnung, ZUGFeRD, EN 16931, XML, Validator und Leitweg-ID (mit KI erstellt)

Hinweise zur Bearbeitung: Als FIA oder IKS musst Du zur Teil-2-Prüfung Aufgaben auf Kernkompetenz-Ebene lösen können, das sind Aufgabe 2.1 und Aufgabe 2.2. Von IKS wird zusätzlich erwartet, dass ihnen Aufgaben auf Profilkompetenz-Ebene (Aufgabe 3.1 und Aufgabe 3.2) keine Probleme bereiten. Achte auf die Operatoren: „Nennen“ verlangt Stichworte, „beschreiben“ einen Sachverhalt in eigenen Worten, „erläutern“ eine Aussage mit Begründung oder Beispiel, „Stellung nehmen“ eine begründete eigene Entscheidung. Die Rechtslage ist auf den Stand Oktober 2026 bezogen; die Aufgaben spielen im Herbst 2026 und Anfang 2027. Schreib Deine Lösung zuerst vollständig auf, bevor Du die Beispiellösung aufklappst.

Du möchtest eigene Aufgaben zum Üben von einem KI-Sprachmodell generieren lassen?

Kopiere den Text in ein KI-Sprachmodell Deiner Wahl und passe Kompetenzstufe, Anzahl, Bearbeitungszeit und Szenario bei Bedarf an. Wie die Aufgaben aufgebaut sind, beschreibt der Artikel Wie sind die Aufgaben aufgebaut?. Prüfe die Ergebnisse mit dem Lehrartikel: KI-Sprachmodelle machen Fehler.

Erstelle neue Übungsaufgaben zum Thema „E-Rechnung“.

Bauplan: Halte Dich an Aufbau, Kompetenzstufen, Operatoren,
Anforderungsbereiche, Punkte und Zeitschätzung, die im Artikel
https://oer-informatik.de/aufgaben-aufbau beschrieben sind.

Fachliche Grundlage:
- https://oer-informatik.de/e-rechnung
- https://oer-informatik.de/xml-einstieg
- Stilbeispiel: https://oer-informatik.de/e-rechnung-uebungsaufgaben

Die Aufgaben sollen Inhalte zu diesen Schlagwörtern abdecken:
- E-Rechnung
- EN 16931
- XRechnung
- ZUGFeRD
- XML
- CII
- UBL
- Validierung

Kompetenzstufe: Kernkompetenz (alternativ: Basiskompetenz, Profilkompetenz, Expertise)
Anzahl: 1 Aufgabe mit Teilaufgaben
Bearbeitungszeit in Minuten ca.: <5 bis 30 min>
Szenario: eines der Szenarien aus dem Bauplan

Vorgehen:
1. Lies zuerst die verlinkten Artikel. Kannst Du keine Webseiten
   abrufen, sag mir das, statt zu raten.
2. Steht bei einer Angabe noch ein Platzhalter in <…>, frag mich
   zuerst danach. Richte Punkte und Zahl der Teilaufgaben nach der
   Bearbeitungszeit (ca. 0,9 min je Punkt).
3. Gib je Aufgabe Titel mit Kompetenzstufe, Ausgangssituation und
   Teilaufgaben mit Operator und Punktzahl aus, dazu die geschätzte
   Bearbeitungszeit.
4. Gib die Beispiellösungen mit Punkteverteilung erst aus, wenn ich
   danach frage.

Aufgabe 2.1: Ausgangsrechnungen als E-Rechnung im Fahrrad-Onlineshop (Kernkompetenz)

(ca. 36 min Bearbeitungszeit)

Du bist Auszubildende*r im Entwicklungsteam der CSB-Rad GmbH in Bielefeld. Das Unternehmen verkauft Fahrräder und Komponenten über einen Onlineshop an Privatkundschaft, an Fachhändler und an öffentliche Auftraggeber; der Umsatz 2025 lag bei 9,6 Mio. €, für 2026 zeichnet sich ein ähnlicher Wert ab. Bisher erzeugt das Shop-Backend Rechnungen als PDF, für die Radhaus Bielefeld-Süd GmbH zusätzlich im ZUGFeRD-Format und für den Zweckverband Radwege OWL als XRechnung.

Natalia Wróbel aus der Buchhaltung möchte, dass ab dem 01.01.2027 alle Rechnungen, für die es vorgeschrieben ist, als E-Rechnung verschickt werden. Cem Sarıkaya, Geschäftsführer Technik und IT, beauftragt Dich und Deinen Mit-Azubi Jonas, das Rechnungsmodul des Shop-Backends dafür vorzubereiten.

a) Zur Einarbeitung liest Du die Entwicklerdokumentation einer Bibliothek für E-Rechnungen:

Developer notes – Generating EN 16931 invoices

The European standard EN 16931-1 does not define a file format. It defines a semantic data model: a set of business terms such as “Invoice number” (BT-1), “Invoice issue date” (BT-2) or “Buyer reference” (BT-10), together with business rules that describe how these terms relate to each other – for example, that the amount due for payment equals the invoice total minus any amount already paid, plus a possible rounding amount. How the terms are written into a file is defined separately in syntax bindings. Two syntaxes are permitted: OASIS UBL 2.1 and UN/CEFACT Cross Industry Invoice (CII). Therefore the same invoice can be stored in two completely different XML files, and both are correct.

Countries and sectors may publish a core invoice usage specification (CIUS) that adds stricter rules, e.g. the German XRechnung, which makes the buyer reference mandatory. Hybrid formats such as ZUGFeRD and Factur-X attach a CII file to a PDF/A-3 document so that people can read the invoice without special software. Keep in mind that the PDF is only a view: if the two parts contradict each other, the structured data counts. An invoice that was typed in a word processor and saved as a PDF is digital, but it is not an electronic invoice – the receiving system cannot know for sure which number on the page is the total.

aa) Erläutere mithilfe des Textes, was das semantische Datenmodell der EN 16931 festlegt und was eine Syntax festlegt. (4 Punkte)

  • Semantisches Datenmodell (2 Punkte): legt fest, welche Angaben eine Rechnung enthalten kann oder muss und was sie bedeuten (business terms wie Rechnungsnummer BT-1, Rechnungsdatum BT-2, Käuferreferenz BT-10) sowie Geschäftsregeln, wie die Angaben zusammenhängen (z. B. fälliger Betrag = Gesamtbetrag − bereits gezahlter Betrag + Rundung). Es ist unabhängig von einem Dateiformat.

  • Syntax (2 Punkte): legt fest, wie diese Angaben in eine Datei geschrieben werden, also Elementnamen, Verschachtelung und Reihenfolge in XML. Erlaubt sind UBL 2.1 und UN/CEFACT CII. Deshalb kann dieselbe Rechnung in zwei unterschiedlich aussehenden, aber gleichwertigen XML-Dateien stehen.

Bewertung: je Begriff 1 Punkt für die Kernaussage, 1 Punkt für Beispiel bzw. Begründung aus dem Text.

ab) Jonas schlägt vor, im neuen Modul nur die XML-Datei aus den Bestelldaten zu erzeugen und das PDF der ZUGFeRD-Rechnung wie bisher unabhängig davon mit der vorhandenen Berichtsvorlage zu drucken. Erläutere mit Bezug zum Text, warum das problematisch ist. (3 Punkte)

Wenn XML und PDF getrennt erzeugt werden, können sie voneinander abweichen (z. B. anders gerundete Beträge, vergessener Rabatt, alte Adresse in der Vorlage) (1 Punkt). Laut Text ist das PDF nur eine Ansicht; bei Widersprüchen gelten die strukturierten Daten (XML) (1 Punkt). Die Kundin bzw. der Kunde sieht dann im PDF einen anderen Betrag, als rechtlich gilt und vom ERP-System verbucht wird – Rückfragen, Fehlzahlungen und eine fehlerhafte Rechnung sind die Folge. Beide Teile müssen daher aus derselben Datenquelle erzeugt werden, am besten das PDF aus der XML (1 Punkt).

ac) Natalia wundert sich: „Unsere PDF-Rechnungen kommen doch per E-Mail bei der Kundschaft an – warum zählen sie ab 2027 nicht als E-Rechnung?“ Erkläre es ihr am Beispiel einer Rechnung an die Radhaus Bielefeld-Süd GmbH: Was muss die Buchhaltungssoftware von Radhaus tun, um aus dem PDF Rechnungsnummer, Positionen und Zahlbetrag zu übernehmen, und was ist bei einer ZUGFeRD-Rechnung anders? (3 Punkte)

  • PDF: Für die Software ist das PDF nur eine Seite, auf der Text an bestimmten Stellen steht. Sie kann nicht sicher erkennen, welche Zeichenfolge die Rechnungsnummer und welche Zahl der Zahlbetrag ist. Jemand muss die Werte abtippen, oder eine Texterkennung errät sie anhand des Layouts und ein Mensch kontrolliert das Ergebnis (1 Punkt).

  • ZUGFeRD: Im PDF steckt zusätzlich eine XML-Datei nach EN 16931. Jede Angabe hat dort ein festgelegtes Element (Rechnungsnummer, jede einzelne Position, fälliger Betrag), sodass die Software sie ohne Raten übernehmen, prüfen und buchen kann (1 Punkt).

  • Folgerung: Entscheidend ist nicht, dass die Rechnung elektronisch verschickt wird, sondern ob ihre Daten strukturiert vorliegen und sich automatisch verarbeiten lassen. Das reine PDF ist deshalb eine „sonstige Rechnung“ (1 Punkt).

b) Natalia hat Rechnungen zusammengestellt, die im Januar 2027 anstehen. Dabei ist zu beachten: Für Umsätze zwischen inländischen Unternehmen gilt die Pflicht, E-Rechnungen auszustellen, ab 2027 für Unternehmen mit mehr als 800.000 € Vorjahresumsatz und ab 2028 für alle. Kleinbetragsrechnungen bis 250 € brutto sind ausgenommen.

ba) Nimm zu jeder Rechnung Stellung: Muss CSB-Rad sie als E-Rechnung ausstellen? Begründe Deine Entscheidung. (10 Punkte)

Rechnungen im Januar 2027
Nr. Rechnung E-Rechnung Pflicht? Begründung
1 Lastenrad nach Maß für die Privatkundin Chiamaka Okafor-Schmidt, 4.499,00 € brutto
2 6 Stadträder und 20 Lichtsets für die Radhaus Bielefeld-Süd GmbH, 5.604,90 € brutto
3 12 gleichschließende Rahmenschlösser für den Zweckverband Radwege OWL (öffentlicher Auftraggeber)
4 Nachlieferung von 2 Bremsbelag-Sätzen an die Radhaus Bielefeld-Süd GmbH, 43,79 € brutto
5 4 E-Bikes für die Fietshuis Twente B.V., einen Fahrradhändler in Enschede (Niederlande)
Lösung 1ba
Nr. E-Rechnung Pflicht? Begründung
1 nein Rechnung an eine Privatperson (B2C); die Pflicht gilt nur zwischen Unternehmen. Ein PDF ist weiter zulässig.
2 ja Umsatz zwischen zwei inländischen Unternehmen über 250 €; CSB-Rad hat 2026 wie schon 2025 (9,6 Mio. €) deutlich mehr als 800.000 € Umsatz und muss daher ab 2027 E-Rechnungen ausstellen (z. B. ZUGFeRD ab Profil BASIC/EN 16931 oder XRechnung).
3 ja (als XRechnung) Öffentliche Auftraggeber verlangen E-Rechnungen nach EN 16931, in Deutschland in der Regel als XRechnung mit Leitweg-ID (BT-10), meist über ihr Rechnungsportal. CSB-Rad macht das bereits so.
4 nein (freiwillig möglich) Kleinbetragsrechnung bis 250 € brutto: darf auch als sonstige Rechnung ausgestellt werden. Eine E-Rechnung ist trotzdem sinnvoll, damit Radhaus alle Rechnungen von CSB-Rad gleich verarbeiten kann.
5 nein Der Empfänger ist ein ausländisches Unternehmen; die deutsche Pflicht gilt nur für Umsätze zwischen inländischen Unternehmen. Eine E-Rechnung darf CSB-Rad anbieten, wenn der Kunde zustimmt.

Bewertung: je Zeile 1 Punkt für die richtige Entscheidung und 1 Punkt für die Begründung. In Zeile 3 auch „ja, wegen der Vorgaben für öffentliche Auftraggeber/E-Rechnungsverordnung“ als richtig werten; Leitweg-ID oder Portal sind für die volle Punktzahl nicht nötig.

bb) Der Großhändler Senne Velo Handel KG, bei dem die Werkstatt Ersatzteile bestellt, schickt auch 2027 noch PDF-Rechnungen. Sein Umsatz lag 2026 bei rund 650.000 €. Natalia fragt, ob CSB-Rad diese Rechnungen zurückweisen muss. Erläutere die Rechtslage. (2 Punkte)

Nein. Unternehmen mit höchstens 800.000 € Gesamtumsatz im Vorjahr dürfen 2027 noch sonstige Rechnungen ausstellen (Papier; PDF mit Zustimmung des Empfängers) (1 Punkt). Erst ab 01.01.2028 muss auch Senne Velo E-Rechnungen schicken. Für CSB-Rad selbst gilt die Übergangsregel nicht, weil der Vorjahresumsatz weit über 800.000 € liegt (1 Punkt).

bc) Nenne zwei Wege, auf denen CSB-Rad die E-Rechnungen an die Empfänger übermitteln kann. (2 Punkte)

Je 1 Punkt, z. B.:

  • als Anhang einer E-Mail (XML-Datei bzw. ZUGFeRD-PDF),

  • Upload in das Rechnungsportal des öffentlichen Auftraggebers,

  • über das Peppol-Netzwerk,

  • Bereitstellung zum Download im Händlerportal bzw. direkte Übertragung an das ERP-System des Kunden über eine Schnittstelle (API, EDI) nach Vereinbarung.

c) Cem möchte, dass das Shop-Backend die E-Rechnungen selbst erzeugt, statt sie in einem externen Programm nachzubearbeiten. Jonas hat für das neue Modul einen ersten Testplan entworfen:

Testplan von Jonas (Entwurf)
Nr. Geplante Maßnahme Geeignet? Was findet sie, was nicht?
1 Jede erzeugte XML-Datei wird im Build gegen die XSD-Dateien von ZUGFeRD bzw. XRechnung geprüft.
2 Eine Sammlung erfundener Testbestellungen wird bei jedem Commit in Rechnungen umgewandelt; die CI-Pipeline prüft sie mit dem KoSIT-Validator (Konfiguration für XRechnung bzw. ZUGFeRD).
3 Ein nächtliches Skript lädt alle Rechnungen des Vortags auf pruefmal.example hoch, einen kostenlosen Prüfdienst ohne Anmeldung, den Jonas über eine Suchmaschine gefunden hat, und mailt das Ergebnis an das Team.
4 Natalia sieht sich einmal pro Woche fünf zufällig gewählte ZUGFeRD-PDFs an und vergleicht sie mit den Bestellungen.
5 Unit-Tests prüfen im Rechnungsmodul die Berechnung von Positionsrabatten, Skontoangaben und Umsatzsteuer.

ca) Beurteile jede Maßnahme: Ist sie geeignet, um Abweichungen von der Spezifikation zu finden? Welche Fehler deckt sie auf, welche nicht? Gehe bei Maßnahme 3 auch auf die Risiken ein. (10 Punkte)

Je Maßnahme 2 Punkte (1 Punkt Einschätzung, 1 Punkt Begründung), z. B.:

Nr. Beurteilung
1 Sinnvoll, aber nicht ausreichend. Die XSD-Prüfung findet Strukturfehler: fehlende Pflichtelemente, falsche Reihenfolge, falsche Datentypen (z. B. Komma statt Dezimalpunkt). Ob Werte inhaltlich zusammenpassen (Summen, Steuer, fälliger Betrag), kann ein Schema nicht ausdrücken.
2 Gut geeignet. Der Validator prüft neben dem Schema auch die Geschäftsregeln der EN 16931 und die Zusatzregeln von XRechnung bzw. ZUGFeRD (Schematron), etwa ob Summen stimmen und Pflichtangaben wie die Käuferreferenz vorhanden sind. Mit erfundenen Daten gibt es kein Datenschutzproblem, und Fehler fallen vor der Auslieferung auf. Grenze: Ob die Rechnung zur Bestellung passt, prüft er nicht; bei neuen Versionen muss die Konfiguration aktualisiert werden.
3 Ungeeignet. Echte Rechnungen enthalten Namen, Anschriften, Bankverbindungen, Preise und Händlerrabatte. Sie ohne Vertrag (Auftragsverarbeitung) an einen unbekannten Dienst zu übertragen, gefährdet Geschäftsgeheimnisse und verstößt gegen den Datenschutz; Speicherort und Löschung sind unbekannt. Zudem ist offen, nach welcher Version und welchen Regeln der Dienst prüft, das Ergebnis ist also nicht verlässlich. Außerdem prüft er erst, wenn die Rechnungen schon verschickt sind.
4 Als Konformitätsprüfung wenig geeignet. Natalia sieht nur die PDF-Ansicht, nicht die maßgeblichen XML-Daten; fehlende Elemente oder Abweichungen zwischen Ansicht und XML bleiben unsichtbar, und fünf Stichproben pro Woche sind wenig. Als fachliche Kontrolle (Stimmen Preise und Rabatte?) ist sie trotzdem nützlich.
5 Sinnvoll. Rechenfehler im eigenen Code werden früh und automatisch gefunden, Grenzfälle (Rundung, Rabatt, mehrere Steuersätze) lassen sich gezielt testen. Ob das XML der Spezifikation entspricht, zeigen Unit-Tests allein nicht; sie ergänzen 1 und 2.

Fazit: 1, 2 und 5 zusammen ergeben einen tragfähigen Testplan; 3 wird gestrichen, 4 bleibt höchstens als fachliche Stichprobe.

cb) Eine der Testrechnungen aus Maßnahme 2 sieht im Ausschnitt so aus (Positionen 2 ff. und weitere Angaben weggelassen). Die XSD-Prüfung aus Maßnahme 1 meldet keinen Fehler.

<rsm:CrossIndustryInvoice xmlns:rsm="urn:un:unece:uncefact:data:standard:CrossIndustryInvoice:100"
    xmlns:ram="urn:un:unece:uncefact:data:standard:ReusableAggregateBusinessInformationEntity:100"
    xmlns:udt="urn:un:unece:uncefact:data:standard:UnqualifiedDataType:100">
  <rsm:ExchangedDocument>
    <ram:ID>TEST-2027-00004</ram:ID>
    <ram:TypeCode>380</ram:TypeCode>
    <ram:IssueDateTime>
      <udt:DateTimeString format="102">20270115</udt:DateTimeString>
    </ram:IssueDateTime>
  </rsm:ExchangedDocument>
  <rsm:SupplyChainTradeTransaction>
    <ram:IncludedSupplyChainTradeLineItem>
      <ram:AssociatedDocumentLineDocument><ram:LineID>1</ram:LineID></ram:AssociatedDocumentLineDocument>
      <ram:SpecifiedTradeProduct><ram:Name>Stadtrad Promenade 7-Gang</ram:Name></ram:SpecifiedTradeProduct>
      <ram:SpecifiedLineTradeAgreement>
        <ram:NetPriceProductTradePrice><ram:ChargeAmount>671.43</ram:ChargeAmount></ram:NetPriceProductTradePrice>
      </ram:SpecifiedLineTradeAgreement>
      <ram:SpecifiedLineTradeDelivery>
        <ram:BilledQuantity unitCode="H87">6</ram:BilledQuantity>
      </ram:SpecifiedLineTradeDelivery>
      <ram:SpecifiedLineTradeSettlement>
        <ram:SpecifiedTradeAllowanceCharge>
          <ram:ChargeIndicator><udt:Indicator>false</udt:Indicator></ram:ChargeIndicator>
          <ram:CalculationPercent>15.00</ram:CalculationPercent>
          <ram:BasisAmount>4028.58</ram:BasisAmount>
          <ram:ActualAmount>604.29</ram:ActualAmount>
        </ram:SpecifiedTradeAllowanceCharge>
        <ram:SpecifiedTradeSettlementLineMonetarySummation>
          <ram:LineTotalAmount>3424.29</ram:LineTotalAmount>
        </ram:SpecifiedTradeSettlementLineMonetarySummation>
      </ram:SpecifiedLineTradeSettlement>
    </ram:IncludedSupplyChainTradeLineItem>
    <!-- Position 2: 20 x Lichtset zu 75.63, 15 % Nachlass, LineTotalAmount 1285.71 -->
    <!-- ... Verkäufer, Käufer, Lieferung ... -->
    <ram:ApplicableHeaderTradeSettlement>
      <ram:InvoiceCurrencyCode>EUR</ram:InvoiceCurrencyCode>
      <!-- ... Umsatzsteuer-Aufschlüsselung ... -->
      <ram:SpecifiedTradePaymentTerms>
        <ram:Description>2 % Skonto bei Zahlung bis 25.01.2027, ohne Abzug bis 14.02.2027</ram:Description>
      </ram:SpecifiedTradePaymentTerms>
      <ram:SpecifiedTradeSettlementHeaderMonetarySummation>
        <ram:LineTotalAmount>4710.00</ram:LineTotalAmount>
        <ram:TaxBasisTotalAmount>4710.00</ram:TaxBasisTotalAmount>
        <ram:TaxTotalAmount currencyID="EUR">894.90</ram:TaxTotalAmount>
        <ram:GrandTotalAmount>5604.90</ram:GrandTotalAmount>
        <ram:DuePayableAmount>5492.80</ram:DuePayableAmount>
      </ram:SpecifiedTradeSettlementHeaderMonetarySummation>
    </ram:ApplicableHeaderTradeSettlement>
  </rsm:SupplyChainTradeTransaction>
</rsm:CrossIndustryInvoice>

Finde den Fehler in der Testrechnung und gib den richtigen Wert an. Begründe außerdem, welche Maßnahmen aus dem Testplan den Fehler aufdecken und welche nicht. (5 Punkte)

Fehler (2 Punkte): Der fällige Betrag DuePayableAmount (5.492,80 €) weicht vom Gesamtbetrag GrandTotalAmount (5.604,90 €) ab, obwohl nichts angezahlt wurde. Das Modul hat den Skonto (2 % von 5.604,90 € = 112,10 €) schon abgezogen. Skonto ist aber nur eine Zahlungsbedingung, die in SpecifiedTradePaymentTerms beschrieben wird; abziehen darf ihn erst die Kundin bzw. der Kunde, wenn rechtzeitig gezahlt wird.

Die übrigen Werte stimmen: Position 1: 6 · 671,43 € = 4.028,58 €, abzüglich 15 % (604,29 €) = 3.424,29 €; mit Position 2 (1.285,71 €) ergibt sich 4.710,00 € netto, 19 % USt = 894,90 €, brutto 5.604,90 €.

Richtiger Wert (1 Punkt): DuePayableAmount = 5.604,90 € (gleich GrandTotalAmount).

Welche Maßnahmen ihn finden (2 Punkte):

  • Maßnahme 1 (XSD) nicht: 5492.80 ist eine gültige Dezimalzahl an einer erlaubten Stelle; rechnerische Zusammenhänge zwischen Elementen kennt ein Schema nicht.

  • Maßnahme 2 (Validator) ja: Die Geschäftsregel BR-CO-16 der EN 16931 (fälliger Betrag = Gesamtbetrag − bereits gezahlter Betrag + Rundungsbetrag) ist verletzt; die Testrechnung wird abgelehnt.

  • Maßnahme 5 nur bedingt: Nur wenn ein Testfall mit Skontobedingung erwartet, dass der fällige Betrag dem Bruttobetrag entspricht. Wer beim Schreiben des Tests denselben Denkfehler macht, bestätigt den Fehler sogar.

  • Maßnahme 4 eher nicht: Das PDF wird aus denselben Daten erzeugt und zeigt denselben Betrag; auffallen würde er nur, wenn Natalia die Skontoregel genau im Blick hat.

Bewertung: 1 Punkt für die richtig begründete Einschätzung von Maßnahme 1 und 2, 1 Punkt für Maßnahme 4 oder 5.

Aufgabe 2.2: Eingangsrechnungen automatisch verarbeiten in einem Start-up (Kernkompetenz)

(ca. 36 min Bearbeitungszeit)

Du bist Auszubildende*r bei der Let’s Meet GmbH in Bielefeld, die eine App für gemeinsame Freizeitaktivitäten entwickelt. Die Geschäftsführerin Clara Neumann, die auch die Finanzen verantwortet, ärgert sich über den Papierkram: Rund 120 Eingangsrechnungen pro Monat kommen per E-Mail, als PDF oder auf Papier und werden von Hand an das Steuerbüro weitergegeben. Yusuf Demir, Leiter der Entwicklung, beauftragt Dich und Deinen Mit-Azubi Jonas Weber, für das interne Verwaltungs-Backend ein Modul „Belegeingang“ zu entwickeln, das E-Rechnungen automatisch einliest, prüft und zur Freigabe vorlegt.

a) Jonas schlägt vor, für die Anzeige der Rechnungen ein Open-Source-Werkzeug einzubinden. In dessen Beschreibung steht:

invoice-lens – a viewer for structured invoices

Structured e-invoices are written for machines. An ERP system can read the seller, every invoice line and the amount due directly from the XML elements and post the invoice without anyone typing in numbers. People, however, still need to see invoices: an accountant has to approve them, and a supplier may call to ask about a payment. invoice-lens transforms an XRechnung or ZUGFeRD file into an HTML page using XSLT stylesheets.

Please note: the layout you see is created by this viewer. It is not part of the invoice, and two viewers may show the same invoice in different ways. invoice-lens does not validate files, so a nicely rendered page does not prove that an invoice meets the rules of EN 16931.

aa) Jonas fasst den Text im Team so zusammen: (1) „Wenn invoice-lens eine Rechnung sauber anzeigt, können wir sie freigeben – dann ist sie ja in Ordnung.“ (2) „Wir können die Darstellung per XSLT an unser eigenes Design anpassen, ohne dabei die Rechnung zu verändern.“ Prüfe beide Aussagen anhand des Textes und begründe Deine Einschätzung. (4 Punkte)

  • Aussage 1 trifft nicht zu (2 Punkte): Laut Text prüft invoice-lens die Dateien nicht. Eine ordentliche Darstellung belegt also nicht, dass die Rechnung die Regeln der EN 16931 erfüllt – und erst recht nicht, dass Leistung und Preis stimmen. Das Modul muss die Datei vor der Anzeige validieren, und Clara muss die Rechnung vor der Freigabe sachlich prüfen.

  • Aussage 2 trifft zu (2 Punkte): Das Layout entsteht erst im Viewer und ist kein Teil der Rechnung; zwei Viewer dürfen dieselbe Rechnung unterschiedlich darstellen. Ein eigenes Stylesheet ändert nur die Ansicht, die XML-Daten bleiben unverändert. Maßgeblich bleibt die Originaldatei, die auch so archiviert wird.

ab) Clara fragt, wozu Let’s Meet überhaupt ein Anzeigeprogramm braucht, wenn E-Rechnungen doch für Maschinen gedacht sind – bei den bisherigen PDF-Rechnungen sei so etwas ja auch nicht nötig gewesen. Erläutere es ihr mithilfe des Textes. (3 Punkte)

  • Eine XML-Rechnung ist für die automatische Verarbeitung gebaut: Das System liest Lieferant, Positionen und Betrag direkt aus den Elementen und kann buchen, ohne dass jemand tippt (1 Punkt).

  • Menschen müssen Rechnungen trotzdem ansehen, etwa für die Freigabe oder wenn ein Lieferant wegen einer Zahlung nachfragt. Rohes XML ist dafür unübersichtlich; ein Viewer wandelt die Daten deshalb in eine lesbare Seite um (1 Punkt).

  • Ein PDF ist von vornherein eine Seite für Menschen und braucht keinen Viewer, enthält aber keine Daten, die eine Software sicher auslesen kann. Bei der E-Rechnung ist es umgekehrt: Die Daten sind das Original, die Ansicht wird bei Bedarf daraus erzeugt (1 Punkt).

b) Zum Testen des Moduls sammelst Du Rechnungen, die im Februar 2027 eingegangen sind.

Entscheide jeweils, ob eine E-Rechnung im Sinne des Umsatzsteuergesetzes vorliegt, und begründe kurz, ob Let’s Meet die Rechnung in dieser Form akzeptieren kann. (12 Punkte)

Eingangsrechnungen im Februar 2027
Nr. Rechnung E-Rechnung? Begründung, Akzeptanz
1 Teutoburger Rechenzentrum GmbH (Hosting): XML-Datei im Format XRechnung (UBL) als E-Mail-Anhang, 2.261,00 €
2 Boulderwerk Bielefeld GmbH (Partner-Kletterhalle): PDF/A-3 mit eingebetteter XML, ZUGFeRD-Profil EN 16931, 1.428,00 €
3 Johanna Pohl, freiberufliche Illustratorin und Kleinunternehmerin: PDF aus der Textverarbeitung mit GiroCode, 640,00 €
4 Druckhaus Sparrenburg GmbH (Jahresumsatz rund 4 Mio. €): PDF mit eingebetteter XML im ZUGFeRD-Profil MINIMUM, 3.570,00 €
5 Pizzeria für den Teamabend: Papierbeleg, von Jonas eingescannt, 86,00 €
6 Softwareanbieter mit Sitz in den USA: PDF-Rechnung für Lizenzen, 890,00 €
Lösung 2b
Nr. E-Rechnung? Begründung, Akzeptanz
1 ja Strukturiertes Format nach EN 16931 (XRechnung in UBL-Syntax); kann automatisch verarbeitet werden. Akzeptieren.
2 ja Hybrides Format: PDF als Ansicht, die eingebettete XML im Profil EN 16931 erfüllt die Norm. Maßgeblich sind die XML-Daten. Akzeptieren.
3 nein PDF ohne strukturierte Rechnungsdaten = sonstige Rechnung; der GiroCode enthält nur Überweisungsdaten. Kleinunternehmer*innen sind von der Pflicht zum Ausstellen dauerhaft ausgenommen → akzeptieren.
4 nein Das Profil MINIMUM enthält zu wenige Angaben und gilt nicht als E-Rechnung. Das Druckhaus hat über 800.000 € Vorjahresumsatz und muss 2027 E-Rechnungen ausstellen → nicht ordnungsgemäß; eine korrekte E-Rechnung (z. B. Profil EN 16931 oder XRechnung) anfordern.
5 nein Papierbeleg bzw. Scan = sonstige Rechnung. Kleinbetragsrechnung bis 250 € brutto ist ausgenommen → akzeptieren.
6 nein PDF = sonstige Rechnung. Die deutsche Pflicht gilt nur zwischen inländischen Unternehmen; ein ausländischer Anbieter muss keine E-Rechnung schicken → akzeptieren.

Bewertung: je Zeile 1 Punkt für die richtige Entscheidung, 1 Punkt für die Begründung. Für das Modul folgt daraus: Es braucht neben dem automatischen Weg einen zweiten Weg für sonstige Rechnungen.

c) Clara möchte in der nächsten Teambesprechung erklären, warum sich der Aufwand lohnt, aber auch ehrlich auf Schwierigkeiten hinweisen. Nenne je zwei Vorteile und zwei Nachteile bzw. Herausforderungen, die die automatische Verarbeitung von E-Rechnungen für Let’s Meet hat. (4 Punkte)

Lösung 2c
Vorteile (je 1 Punkt, zwei davon) Nachteile/Herausforderungen (je 1 Punkt, zwei davon)
kein Abtippen, weniger Erfassungsfehler Entwicklungs- und Einführungsaufwand (Anfangsinvestition)
Zeitersparnis, schnellere Freigabe und Zahlung (Skonto nutzen) Schulung der Beteiligten, Gewöhnung an neue Abläufe
geringere Kosten (Papier, Ablage, Weitergabe ans Steuerbüro) Sicherheitsrisiken, z. B. gefälschte Rechnungen oder Schadsoftware im E-Mail-Anhang
keine Medienbrüche, Rechnung sofort für alle Beteiligten verfügbar, Bearbeitungsstand transparent zweiter Weg für sonstige Rechnungen (Kleinbeträge, Ausland, Kleinunternehmer*innen) bleibt nötig
platzsparende, durchsuchbare Archivierung Abhängigkeit von funktionierender Software; Formate ändern sich (neue Versionen)

d) Das Modul „Belegeingang“ soll Rechnungen aus dem Postfach rechnung@letsmeet.example abholen und so weit wie möglich automatisch bearbeiten.

da) Beschreibe vier Schritte, die das Modul nach dem Eingang einer E-Mail in sinnvoller Reihenfolge ausführen sollte. (4 Punkte)

Vier Schritte in sinnvoller Reihenfolge, je 1 Punkt, z. B.:

  1. Anhang abholen und Format erkennen: XML-Datei (UBL oder CII) direkt übernehmen, bei PDF/A-3 die eingebettete XML herauslösen; Rechnungen ohne strukturierte Daten in einen Sonderweg (manuelle Erfassung) leiten.

  2. Validieren: Schema und Geschäftsregeln (EN 16931, ggf. XRechnung) prüfen, Prüfbericht speichern; bei Fehlern Rückfrage an den Absender.

  3. Abgleichen: Lieferant bekannt? Käuferreferenz bzw. Bestellnummer vorhanden? Betrag und Leistung passen zu Bestellung bzw. Vertrag? Rechnungsnummer noch nicht erfasst (keine Doppelzahlung)?

  4. Zur Freigabe vorlegen: Anzeige mit dem Viewer, Freigabe durch Clara (z. B. ab einer Betragsgrenze), danach Übergabe der Daten an Buchhaltung bzw. Steuerbüro und Zahlung.

  5. Auch richtig: Originaldatei unverändert archivieren (siehe Teilaufgabe f).

db) Clara meint: „Wenn der Validator ‚gültig‘ meldet, kann das Modul die Rechnung doch gleich bezahlen.“ Erläutere, warum das nicht ausreicht. (3 Punkte)

Der Validator prüft nur, ob die Datei formal stimmt: Schema (Struktur, Datentypen) und Geschäftsregeln (z. B. ob die Summen zueinander passen) (1 Punkt). Er prüft nicht, ob die Rechnung inhaltlich richtig ist: ob Let’s Meet die Leistung bestellt und erhalten hat, ob die Preise dem Vertrag entsprechen, ob die Rechnung schon bezahlt wurde oder ob sie überhaupt von einem echten Lieferanten stammt (Betrug mit gefälschten Rechnungen) (1 Punkt). Deshalb braucht es den Abgleich mit Bestellung bzw. Vertrag und bei Abweichungen oder höheren Beträgen eine Freigabe durch einen Menschen; auch die Finanzverwaltung betont, dass eine Validierung die Prüfung durch den Empfänger nicht ersetzt (1 Punkt).

e) Als Testdatei für den Import nutzt Du die Rechnung des Hosting-Anbieters für Oktober 2026 (gleicher Aufbau wie Nr. 1 aus Teilaufgabe b). Gekürzt sieht sie so aus:

<ubl:Invoice xmlns:ubl="urn:oasis:names:specification:ubl:schema:xsd:Invoice-2"
    xmlns:cac="urn:oasis:names:specification:ubl:schema:xsd:CommonAggregateComponents-2"
    xmlns:cbc="urn:oasis:names:specification:ubl:schema:xsd:CommonBasicComponents-2">
  <cbc:CustomizationID>urn:cen.eu:en16931:2017#compliant#urn:xeinkauf.de:kosit:xrechnung_3.0</cbc:CustomizationID>
  <cbc:ID>TRZ-2026-10873</cbc:ID>
  <cbc:IssueDate>2026-11-02</cbc:IssueDate>
  <cbc:DueDate>2026-11-16</cbc:DueDate>
  <cbc:InvoiceTypeCode>380</cbc:InvoiceTypeCode>
  <cbc:DocumentCurrencyCode>EUR</cbc:DocumentCurrencyCode>
  <cbc:BuyerReference>LM-2026-118</cbc:BuyerReference>
  <cac:InvoicePeriod>
    <cbc:StartDate>2026-10-01</cbc:StartDate>
    <cbc:EndDate>2026-10-31</cbc:EndDate>
  </cac:InvoicePeriod>
  <cac:AccountingSupplierParty>
    <cac:Party>
      <cac:PartyLegalEntity>
        <cbc:RegistrationName>Teutoburger Rechenzentrum GmbH</cbc:RegistrationName>
      </cac:PartyLegalEntity>
    </cac:Party>
  </cac:AccountingSupplierParty>
  <cac:AccountingCustomerParty>
    <cac:Party>
      <cac:PartyLegalEntity>
        <cbc:RegistrationName>Let's Meet GmbH</cbc:RegistrationName>
      </cac:PartyLegalEntity>
    </cac:Party>
  </cac:AccountingCustomerParty>
  <!-- ... Zahlungsangaben, Umsatzsteuer-Aufschlüsselung ... -->
  <cac:TaxTotal>
    <cbc:TaxAmount currencyID="EUR">361.00</cbc:TaxAmount>
  </cac:TaxTotal>
  <cac:LegalMonetaryTotal>
    <cbc:LineExtensionAmount currencyID="EUR">1900.00</cbc:LineExtensionAmount>
    <cbc:TaxExclusiveAmount currencyID="EUR">1900.00</cbc:TaxExclusiveAmount>
    <cbc:TaxInclusiveAmount currencyID="EUR">2261.00</cbc:TaxInclusiveAmount>
    <cbc:PayableAmount currencyID="EUR">2261.00</cbc:PayableAmount>
  </cac:LegalMonetaryTotal>
  <cac:InvoiceLine>
    <cbc:ID>1</cbc:ID>
    <cbc:InvoicedQuantity unitCode="MON">1</cbc:InvoicedQuantity>
    <cbc:LineExtensionAmount currencyID="EUR">1480.00</cbc:LineExtensionAmount>
    <cac:Item><cbc:Name>Managed-Container-Cluster, 3 Knoten</cbc:Name></cac:Item>
    <cac:Price><cbc:PriceAmount currencyID="EUR">1480.00</cbc:PriceAmount></cac:Price>
  </cac:InvoiceLine>
  <!-- Position 2: 4 TB Backup-Speicher zu je 45.00, Position 3: Support-Pauschale 240.00 -->
</ubl:Invoice>

ea) Nenne aus der Datei die Rechnungsnummer, das Fälligkeitsdatum und den zu zahlenden Betrag. (3 Punkte)

  • Rechnungsnummer: TRZ-2026-10873 (cbc:ID) (1 Punkt)

  • Fälligkeitsdatum: 16.11.2026 (cbc:DueDate) (1 Punkt)

  • zu zahlender Betrag: 2.261,00 € (cbc:PayableAmount) (1 Punkt)

Hinweis: IssueDate (02.11.2026) ist das Rechnungsdatum, TaxInclusiveAmount der Bruttobetrag; zu zahlen ist PayableAmount, das hier gleich ist, weil nichts angezahlt wurde.

eb) Beschreibe, wie das Modul den zu zahlenden Betrag in dieser Datei eindeutig findet, und warum das bei einer PDF-Rechnung ohne eingebettete XML nicht zuverlässig möglich ist. (3 Punkte)

  • Das Modul liest die Datei mit einem XML-Parser und greift über den Elementpfad (z. B. per XPath /ubl:Invoice/cac:LegalMonetaryTotal/cbc:PayableAmount unter Beachtung der Namensräume) auf genau ein Element zu, dessen Bedeutung festgelegt ist (fälliger Betrag, BT-115) (1 Punkt).

  • Der Wert hat ein festes, maschinenlesbares Format (Dezimalpunkt, keine Tausenderpunkte) und die Währung steht im Attribut currencyID (1 Punkt).

  • In einem PDF ohne XML sind die Angaben nur Text an einer Position auf der Seite. Das Programm müsste per Texterkennung und Mustersuche raten, welche Zahl der Endbetrag ist (Netto, Brutto, Zwischensumme, Skontobetrag?) und wie sie formatiert ist; jedes Layout ist anders – das ist fehleranfällig (1 Punkt).

f) Yusuf schlägt vor, nach dem erfolgreichen Import nur noch die ausgelesenen Daten in der Tabelle eingangsrechnung der Datenbank zu speichern und die Original-Dateien zu löschen. Das spare Speicherplatz und passe zum Grundsatz der Datenminimierung, auf den die Datenschutzbeauftragte Dr. Marta Kowalczyk immer achtet. Nimm zu diesem Vorschlag Stellung. (3 Punkte)

Der Vorschlag ist nicht zulässig (Stellungnahme 1 Punkt):

  • Rechnungen müssen acht Jahre aufbewahrt werden (§ 14b UStG); bei E-Rechnungen mindestens der strukturierte Teil unverändert in der ursprünglichen Form, also die empfangene XML-Datei bzw. das ZUGFeRD-PDF. Ein Datensatz in einer eigenen Tabelle ist eine Umwandlung und ersetzt das Original nicht; nach den GoBD muss das Archiv unveränderbar und maschinell auswertbar sein (1 Punkt).

  • Die Datenminimierung steht dem nicht entgegen: Die gesetzliche Aufbewahrungspflicht ist eine Rechtsgrundlage für die Speicherung (Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO). Datenschutzgerecht ist es, die Originale in einem zugriffsgeschützten Archiv zu speichern und nach Ablauf der Frist zu löschen (1 Punkt).

Die zusätzliche Übernahme der Daten in die Datenbank für Auswertungen ist erlaubt. Speicherplatz ist bei rund 120 Rechnungen pro Monat kein Argument (eine E-Rechnung ist meist nur wenige bis einige hundert Kilobyte groß).

Aufgabe 3.1: Einzelhandelskundschaft beim Umstieg auf die E-Rechnung beraten (Profilkompetenz)

(ca. 38 min Bearbeitungszeit)

Du bist Auszubildende*r bei der Lutterkolk Systemhaus KG mit Standorten in Detmold und Bielefeld. Das Systemhaus betreut rund 340 Einzelhandelsbetriebe in Ostwestfalen-Lippe mit Kassensystemen, Warenwirtschaft und Netzwerken. Im November 2026 häufen sich die Anfragen zur E-Rechnung. Deine Ausbilderin Dragana Petrović bittet Dich, die Anfragen vorzubereiten und einen Kunden bei der Auswahl einer Lösung zu beraten.

a) Vier Kund*innen haben folgende Fragen geschickt. Nimm zu jeder Anfrage begründet Stellung. (12 Punkte)

Nr. Kund*in Anfrage
1 Modehaus Kerkhoff OHG, Lemgo; Gesamtumsatz 2026 voraussichtlich 2,3 Mio. €; verkauft im Laden an Privatkundschaft und liefert Berufskleidung an rund 40 Betriebe aus der Region „Unsere Rechnungen an die Firmenkunden verschicken wir als PDF per E-Mail. Können wir das 2027 so lassen? Und brauchen wir für die Kassenbons im Laden jetzt auch E-Rechnungen?“
2 Blumen Yıldız, Detmold, Einzelunternehmen von Aylin Yıldız; Gesamtumsatz 2026 rund 410.000 €; beliefert Hotels und Restaurants „Wir bekommen fast nur Papierrechnungen und schreiben selbst welche auf Papier. Ein Großhändler hat uns jetzt eine XML-Datei geschickt, mit der wir nichts anfangen können. Müssen wir überhaupt etwas tun?“
3 Teeladen Morgenrot, Bielefeld; Inhaberin ist Kleinunternehmerin nach § 19 UStG; beliefert drei Cafés „Muss ich meinen Cafés ab 2028 E-Rechnungen schreiben?“
4 Elektro Brackmann GmbH, Bielefeld; Gesamtumsatz rund 5 Mio. € „Unsere Warenwirtschaft erzeugt seit dem letzten Update ZUGFeRD-Rechnungen im Profil BASIC WL. Damit sind wir doch für 2027 fertig, oder?“

Je Anfrage 3 Punkte (1 Punkt für die zutreffende Aussage, 2 Punkte für die Begründung). Stand der Rechtslage: Oktober 2026.

Nr. Stellungnahme
1 Nein, PDF genügt ab 2027 nicht mehr. Das Modehaus hatte im Vorjahr (2026) mehr als 800.000 € Gesamtumsatz und muss deshalb ab dem 01.01.2027 Rechnungen an inländische Unternehmen als E-Rechnung ausstellen. Ein PDF ist eine sonstige Rechnung, weil es kein strukturiertes Format ist, das eine elektronische Verarbeitung ermöglicht. Kassenbons an Privatkundschaft sind nicht betroffen (B2C); auch Kleinbetragsrechnungen bis 250 € brutto an Firmen dürfen weiter als Kassenbon bzw. sonstige Rechnung ausgestellt werden.
2 Ja, beim Empfang sofort. Seit 01.01.2025 müssen alle inländischen Unternehmen E-Rechnungen empfangen können; der Großhändler darf die XML-Datei schicken, Blumen Yıldız kann sie nicht ablehnen. Nötig sind ein E-Mail-Postfach (genügt), ein Anzeigeprogramm und eine Archivierung der Originaldatei. Beim Ausstellen ist bis Ende 2027 noch Zeit, weil der Vorjahresumsatz unter 800.000 € liegt: 2026 und 2027 sind Papierrechnungen noch erlaubt (PDF nur mit Zustimmung des Empfängers), ab dem 01.01.2028 müssen auch die Rechnungen an Hotels und Restaurants E-Rechnungen sein. Empfehlung: Lösung jetzt mit planen.
3 Nein. Kleinunternehmer*innen nach § 19 UStG sind dauerhaft von der Pflicht zum Ausstellen von E-Rechnungen ausgenommen; sie dürfen weiter sonstige Rechnungen (Papier, PDF) schreiben, freiwillig aber auch E-Rechnungen. Empfangen müssen sie E-Rechnungen trotzdem können, z. B. von ihrem Teegroßhandel.
4 Nein. Die ZUGFeRD-Profile MINIMUM und BASIC WL enthalten nicht alle Angaben der EN 16931 (z. B. keine Rechnungspositionen) und gelten deshalb nicht als E-Rechnung, sondern als sonstige Rechnung. Da Elektro Brackmann mehr als 800.000 € Umsatz hat, braucht das Unternehmen ab 2027 mindestens das Profil EN 16931 (oder EXTENDED bzw. XRECHNUNG) oder eine reine XRechnung; die Warenwirtschaft muss entsprechend eingestellt bzw. aktualisiert werden.
Zeitbalken 2025 bis 2028: Alle vier Kund*innen müssen seit 2025 E-Rechnungen empfangen; Modehaus Kerkhoff und Elektro Brackmann müssen sie ab 01.01.2027 auch ausstellen, Blumen Yıldız ab 01.01.2028, für den Teeladen Morgenrot bleibt das Ausstellen dauerhaft freiwillig (mit KI erstellt)

Für eine verbindliche Auskunft im Einzelfall verweist das Systemhaus auf eine Steuerberatung; die Stellungnahmen sind eine technische Beratung.

b) Dragana hat für einen Infobrief an alle Kund*innen einen Abschnitt über den Nutzen der E-Rechnung entworfen. Bevor er verschickt wird, sollst Du ihn gegenlesen. Prüfe jede Aussage, ob sie zutrifft, und korrigiere die unzutreffenden. (5 Punkte)

Nr. Aussage im Entwurf
1 „Wer E-Rechnungen verschickt, spart Papier, Druck und Porto und kommt oft schneller an sein Geld.“
2 „Eingangsrechnungen müssen Sie nach dem Einlesen nicht mehr aufbewahren – die Daten stehen ja in Ihrer Warenwirtschaft.“
3 „Ihre Warenwirtschaft kann eingehende E-Rechnungen automatisch mit Bestellung und Wareneingang abgleichen.“
4 „Weil die Software alles prüft, muss bei Ihnen niemand mehr eine Rechnung ansehen oder freigeben.“
5 „Zahlungseingänge lassen sich anhand der eindeutigen Rechnungsdaten leichter der richtigen Rechnung zuordnen.“

Je Aussage 1 Punkt:

Nr. Trifft zu? Begründung bzw. Korrektur
1 ja Vorteil für die Ausstellenden: keine Druck-, Kuvert- und Portokosten; die Rechnung ist sofort beim Empfänger und kann dort schneller bearbeitet und bezahlt werden.
2 nein Rechnungen sind acht Jahre aufzubewahren (§ 14b UStG), bei E-Rechnungen mindestens der strukturierte Teil unverändert in der empfangenen Form; Daten in der Warenwirtschaft ersetzen das Original nicht. Richtig wäre: Das elektronische Archiv braucht keine Aktenordner und ist durchsuchbar.
3 ja Vorteil für die Empfangenden: kein Abtippen, Abweichungen bei Menge oder Preis fallen automatisch auf, weniger Erfassungsfehler.
4 nein Die Software prüft Format und Regeln und gleicht ab; ob die Leistung wirklich erbracht wurde und gezahlt werden soll, entscheidet weiterhin ein Mensch (sachliche Prüfung, Freigabe, ggf. ab einer Betragsgrenze). Richtig wäre: Die Freigabe geht schneller, weil die Rechnung sofort allen Beteiligten vorliegt.
5 ja Vorteil für die Ausstellenden: Rechnungsnummer und Betrag liegen strukturiert vor, der Abgleich mit dem Kontoauszug lässt sich automatisieren.

c) Das Modehaus Kerkhoff schreibt rund 60 Rechnungen im Monat an Firmenkunden. Die Warenwirtschaft „KassaPro 7“ (fiktiv) läuft auf einem kleinen Server im Büro des Ladens; Lutterkolk betreut ihn per Wartungsvertrag. Inhaber Lars Kerkhoff hat zwei Angebote erhalten:

  • Variante A: Upgrade auf „KassaPro 8“ mit E-Rechnungsmodul (Erzeugen, Einlesen, Archivieren), lokal installiert auf dem vorhandenen Server.
  • Variante B: Cloud-Dienst „Rechnungswerk Online“ (fiktiv), angebunden an die vorhandene Warenwirtschaft über eine Schnittstelle; der Dienst erzeugt, versendet, empfängt und archiviert die Rechnungen; Abrechnung je Rechnung plus Monatsgebühr; Rechenzentrum in Frankfurt am Main.

Die Skizze zeigt, wo die Rechnungen in den beiden Angeboten erzeugt, empfangen und archiviert werden:

Skizze der beiden Angebote für das Modehaus: Variante A mit KassaPro 8 und E-Rechnungsmodul auf dem Server im Büro, betreut von Lutterkolk; Variante B mit KassaPro 7 im Büro, die über eine Schnittstelle an den Cloud-Dienst Rechnungswerk Online im Rechenzentrum Frankfurt am Main angebunden ist, der die E-Rechnungen mit Firmenkunden und Lieferanten austauscht (mit KI erstellt)

ca) Beschreibe für jede Variante einen Vorteil und einen Nachteil. (8 Punkte)

Je Vorteil bzw. Nachteil 2 Punkte (1 Punkt für die Nennung, 1 Punkt für die Beschreibung), z. B.:

Variante Vorteil Nachteil
A: lokales Modul Die Rechnungsdaten bleiben im eigenen Haus; es gibt keine Kosten je Rechnung, und die Beschäftigten arbeiten in der gewohnten Oberfläche weiter. Das Modehaus bzw. Lutterkolk ist selbst für Updates (neue Versionen von XRechnung und ZUGFeRD), Datensicherung und ein GoBD-konformes Archiv auf eigener Hardware verantwortlich; der kleine Server wird zum kritischen System.
B: Cloud-Dienst Geringe Anfangskosten und kein eigener Betrieb: Der Anbieter hält Formate und Prüfregeln aktuell, Archiv und Datensicherung sind enthalten, der Zugriff ist von überall möglich. Laufende Kosten, die mit der Rechnungsmenge steigen; Abhängigkeit vom Anbieter (Ausfall, Preiserhöhung, Kündigung: Wie kommen die archivierten Rechnungen wieder heraus?); personenbezogene Daten verlassen das Haus.

Auch richtig: Variante A braucht eine Anfangsinvestition, ist dafür bei vielen Rechnungen günstiger; Variante B braucht eine stabile Internetverbindung.

cb) Erläutere, welche datenschutzrechtliche Voraussetzung vor dem Einsatz von Variante B geschaffen werden muss. (3 Punkte)

  • Rechnungen enthalten personenbezogene Daten (z. B. Namen und Kontaktdaten der Ansprechpersonen bei den Firmenkunden, bei Einzelunternehmen auch Namen der Inhaber*innen, Bankverbindungen) (1 Punkt).

  • Der Cloud-Anbieter verarbeitet diese Daten im Auftrag des Modehauses. Deshalb muss vorher ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO geschlossen werden (1 Punkt).

  • Darin werden u. a. Zweck, Weisungsbindung, technische und organisatorische Maßnahmen (Verschlüsselung, Zugriffsschutz, Datensicherung), Unterauftragnehmer und die Löschung bzw. Rückgabe der Daten nach Vertragsende geregelt; zu prüfen sind außerdem der Serverstandort (hier EU, Frankfurt) und die Exportmöglichkeit für das Archiv (1 Punkt).

cc) Nimm Stellung, welche Variante Du dem Modehaus empfiehlst. (3 Punkte)

Beide Empfehlungen sind möglich, wenn sie mit den Angaben begründet werden (1 Punkt Entscheidung, 2 Punkte Begründung). Beispiel:

Ich empfehle Variante B. Mit 60 Rechnungen im Monat ist die Menge überschaubar, sodass die Kosten je Rechnung gering bleiben. Der Laden hat keine eigene IT-Abteilung; der Anbieter hält Formate und Prüfregeln aktuell und übernimmt Archiv und Datensicherung, was der kleine Server im Büro nur mit zusätzlichem Aufwand leisten würde. Voraussetzung ist ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung und die Zusage, dass alle Rechnungen jederzeit in den Originalformaten exportiert werden können.

Ebenso vertretbar: Variante A, weil die Warenwirtschaft ohnehin von Lutterkolk betreut wird, die Daten im Haus bleiben und langfristig keine Kosten je Rechnung anfallen – dann muss aber ein GoBD-konformes Archiv mit Datensicherung eingeplant werden.

d) Lars Kerkhoff möchte die empfangenen und versendeten E-Rechnungen im Ordner Rechnungen auf dem NAS im Büro speichern, auf den alle zwölf Beschäftigten Lese- und Schreibzugriff haben. „Nach sechs Jahren lösche ich sie, das war doch immer so.“ Beschreibe drei Anforderungen an die Aufbewahrung von E-Rechnungen, die mit diesem Plan nicht erfüllt sind. (6 Punkte)

Je Anforderung 2 Punkte, z. B.:

  • Aufbewahrungsfrist: Rechnungen müssen seit 2025 acht Jahre aufbewahrt werden (§ 14b UStG; vorher zehn Jahre). Wer nach sechs Jahren löscht, verstößt gegen die Aufbewahrungspflicht.

  • Unveränderbarkeit: Nach den GoBD dürfen archivierte Rechnungen nicht unbemerkt verändert oder gelöscht werden; Änderungen müssen nachvollziehbar sein. Mit Schreibzugriff für alle kann jede*r Datei ändern, überschreiben oder löschen. Nötig ist z. B. ein Archiv mit Schreibschutz nach dem Ablegen (WORM) oder Versionierung.

  • Originalformat: Mindestens der strukturierte Teil (XML bzw. ZUGFeRD-PDF mit eingebetteter XML) muss unverändert in der empfangenen bzw. versendeten Form gespeichert werden; ein Ausdruck oder eine umgewandelte Datei reicht nicht.

  • Zugriffsschutz und Protokollierung: Nur berechtigte Personen dürfen auf Rechnungen zugreifen (auch wegen personenbezogener Daten); Zugriffe und Änderungen werden protokolliert.

  • Wiederauffindbarkeit und maschinelle Auswertbarkeit: Rechnungen müssen über einen Index (z. B. Rechnungsnummer, Datum, Geschäftspartner) in angemessener Zeit auffindbar und für eine Betriebsprüfung auswertbar sein.

  • Datensicherung: Ein einzelnes NAS ohne Sicherung kann ausfallen; die Daten müssen über die gesamte Frist lesbar bleiben.

e) Für das Modehaus planst Du die Einführung. Folgende Schritte stehen noch ungeordnet auf Deiner Liste:

    1. Mit zwei Firmenkunden Testrechnungen austauschen und mit dem Validator prüfen
  • (B) Rechnungsmenge, Empfängergruppen und vorhandene Programme erfassen
  • (C) Beschäftigte schulen
  • (D) Lösung anhand von Kriterien auswählen
  • (E) Rechnungs-E-Mail-Adressen und Käuferreferenzen der Firmenkunden in den Stammdaten erfassen
  • (F) Verfahrensdokumentation erstellen

ea) Bringe die Schritte in eine sinnvolle Reihenfolge. (3 Punkte)

eb) Beschreibe, was in der Verfahrensdokumentation festgehalten wird. (2 Punkte)

ea) Sinnvoll ist B – D – E – A – F – C (3 Punkte; kleinere, begründete Abweichungen sind möglich, z. B. F und C tauschen oder die Verfahrensdokumentation schon während des Tests beginnen; B muss am Anfang stehen, A nach D und E).

Begründung: Erst wenn bekannt ist, was gebraucht wird (B), lässt sich eine Lösung auswählen (D). Die Lösung braucht korrekte Stammdaten (E), bevor Testrechnungen sinnvoll sind (A). Erst der getestete Ablauf wird dokumentiert (F) und geschult (C).

eb) Die Verfahrensdokumentation nach den GoBD beschreibt nachvollziehbar, wie Rechnungen erzeugt bzw. empfangen, geprüft, freigegeben, gebucht und archiviert werden: beteiligte Systeme und Schnittstellen, Zuständigkeiten und Berechtigungen, Kontrollen (z. B. Validierung, Freigabegrenzen), Ablage und Aufbewahrung sowie Datensicherung (2 Punkte). Sie muss so verständlich sein, dass eine sachverständige dritte Person (z. B. bei einer Betriebsprüfung) den Ablauf in angemessener Zeit nachvollziehen kann.

Aufgabe 3.2: Eine XRechnung beim öffentlichen Auftraggeber prüfen (Profilkompetenz)

(ca. 25 min Bearbeitungszeit)

Du bist Auszubildende*r bei der Schul-IT OWL, dem IT-Dienstleister des Schulträgers, der unter anderem das Ratz und Rübe Berufskolleg (RRB) in Bielefeld betreut. Für das Barcamp am 13.03.2027 baut die Schul-IT das Gäste-WLAN aus. Die Netzwerkbau Ostwestfalen GmbH (fiktiv) aus Bielefeld hat im November 2026 Access Points und PoE-Switches geliefert und installiert. Als öffentlicher Auftraggeber erhält die Schul-IT OWL Rechnungen als XRechnung über das Rechnungsportal; Netzwerkadministratorin Svenja Krämer hat die Lieferung bestätigt. Laut Auftrag waren vereinbart: 4 Access Points zu je 389,00 €, 2 PoE-Switches zu je 1.240,00 € und 6 Stunden Installation zu je 78,00 € (alle Preise netto, 19 % Umsatzsteuer).

Die folgende Darstellung zeigt die eingegangene Rechnung (vereinfacht, Verkäufer- und Käuferangaben gekürzt):

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<ubl:Invoice xmlns:ubl="urn:oasis:names:specification:ubl:schema:xsd:Invoice-2"
    xmlns:cac="urn:oasis:names:specification:ubl:schema:xsd:CommonAggregateComponents-2"
    xmlns:cbc="urn:oasis:names:specification:ubl:schema:xsd:CommonBasicComponents-2">
  <cbc:CustomizationID>urn:cen.eu:en16931:2017#compliant#urn:xeinkauf.de:kosit:xrechnung_3.0</cbc:CustomizationID>
  <cbc:ID>NB-2026-0731</cbc:ID>
  <cbc:IssueDate>2026-11-20</cbc:IssueDate>
  <cbc:DueDate>2026-12-18</cbc:DueDate>
  <cbc:InvoiceTypeCode>380</cbc:InvoiceTypeCode>
  <cbc:DocumentCurrencyCode>EUR</cbc:DocumentCurrencyCode>
  <cbc:BuyerReference>05711-20431-38</cbc:BuyerReference>
  <cac:AccountingSupplierParty>
    <cac:Party><cac:PartyName><cbc:Name>Netzwerkbau Ostwestfalen GmbH</cbc:Name></cac:PartyName></cac:Party>
  </cac:AccountingSupplierParty>
  <cac:AccountingCustomerParty>
    <cac:Party><cac:PartyName><cbc:Name>Schul-IT OWL</cbc:Name></cac:PartyName></cac:Party>
  </cac:AccountingCustomerParty>
  <cac:TaxTotal>
    <cbc:TaxAmount currencyID="EUR">859.18</cbc:TaxAmount>
  </cac:TaxTotal>
  <cac:LegalMonetaryTotal>
    <cbc:LineExtensionAmount currencyID="EUR">4522.00</cbc:LineExtensionAmount>
    <cbc:TaxExclusiveAmount currencyID="EUR">4522.00</cbc:TaxExclusiveAmount>
    <cbc:TaxInclusiveAmount currencyID="EUR">5381.18</cbc:TaxInclusiveAmount>
    <cbc:PayableAmount currencyID="EUR">5381.18</cbc:PayableAmount>
  </cac:LegalMonetaryTotal>
  <cac:InvoiceLine>
    <cbc:ID>1</cbc:ID>
    <cbc:InvoicedQuantity unitCode="H87">4</cbc:InvoicedQuantity>
    <cbc:LineExtensionAmount currencyID="EUR">1556.00</cbc:LineExtensionAmount>
    <cac:Item><cbc:Name>Access Point Wi-Fi 6E, PoE</cbc:Name></cac:Item>
    <cac:Price><cbc:PriceAmount currencyID="EUR">389.00</cbc:PriceAmount></cac:Price>
  </cac:InvoiceLine>
  <cac:InvoiceLine>
    <cbc:ID>2</cbc:ID>
    <cbc:InvoicedQuantity unitCode="H87">2</cbc:InvoicedQuantity>
    <cbc:LineExtensionAmount currencyID="EUR">2480.00</cbc:LineExtensionAmount>
    <cac:Item><cbc:Name>PoE-Switch 24 Ports, managed</cbc:Name></cac:Item>
    <cac:Price><cbc:PriceAmount currencyID="EUR">1240.00</cbc:PriceAmount></cac:Price>
  </cac:InvoiceLine>
  <cac:InvoiceLine>
    <cbc:ID>3</cbc:ID>
    <cbc:InvoicedQuantity unitCode="HUR">6</cbc:InvoicedQuantity>
    <cbc:LineExtensionAmount currencyID="EUR">486.00</cbc:LineExtensionAmount>
    <cac:Item><cbc:Name>Installation und Einrichtung</cbc:Name></cac:Item>
    <cac:Price><cbc:PriceAmount currencyID="EUR">78.00</cbc:PriceAmount></cac:Price>
  </cac:InvoiceLine>
</ubl:Invoice>

Die Leitweg-ID in der Rechnung ist erfunden.

a) Dein Kollege Bernd Wiechers aus der Rechnungsstelle hat bisher nur mit PDF-Rechnungen gearbeitet und bittet Dich um eine Lesehilfe für die Datei.

aa) Lege für Bernd eine Tabelle an, die zu jeder der folgenden Angaben das Element in der Datei und den Wert zeigt: Lieferant, Fälligkeitsdatum, Leitweg-ID, Menge und Einheit der Installation, Umsatzsteuerbetrag. (5 Punkte)

ab) Bernd fragt: „Was bedeuten cbc: und cac: vor den Namen? Und warum steht ‚EUR‘ einmal zwischen zwei Tags und sonst innerhalb eines Tags?“ Erkläre ihm beides jeweils an einem Beispiel aus der Datei. (4 Punkte)

ac) Erläutere Bernd, wozu die Leitweg-ID dient. (2 Punkte)

aa) Je Angabe 1 Punkt (Element und Wert):

Angabe Element Wert
Lieferant cbc:Name in cac:AccountingSupplierParty Netzwerkbau Ostwestfalen GmbH
Fälligkeitsdatum cbc:DueDate 18.12.2026
Leitweg-ID cbc:BuyerReference (Käuferreferenz, BT-10) 05711-20431-38
Menge und Einheit der Installation cbc:InvoicedQuantity in Position 3 mit Attribut unitCode 6, HUR = Stunden
Umsatzsteuerbetrag cbc:TaxAmount in cac:TaxTotal 859,18 €

Wenn Dir beim Lesen schon auffällt, dass 6 · 78,00 € nicht 486,00 € ergibt, bist Du Teilaufgabe b) voraus.

ab)

  • Präfixe/Namensräume (2 Punkte): cbc: und cac: sind Kürzel für Namensräume, die im Wurzelelement über xmlns:cbc="…" bzw. xmlns:cac="…" festgelegt sind. Sie zeigen, aus welchem Teil des UBL-Vokabulars ein Element stammt: cbc (Common Basic Components) für einfache Werte wie cbc:DueDate, cac (Common Aggregate Components) für Elemente, die weitere Elemente enthalten, wie cac:InvoiceLine. Gleich lautende Namen aus anderen Standards können so nicht verwechselt werden.

  • Elementinhalt und Attribut (2 Punkte): In <cbc:DocumentCurrencyCode>EUR</cbc:DocumentCurrencyCode> ist „EUR“ der Inhalt des Elements – die Rechnungswährung ist hier selbst die Angabe. In <cbc:PayableAmount currencyID="EUR">5381.18</cbc:PayableAmount> ist der Betrag der Inhalt; die Währung steht als Attribut im Start-Tag und ergänzt den Wert um eine Zusatzinformation (ebenso unitCode bei der Menge).

ac) Die Leitweg-ID ist eine Adresse für die Zustellung von Rechnungen an öffentliche Auftraggeber. Sie gibt an, welche Behörde bzw. Dienststelle (hier die Schul-IT OWL) die Rechnung bekommt, damit das Rechnungsportal sie automatisch an die richtige Stelle weiterleitet (1 Punkt). In der XRechnung ist sie als Käuferreferenz (BT-10) Pflicht; der Auftraggeber teilt sie dem Lieferanten bei der Bestellung mit (1 Punkt).

b) Das Rechnungsportal meldet: „Die Rechnung ist gültig.“

ba) Prüfe die Rechnung rechnerisch und gegen die vereinbarten Preise. Berechne die richtigen Werte für Gesamtnettobetrag, Umsatzsteuer und Bruttobetrag und gib an, um wie viel die Rechnung zu hoch ist. (6 Punkte)

bb) Erläutere, warum das Portal die Rechnung trotzdem als gültig meldet, und was das für die Rechnungsprüfung bedeutet. (3 Punkte)

ba)

Geg.: Pos. 1: n_1 = 4, p_1 = 389{,}00\ €; Pos. 2: n_2 = 2, p_2 = 1.240{,}00\ €; Pos. 3: n_3 = 6\ \text{h}, p_3 = 78{,}00\ €/\text{h}; Steuersatz s = 19\ \%; Rechnung: N_R = 4.522{,}00\ €, B_R = 5.381{,}18\ €

Ges.: richtiger Nettobetrag N, Umsatzsteuer U, Bruttobetrag B, Differenz \Delta B

\begin{aligned} \text{I}\quad N &= n_1 \cdot p_1 + n_2 \cdot p_2 + n_3 \cdot p_3\\ N &= 4 \cdot 389{,}00\ € + 2 \cdot 1.240{,}00\ € + 6\ \text{h} \cdot 78{,}00\ €/\text{h}\\ N &= 1.556{,}00\ € + 2.480{,}00\ € + 468{,}00\ €\\ N &= \underline{\underline{4.504{,}00\ €}} \end{aligned}

Position 3 ist mit 486,00 € statt 468,00 € berechnet (Zahlendreher); Positionen 1 und 2 stimmen (2 Punkte für das Finden des Fehlers und den richtigen Nettobetrag).

\begin{aligned} \text{II}\quad U &= N \cdot s = 4.504{,}00\ € \cdot 0{,}19 = \underline{\underline{855{,}76\ €}}\\ \text{III}\quad B &= N + U = 4.504{,}00\ € + 855{,}76\ € = \underline{\underline{5.359{,}76\ €}} \end{aligned}

(2 Punkte für Umsatzsteuer und Bruttobetrag)

\Delta B = B_R - B = 5.381{,}18\ € - 5.359{,}76\ € = \underline{\underline{21{,}42\ €}}

Die Rechnung ist um 18,00 € netto bzw. 21,42 € brutto zu hoch (2 Punkte). Die Umsatzsteuer der Rechnung (859,18 € = 19 % von 4.522,00 €) und die Summen sind in sich stimmig – sie bauen nur auf dem falschen Positionsbetrag auf.

bb)

  • Das Portal prüft die Datei gegen das Schema (Struktur, Datentypen) und die Geschäftsregeln der EN 16931 und der XRechnung, z. B. ob die Summe der Positionsbeträge dem Gesamtnettobetrag entspricht und ob Pflichtangaben wie die Leitweg-ID vorhanden sind. Diese Regeln sind erfüllt, weil alle Summen konsequent mit 486,00 € weiterrechnen (1 Punkt).

  • Ob der Positionsbetrag zu Menge und Preis passt und ob die Preise dem Auftrag entsprechen, ist damit nicht geprüft; die vereinbarten Preise kennt das Portal ohnehin nicht (1 Punkt).

  • Die Validierung zeigt also nur, dass die Rechnung formal korrekt ist. Die sachliche und rechnerische Prüfung (Abgleich mit Auftrag und Lieferbestätigung, Nachrechnen der Positionen) bleibt Aufgabe der Rechnungsstelle bzw. eines automatischen Abgleichs mit den Bestelldaten im ERP-System (1 Punkt).

c) Kai Nguyen, Projektleiter bei der Netzwerkbau Ostwestfalen GmbH, bietet an, künftig hybride Rechnungen im ZUGFeRD-Format zu schicken, „damit Ihre Kolleg*innen die Rechnung auch ohne Spezialprogramm lesen können“. Bernd findet die Idee gut. Nimm Stellung, ob die Schul-IT auf das Angebot eingehen sollte. Berücksichtige dabei, was sich für Bernd ändern würde, welche Rolle das Rechnungsportal spielt und was gilt, wenn PDF-Ansicht und XML-Daten nicht übereinstimmen. (4 Punkte)

Beide Entscheidungen sind vertretbar, wenn sie begründet werden (1 Punkt Entscheidung, 3 Punkte Begründung). Beispiel:

Ich empfehle, bei der reinen XRechnung zu bleiben:

  • Für Bernd wäre das PDF bequemer: Er könnte die Rechnung wie gewohnt öffnen, drucken und weiterleiten. Der Gewinn ist aber klein, weil das Rechnungsportal bzw. ein Viewer die XRechnung ohnehin lesbar darstellt (1 Punkt).

  • Welche Formate angenommen werden, legt der öffentliche Auftraggeber bzw. sein Rechnungsportal fest. Ein ZUGFeRD-Profil müsste die XRechnung-Regeln (z. B. Leitweg-ID) erfüllen und vom Portal akzeptiert werden; das wäre vorher zu klären (1 Punkt).

  • PDF-Ansicht und eingebettete XML können voneinander abweichen. Maßgeblich ist dann der strukturierte Teil; wer nur das PDF liest, prüft womöglich andere Beträge als die, die gebucht werden. Die Rechnungsstelle müsste also trotzdem die XML-Daten prüfen (1 Punkt).

Ebenso vertretbar: das Angebot annehmen, wenn das Portal das Format (z. B. ZUGFeRD-Profil XRECHNUNG) akzeptiert und die Rechnungsstelle verbindlich mit den XML-Daten arbeitet.

d) Bernd Wiechers schlägt vor, den falschen Betrag einfach selbst in der XML-Datei zu korrigieren und die Rechnung dann zu buchen und zu bezahlen: „Das geht schneller, als auf eine neue Rechnung zu warten.“ Nimm zu diesem Vorschlag Stellung. (3 Punkte)

Der Vorschlag ist abzulehnen (1 Punkt):

  • Die empfangene E-Rechnung muss unverändert in ihrer ursprünglichen Form aufbewahrt werden; nach den GoBD darf ein Beleg nicht nachträglich unbemerkt verändert werden. Eine selbst geänderte Datei ist kein Originalbeleg mehr und passt nicht mehr zum Prüfbericht des Portals; außerdem wäre unklar, welcher Betrag tatsächlich gefordert wurde (1 Punkt).

  • Die Rechnung kann nur der Rechnungssteller berichtigen. Die Schul-IT beanstandet die Rechnung bei der Netzwerkbau Ostwestfalen GmbH und bittet um eine korrigierte Rechnung (bzw. Stornorechnung und neue Rechnung) über 5.359,76 €. Da die Fälligkeit erst am 18.12.2026 liegt, ist dafür genug Zeit; alternativ kann der unstrittige Betrag nach den Regeln der Rechnungsstelle bezahlt und die Differenz geklärt werden (1 Punkt).


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Dieser Artikel und seine Texte, Bilder, Grafiken, Code und sonstiger Inhalt sind - sofern nicht anders angegeben - lizenziert unter CC BY 4.0. Nennung gemäß TULLU-Regel bitte wie folgt: “Übungsaufgaben zur E-Rechnung” von oer-informatik.de (H. Stein), Lizenz: CC BY 4.0. Der Artikel wurde unter https://oer-informatik.de/e-rechnung-uebungsaufgaben veröffentlicht, die Quelltexte sind in weiterverarbeitbarer Form verfügbar im Repository unter https://gitlab.com/oer-informatik/recht/vertraege-beschaffung. Erstellt mit KI-Assistenz; von mir umfassend redaktionell überarbeitet, geprüft und freigegeben. Stand: 29.10.2026.

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